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ṭarīqah

Lesedauer: 1s

 (arabisch: 

طَريقَة

wörtl.: 

Weg, Pfad, Methode

Plural: 

ṭuruq, ṭarāʾiq

 (arabisch: 

طُرُق, طَرَائِق‎

 ) 

ist ein Begriff aus dem Sufismus und bedeutet: i.) der geistige Weg, den der Sufi beschreitet, um zur göttlichen Wahrheit zu gelangen ii.) eine Gemeinschaft von Menschen, die einem solchen Weg folgt – ein Sufi-Orden, oder eine Sufi-Bruderschaft

Tarīqa (Wikipedia)

Tarīqa (arabisch طريقة, DMG ṭarīqa ‚Weg, Pfad, Methode‘, Plural Turuq طرق / ṭuruq) ist ein islamischer Begriff, der im engeren Sinne den spirituellen Weg bezeichnet, den der Sufi beschreitet, um über die Scharia hinaus zur Erkenntnis Allahs zu gelangen, in einem breiteren Sinne jedoch eine Gemeinschaft von Muslimen, die einem solchen Weg folgt, also eine Sufi-Bruderschaft.

Die verschiedenen Bruderschaften werden dabei meist nach ihrem als „Scheich“ bezeichneten Gründer benannt, auf den sie sich in einer geistigen Abstammungslinie (Silsila) zurückbeziehen. Auf diesen Gründer werden üblicherweise auch bestimmte Rituale und Symbole, die die Bruderschaft auszeichnen, zurückgeführt.

Tarīqas sind keineswegs rein spirituelle Organisationen, sondern verfügen oft über große politische und wirtschaftliche Macht, die sie auch nutzen. Ein Beispiel dafür ist die senegalesische Murīdīya.

Eine vom Orientalismus geprägte romantisierende Vorstellung von völlig vergeistigten Männern in wallenden Gewändern – „Derwischen“ und Fakiren – die vor allem extrem asketische Übungen vollziehen, hat heute meist nur noch sehr wenig mit dem Leben von Mitgliedern islamischer Bruderschaften zu tun.

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