Hingabe

Die Lebensweise der Liebenden

Das Wesen dieser Welt und die Rettung

Lesedauer: 4m 52s

Vortrag von

Shaykh Muhammad Adil al-Haqqani
gehalten am 
24. September 2026
 / 
13. Rabīᶜu th-thānī 1448
 in Berlin

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السَّلَامُ عَلَيْكُمْ وَرَحْمَةُ اللَّهِ وَبَرَكَاتُهُ

أَعُوذُ بِاللَّهِ مِنَ الشَّيْطَانِ الرَّجِيمِ.
بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَٰنِ الرَّحِيمِ

الصَّلَاةُ وَالسَّلَامُ عَلَىٰ رَسُولِنَا مُحَمَّدٍ
سَيِّدِ الْأَوَّلِينَ وَالْآخِرِينَ

مَدَدَ يَا رَسُولَ اللَّهِ
مَدَدَ يَا سَادَاتِي أَصْحَابَ رَسُولِ اللَّهِ
مَدَدَ يَا مَشَايِخَنَا
دَسْتُورُ مَوْلَانَا الشَّيْخِ عَبْدِ ٱللّٰهِ ٱلْفَائِزِ ٱلدَّاغِسْتَانِيّ
شَيْخُ مُحَمَّدٍ ظَاظِمِ الْحَقَّانِيِّ

طَرِيقَتُنَا الصُّحْبَةُ وَالْخَيْرُ فِي الْجَمْعِيَّةِ

as-salāmu ᶜalaykum wa-raḥmatu llāhi wa-barakātuh

aᶜūdhu bi-llāhi mina sh-shayṭāni r-rajīm
bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm

aṣ-ṣalātu wa-s-salāmu ᶜalā rasūlinā muḥammad
sayyidi l-awwalīna wa-l-ākhirīn

madad yā rasūla llāh
madad yā sādātī aṣḥāba rasūli llāh
madad yā mashāyikhanā
dastūr mawlānā shaykh ᶜAbd Allāh al-Fāʾiz ad-Dāghistānī,
shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī.

ṭarīqatunā aṣ-suḥbah wa l-khayru fi l-jamʿiyyah

Deutsch anzeigen

Der Friede, die Barmherzigkeit und der Segen Allahs seien auf euch.

Ich nehme meine Zuflucht bei Allah vor dem verfluchten Teufel.
Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Gnädigen.

Der Segen und der Friede seien auf unserem Propheten Muhammad,
dem Herrn der Ersten und der Letzten.

Unterstützung, o Gesandter Allahs!
Unterstützung, o meine Meister, Gefährten des Gesandten Allahs!
Unterstützung, o unsere Shaykhs!
Erlaubnis, unser Meister, Shaykh Abdullah al-Fāyiz al-Dāghestānī.
des Lehrers von Shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī

Unser Weg ist die Gemeinschaft und das Gute liegt in der Gemeinschaft.

Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm.

فَتَبَارَكَ اللَّهُ أَحْسَنُ الْخَالِقِينَ

القرآن (٢٣:١٤)

So gesegnet sei Allāh, der beste Schöpfer.

Koran (23:14)

Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīm.

Der beste Schöpfer

Niemand erschafft vollkommener als Allāh (ﷻ). „Erhaben ist Sein Name", sagt Allāh (ﷻ). An allem, was Er erschaffen hat, ist nicht der geringste Makel. Allāh (ﷻ) hat alles schön erschaffen und jedem Ding seinen vollkommenen Platz gegeben. Wir sagen: Allāh (ﷻ) hat Seine Schöpfung ausnahmslos auf die schönste und vollkommenste Weise gestaltet.

Er ist der beste der Schöpfer – und ohnehin allein der wahre Schöpfer. Dennoch preist Er Seinen eigenen Namen, damit die Menschen endlich zur Besinnung kommen. Allāh (ﷻ) hat diese Welt erschaffen, damit der Mensch sich auf ihr niederlässt und lebt.

Aus Erde gemacht, zur Erde zurück

Rein stofflich betrachtet stammt die gesamte Erde aus einer einzigen Quelle. Der bekannteste Teil davon ist der Schwarze Stein, der unmittelbar aus dem Paradies herabgekommen ist. Es gibt noch anderes, doch die Menschen wissen kaum davon; auch weitere Spuren existieren, aber im Mittelpunkt steht dieser gesegnete, heilige Stein. Den Rest dieser Erde hat Allāh (ﷻ) so eingerichtet, dass er dem Menschen dient. Im edlen Koran heißt es:

مِنْهَا خَلَقْنَاكُمْ وَفِيهَا نُعِيدُكُمْ وَمِنْهَا نُخْرِجُكُمْ تَارَةً أُخْرَىٰ

القرآن (٢٠:٥٥)

Aus ihr haben Wir euch erschaffen, in sie lassen Wir euch zurückkehren, und aus ihr bringen Wir euch ein weiteres Mal hervor.

Koran (20:55)

Aus Staub seid ihr gemacht, dorthin kehrt ihr zurück, und am Tag der Auferstehung werdet ihr daraus wieder hervorgebracht. Wie sehr die Menschen auch an dieser Welt hängen: Sie nutzen sie eine kleine Weile, und dann vergehen sie selbst. Niemand kann diese Welt mitnehmen. Darum wird derjenige, der sich von der Welt blenden lässt, am Ende verlieren. Die Welt bleibt für niemanden.

Wer glaubt, wird am Ende gerettet

Unser Prophet (ﷺ) sagt, dass jemand, der am Tag der Abrechnung an Allāh (ﷻ) geglaubt, aber nie gebetet und nur Unrecht begangen und gesündigt hat, in das Höllenfeuer eintreten wird. Wer so gehandelt hat, geht ins Feuer. Doch er hat wenigstens an Allāh (ﷻ) geglaubt – für den, der Ihn völlig leugnet, verhält es sich ganz anders. Dieser Gläubige wird ins Feuer eintreten, aber am Ende erlöst werden. Ob er dort hunderttausende oder Millionen von Jahren büßen muss – schließlich kommt er heraus.

Und der allerletzte Gläubige, der die Hölle verlässt: Wenn er das Paradies betritt, denkt er: „Für mich ist bestimmt nichts mehr übrig. Milliarden von Seelen sind bereits vor mir dort – was könnte da noch für mich bleiben? Gibt es überhaupt noch Platz? Nicht einmal eine Stelle, um mein Haupt zu betten!" Doch selbst ihm gewährt Allāh (ﷻ) ein Reich, das um ein Vielfaches größer ist als diese gesamte Erde. Und das nicht nur für wenige Jahre oder ein Menschenleben, sondern für alle Ewigkeit.

Wer also dieser Welt nachjagt, um sich flüchtige Tage zu sichern, und dabei Allāh (ﷻ) vergisst, sich Ihm widersetzt oder Ihn leugnet, verliert alles; ihm fehlt schlicht der Verstand. Denn dieses irdische Leben ist eng begrenzt. Von außen kommt nichts hinzu, und der Mensch kann sich nichts erzwingen. Die Welt ist eben nur diese Welt: Für jeden von uns ist sie lediglich eine Durchgangsstation. Niemand kann hier bleiben, es gibt hier kein ewiges Leben.

Künstliche Intelligenz und der Wille Allāhs

Heute spricht jeder von künstlicher Intelligenz und dergleichen – doch auch sie stößt an ihre Grenzen. Viele bilden sich ein, sie könnten Allāh damit noch dreister leugnen. Aber auch dem sind klare Grenzen gesetzt. Wer schwach im Glauben oder ganz ohne Allāh ist, lässt sich davon verrückt machen: Was wird daraus, wohin führt das alles …? Allāh ist da! Ohne den Willen Allāhs (ﷻ) regt sich kein einziges Blatt, geschieht nichts und entsteht überhaupt nichts. Allāh (ﷻ) sagt im edlen Koran:

أَلَمْ تَرَ أَنَّ اللَّهَ سَخَّرَ لَكُمْ مَا فِي الْأَرْضِ وَالْفُلْكَ تَجْرِي فِي الْبَحْرِ بِأَمْرِهِ

القرآن (٢٢:٦٥)

Siehst du nicht, dass Allāh euch untertan gemacht hat, was auf der Erde ist, und die Schiffe, die auf dem Meer nach Seinem Befehl fahren?

Koran (22:65)

Alles zu Land und im Wasser hat Er in euren Dienst gestellt. Wir Muslime müssen begreifen, dass alles aus Seinem Willen hervorgeht und ohne Seinen Willen absolut nichts geschieht.

Innerer Frieden durch Vertrauen

Doch selbst viele Muslime sind heutzutage völlig verunsichert; ihre Gedanken drehen sich in Verwirrung. Denn wo der Glaube fehlt, fehlt auch der innere Frieden. Im edlen Koran heißt es:

يَحْسَبُونَ كُلَّ صَيْحَةٍ عَلَيْهِمْ

القرآن (٦٣:٤)

Sie meinen, jeder Schrei richte sich gegen sie.

Koran (63:4)

Sie fürchten, dass sich alles gegen sie wendet – so beschreibt Allāh (ﷻ) sie im erhabenen Koran. Das gilt für diejenigen ohne Glauben. Wer aber glaubt, vertraut auf Seinen Plan: „Alles kommt von Allāh – das Gute wie die Prüfung." Mit dieser Gewissheit geht er durchs Leben. Der Lebensunterhalt, der für uns bestimmt ist, erreicht uns gewiss. Dessen muss man sich bewusst sein. Man soll alles in Seine Hände legen und sich nicht ständig mit weltlichen Sorgen aufreiben. Allāh (ﷻ) sagt:

وَعَسَىٰ أَنْ تَكْرَهُوا شَيْئًا وَهُوَ خَيْرٌ لَكُمْ ۖ وَعَسَىٰ أَنْ تُحِبُّوا شَيْئًا وَهُوَ شَرٌّ لَكُمْ

القرآن (٢:٢١٦)

Vielleicht verabscheut ihr etwas, während es gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr etwas, während es schlecht für euch ist.

Koran (2:216)

Darum überlasst die weltlichen Angelegenheiten denen, die nur für diese Welt leben. Sollen sie sich den Kopf zerbrechen und sich abmühen; lasst sie gewähren, und bewahrt euren Seelenfrieden.

Das Ego zügeln und gute Freunde suchen

Auch hier dreht sich viel zu viel um die Welt, um weltliche Begierden … Inzwischen ist es fast überall so, an manchen Orten aber verzehren sich die Menschen noch mehr danach. Denn jeder will nur sein Ego befriedigen. Wer sein Ego jedoch im Zaum hält, gewinnt auf ganzer Linie. Andernfalls wird dich nichts im Leben je zufriedenstellen. Du richtest nur dich selbst zugrunde – und reißt deine Mitmenschen gleich mit hinab.

Das beste Heilmittel dagegen ist, gute Freunde zu suchen: zu aufrichtigen Menschen zu stehen und einander im Guten zu unterstützen und zu ermahnen. Unser Prophet (ﷺ) sagt, dass die Hand Allāhs (ﷻ) mit der Gemeinschaft ist. Allāhs (ﷻ) Beistand liegt im Zusammenhalt; wer sich absondert, geht leicht verloren.

Besonders in dieser Zeit richtet ein schlechter Freund mehr Schaden an als shayṭān. Was shayṭān nicht vermag, gelingt einem falschen Freund mühelos. Haltet euch von solchen Menschen fern. Möge Allāh (ﷻ) euch allen helfen und auch uns.

Der Retter kommt

Überall auf der Welt – hier mag es spürbarer sein –, doch echte Sicherheit gibt es nirgendwo mehr. Möge Allāh (ﷻ) uns bald Erleichterung schenken. Dieser Retter ist Imām al-Mahdī (as). Bis er erscheint, müssen wir standhaft bleiben. Wenn er kommt, wird all dieses Unrecht ein Ende finden und in Ordnung gebracht werden. Möge er bald erscheinen. Aller Erfolg liegt bei Allāh (ﷻ). Al-Fātiḥah.

Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.

Das Wesen dieser Welt und die Rettung

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