Hz. Anas (ra) berichtet: Einmal saßen wir zusammen mit unserem heiligen Propheten in der Moschee, und unser heiliger Prophet sagte, derjenige, der gerade eintritt, sei für das Paradies bestimmt. Sie guckten, und einer der Gefährten trat ein und setzte sich. Am nächsten Tag sprach unser heiliger Prophet wieder und sagte: Jetzt wird jemand, der für das Paradies bestimmt ist, eintreten. Wieder kam derselbe Mann herein. Möge Allāh mit ihm zufrieden sein! Am dritten Tag sagte er wieder: Gerade eben kommt jemand, der für das Paradies bestimmt ist, herein. Wieder gesellte sich derselbe Gefährte zu ihnen.
Einer der dort Sitzenden dachte: Es muss etwas dran sein an dieser Sache. Sehen wir einmal, was er macht, dieser Gesegnete, um solche freudigen Worte von unserem heiligen Propheten zu verdienen! Ihm wurde selige Botschaft des Paradieses gegeben. Mal sehen, ich werde einige Zeit mit diesem Mann verbringen, so dass ich erfahren kann, was er macht. Dann kann ich genauso handeln und werde so werden, dass ich auch das Paradies verdiene, dachte er. Er sagte zu dem Mann: Ich hatte einen kleinen Streit mit meinem Vater und habe geschworen, drei Tage lang nicht nach Hause zu gehen. Kannst du mich als Gast aufnehmen? Der Mann antwortete: Bitte komm, du bist willkommen! Und er nahm ihn mit nach Hause. Als es Nacht wurde, sah er, dass dieser Mann, der Mann, der für das Paradies bestimmt war, zu Bett ging. Von Zeit zu Zeit erhob er sich und rezitierte Tasbīḥ und Takbīr. Aber er machte nicht allzu viel. Als es Zeit war für das Fajr (Morgen)Gebet, stand er auf und ging in die Moschee des heiligen Propheten. Dies ging so drei Tage lang.
Dann sagte er zu ihn: Ich möchte dich etwas fragen. Unser heiliger Prophet sagte, dass du für das Paradies bestimmt bist. Ich habe keinen Streit mit meinem Vater. Ich wollte nur herausfinden, was es ist, was du machst, damit ich dasselbe machen kann, um das Paradies zu erlangen. Deshalb bin ich bei dir geblieben. Aber nach dem, was ich gesehen habe, machst du nicht allzu viel. Ich meine, du verbringst nicht die ganze Nacht im Gebet und du bist nicht übermäßig mit Gottesdienst beschäftigt. Wenn du aufstehst, erinnerst du natürlich Allāh und rezitierst Takbīr und Subḥānallāh, folgst der Sunnah, wann auch immer du zufällig aufstehst. Aber was ist das Geheimnis von all dem? Was ist es, was du gemacht hast, dass unser heiliger Prophet dir diese selige Botschaft des Paradieses gab? Er antwortete: Bei Allāh, ich habe nichts Besonderes gemacht. Ich bin nicht allzu eifrig in meiner Ausübung. Aber in meinem Herzen ist keine Falschheit, ich versuche niemanden zu betrügen und hege keinen Groll gegen irgendjemanden. Ich versuche, mit allen gut auszukommen, sagte er. Das ist das ganze Geheimnis dabei, sagte er.
Das Geheimnis ist nicht, Handlungen des Gottesdienstes auszuführen und stolz darauf zu sein und herumzugehen mit einem langen Bart und Turban und die Menschen zu täuschen. Es ist kein Nutzen in all dem. Auf diese Weise kannst du das Paradies nicht betreten. Du musst nützlich sein für die Menschen. Die Menschen müssen sicher sein vor allem Bösen. Du darfst ihnen keinen Schaden zufügen. Du darfst niemandem Schwierigkeiten machen. Du musst alle als gute Menschen betrachten. Das ist das Geheimnis der Sache. Unser heiliger Prophet gab als Lektion für die Gemeinschaft der Muslim ihnen dieses lebende Beispiel. Der Mann schlief die ganze Nacht. Aber sein Herz war frei und rein. Taṣawwuf bedeutet Reinheit, keinen Groll zu hegen gegen irgendjemanden und niemandem zu schaden und nicht zu versuchen, jemanden zu täuschen. Ihr müsst euer Herz Allāh übergeben. Ihr dürft euer Herz nicht mit bösen Dingen füllen. Wenn ihr so seid, werdet ihr des Paradieses würdig sein. Das ist Taṣawwuf, das ist Tariqat, denn diese schönen und feinen Punkte sind die Dinge, die unser heiliger Prophet uns lehrte.
Wenn jemand 24 Stunden im Gebet steht und verbotene Speisen isst, wenn er unrechtmäßig eines anderen Besitz nimmt, gibt es keinen Nutzen. Wenn er ungerecht ist, gibt es auch keinen Nutzen, überhaupt keinen, denn dies sind die Rechte der Diener, und Allāh vergibt das nicht. Er vergibt nur, was Seine Eigenen Rechte berührt, wenn Er will. Er wird um unseres heiligen Propheten willen vergeben durch seine Fürsprache. Es gibt Leute, die keine Fürsprache wollen. Ihnen wird dann nicht vergeben. Deshalb ist es nicht so: Ich habe so viel gebetet, ich habe so viel mehr gemacht, deshalb muss ich mehr geschätzt werden! Mehr als der äußere Mensch muss sein inneres Herz sauber sein. Unsere Herzen müssen rein sein. Arbeiten wir daran! Denn wir sehen Menschen, die 20, 30 Jahre lang hier sind. Sie machen eine gute Figur von außen, aber es gibt Leute, die im Inneren eher schlimmer geworden sind als besser. Wir müssen mehr darauf achten von jetzt an.
Hz. Anas (ra) sagte: Wir waren in der Masjid an-Nabawī mit dem Propheten (ṣaws), und der Prophet (ṣaws) sagte – Jetzt wird einer eintreten, der zu den Menschen des Paradieses gehört. Und es trat einer der Sahaba ein, und wir sahen ihn und guckten ihn an. Am nächsten Tag sagte der Prophet (ṣaws) wieder – Jetzt wird einer eintreten von den Menschen des Paradieses. Wieder trat derselbe Mann, Ṣaḥāba, ein. Am dritten Tag sagte der Prophet (ṣaws) auch – Jetzt wird jemand von den Menschen des Paradieses eintreten. Und derselbe Mann, Ṣaḥāba (ra), trat ein. Und die Leute guckten. Sie verstanden es nicht genau. Einer von ihnen, Ṣaḥāba, war neugierig und wollte erfahren, wie dieser Mann in diese gute Lage, auf diese gute Stufe kam, und der Prophet (ṣaws) ihm die frohe Botschaft gab, dass er zu den Menschen des Paradieses gehöre. Und er ging zu diesem Mann und sagte: Ich habe ein bisschen mit meinem Vater gestritten und habe geschworen, drei Tage lang nicht nach Hause zu gehen. Kannst du mich in deinem Haus beherbergen? Er sagte: Natürlich.
Wa min Allāhi t-Tawfiq. Al-Fātiḥa.
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