Ibrāhīm
Lesedauer: 1s
(arabisch:
)
wörtl.:
Ibrāhīm ist der gemeinsame hebräische Patriarch der abrahamitischen Religionen, einschließlich Judentum, Christentum und Islam. Im Judentum ist er der Begründer der besonderen Beziehung zwischen den Juden und Gott; im Christentum ist er der geistige Stammvater aller Gläubigen, ob jüdisch oder nicht-jüdisch; und im Islam ist er ein Glied in der Kette islamischer Propheten, die mit Adam beginnt und in Mohammed gipfelt.



Abraham ist nach dem biblischen Buch Genesis (Gen 12–25 EU) zusammen mit seinem Sohn Isaak und seinem Enkel Jakob der erste der drei Erzväter des Volkes Israel. Er nimmt eine zentrale Stellung im Tanach oder Alten Testament ein, da laut dieser Überlieferung über Abrahams Enkel Jakob – dem Gott später auch den Namen Israel gibt – die Zwölf Stämme Israels und damit auch Jesus von Nazareth von ihm abstammen. Im Islam wiederum gelten Abraham und sein Sohn Ismael als Stammväter der Araber und damit als Vorfahren des Propheten Mohammed. Zudem wird Abraham von den Bahai als Vorfahr ihres Religionsstifters Bahāʾullāhs angesehen. Da sich sowohl Judentum, Christentum als auch Islam auf Abraham als ihren Stammvater beziehen, werden sie auch als die drei abrahamitischen Religionen bezeichnet.


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