Alkohol – die Mutter aller Übel
Unser Prophet (ﷺ) sagt:
الخمرُ أمُّ الخبائثِ
Der Alkohol ist die Mutter aller Übel.
Alle Arten des Übels gehen von ihm aus. Allāh (ﷻ) gebietet uns im gewaltigen Qurʾān, uns davon fernzuhalten, denn sein Übel wiegt schwerer als alles andere – denn was den Verstand vernebelt, ist Sünde. Das betrifft nicht nur Alkohol; alles, was den Verstand trübt, fällt unter die Kategorie der Rauschmittel. Manche sagen: „Ein wenig Cannabis oder Rauch schadet nicht.“ Doch es ist dasselbe – auch das vernebelt den Verstand. Es bringt nichts als Schaden.
Der Verstand – die Auszeichnung des Menschen
Allāh (ﷻ) hat den Menschen durch den Verstand über die übrige Schöpfung erhoben und ihm Vernunft gegeben. Der Mensch muss diesen Verstand gebrauchen; Allāh (ﷻ) hat ihn ihm nicht gegeben, damit er verloren geht oder außer Kraft gesetzt wird. Der Verstand ist ein Schmuck, die Zierde des Menschen. Ohne ihn wären wir nicht anders als Tiere, denn Tiere besitzen keinen Verstand – sie kennen nur Essen und Trinken und verstehen nichts darüber hinaus; was sie fressen, nützt ihnen. Der Mensch ist anders: Er ist verantwortlich. Allāh (ﷻ) hat ihn verantwortlich gemacht, weil er einen Verstand besitzt. Ohne Verstand ist der Mensch nicht verantwortlich.
Verantwortung und Verstand
Deshalb entfällt für einen Menschen, der seinen Verstand verloren hat, sich in einer Anstalt befindet und nicht weiß, was er tut, die Rechenschaftspflicht. Es heißt:
إِذَا أَخَذَ مَا أَوْهَبَ أَسْقَطَ مَا أَوْجَبَ
Wenn Er nimmt, was Er geschenkt hat, entfällt, was Er auferlegt hat.
Allāh (ﷻ) hat den Verstand als Geschenk gegeben. Geht dieser Verstand verloren und kann der Mensch ihn nicht mehr gebrauchen, so ist ihm nichts mehr auferlegt. Ein Mensch, der von Natur aus geistig umnachtet und nicht bei klarem Verstand ist, ist nicht zum Gebet, zum Fasten, zum ḥajj oder zur zakāh verpflichtet – es gibt keine Gebote oder Anordnungen, die ihn betreffen. Wer seinen Verstand jedoch durch Alkohol oder andere Drogen verliert, den erwartet eine Strafe, und zwar eine schwere. Möge Allāh (ﷻ) uns bewahren – ein solcher Mensch weiß nicht einmal, was er tut.
Menschengemachte Gesetze gegen Allāhs (ﷻ) Recht
Es gibt heute törichte Gesetze, die die Strafe mildern, indem sie sagen: „Er war betrunken, er wusste nicht, was er tat.“ Dabei müsste die Strafe viel höher ausfallen. Wer Alkohol trinkt und dadurch Schaden anrichtet, sollte eigentlich die doppelte Strafe erhalten. Doch die Menschen wollen Allāhs (ﷻ) Recht nicht, sie richten sich nach ihren eigenen Gesetzen. Und diese Gesetze hindern die Menschen nicht daran, Böses zu tun. Möge Allāh (ﷻ) uns davor bewahren und uns von diesen Übeln fernhalten.
Verflucht, wer daran beteiligt ist
In einem Ḥadīth erwähnt unser Prophet (ﷺ) mehrere Verfluchte im Zusammenhang mit dem Alkohol – darunter jene, die ihn ausschenken, die ihn anbauen und die ihn ernten. Dasselbe gilt für andere Drogen: Auch wer Cannabis und Drogen anbaut oder damit handelt, ist verflucht. Diese Substanzen sind daher niemals erlaubt, ihr Gebrauch ist niemals gestattet.
Nie damit beginnen
Möge Allāh (ﷻ) uns bewahren, die Lage in der Welt ist sehr schlecht geworden. Kinder wie Erwachsene eignen sich durch diese Dinge alle Arten des Übels an. Verlässt der Verstand den Kopf, verstrickt man sich in jede Art von Schmutz, und dies wird zur Gewohnheit. Der Mensch wird abhängig, und ist er einmal abhängig, kann er nie mehr aufhören. Man darf niemals damit beginnen, in shāʾa llāh. Möge Allāh (ﷻ) alle, Kinder wie Erwachsene, vor diesem Übel bewahren. Möge Allāh (ﷻ) uns bewahren – es ist die Mutter aller Übel. Möge Allāh (ﷻ) uns sowohl vor der Mutter als auch vor dem Vater aller Übel bewahren, in shāʾa llāh.



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