Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm.
إِنَّ اللَّهَ مَعَ الَّذِينَ اتَّقَوا وَّالَّذِينَ هُم مُّحْسِنُونَ
Wahrlich, Allāh ist mit denjenigen, die Ihn fürchten und Gutes tun.
Allāh (ﷻ), der Allmächtige und Erhabene, sagt: Allāh (ﷻ) ist mit denjenigen, die Ihn fürchten und Gutes tun. Wer bei Allāh (ﷻ) sein möchte, muss wissen: Ein Mensch, der Allāh (ﷻ) fürchtet, begeht von Natur aus nichts Böses. Ein Mensch, der sich vor Allāh (ﷻ) schämt, begeht keine schlechten Taten. Ein Mensch, der Allāh (ﷻ) fürchtet, tut Gutes.
Wer Gutes tut, den liebt Allāh
iḥsān bedeutet, Gutes zu tun; wer Gutes tut, wird muḥsin genannt. Allāh (ﷻ) liebt sie. Und die Menschen, die Er (ﷻ) liebt, sind gute Menschen. Sie sind die wahren Gewinner; in ihnen liegt die wahre Menschlichkeit. Außerhalb von ihnen muss man nicht nach Menschlichkeit suchen.
Je weniger Glauben ein Mensch hat, desto mehr schadet er seinen Mitmenschen. Je mehr Glauben und Gottesfurcht er hingegen besitzt, desto weniger muss man ihn fürchten. Von ihm ist nur Gutes zu erwarten. Darum sind auch die Diener, die Allāh (ﷻ) liebt, Ihm (ﷻ) wohlgefällig.
Lieben und Ablehnen um Allāhs willen
Ein Mensch sollte stets das Gute im Sinn haben. Er liebt um Allāhs (ﷻ) willen und lehnt um Allāhs (ﷻ) willen ab. Selbst wenn er Feindschaft empfindet, tut er dies nur um Allāhs (ﷻ) Wohlgefallen willen. Ablehnung bedeutet in diesem Sinn, schlechte Taten zu verabscheuen. Einem Menschen gegenüber Ablehnung zu zeigen bedeutet, für ihn zu beten: „Möge Allāh (ﷻ) ihn rechtleiten", während man seine schlechten Taten missbilligt.
Er bemüht sich, sich von schlechten Taten fernzuhalten, und gibt seinem Ego nicht nach. Das Ego neigt stets zum Bösen und zu allem, was schädlich ist. Man muss diese Neigung unter Kontrolle bringen und in eine gute Richtung lenken. Es gibt keinen anderen Weg – man muss es buchstäblich in die richtige Richtung ziehen.
Nach dem Motto: „Komm, ich gebe dir, was du willst, und danach gehorchst du mir" – so funktioniert es nicht. Je mehr man dem Ego nachgibt, desto Schlimmeres verlangt es; es kennt kein Ende. Seine Begierden und seine Gier sind grenzenlos. Deshalb muss man Allāh (ﷻ) fürchten. Man muss fürchten, von Allāhs (ﷻ) Weg abzukommen. Möge Allāh (ﷻ) uns davor bewahren. Denn das ist es, was man fürchten sollte.
Wer Allāh nicht fürchtet
Letztlich tut ein Mensch, der Allāh (ﷻ) fürchtet, nur Gutes. Wer jedoch keine Furcht vor Allāh (ﷻ) besitzt, ist zu jeder Art von Bösem fähig. Selbst die wildesten Kreaturen können nicht so grausam sein wie Menschen, die Allāh (ﷻ) nicht fürchten. Denn wer Allāh (ﷻ) nicht fürchtet, misst dem menschlichen Leben keinen Wert bei und verachtet es. Ein Mensch hingegen, der Allāh (ﷻ) fürchtet, scheut sich davor, auch nur einer Ameise zu schaden.
Möge Allāh (ﷻ) uns zu diesen Menschen zählen. Möge Er (ﷻ) uns zu denen zählen, die Allāh (ﷻ) fürchten, in shāʾa llāh. Möge Er (ﷻ) uns zu denen machen, die auf dem geraden Weg standhaft bleiben, in shāʾa llāh.



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