Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm.
وَعَسَىٰ أَن تَكْرَهُوا شَيْئًا وَهُوَ خَيْرٌ لَّكُمْ ۔ وَعَسَىٰ أَن تُحِبُّوا شَيْئًا وَهُوَ شَرٌّ لَّكُمْ ۔ وَاللَّهُ يَعْلَمُ وَأَنتُمْ لَا تَعْلَمُونَ
Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist, und vielleicht ist euch etwas lieb, während es schlecht für euch ist. Allah weiß, ihr aber wißt nicht.
Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīm.
Das verborgene Gute in schlechten Dingen
Allāh (ﷻ) hat im Heiligen Koran offenbart, dass manchmal etwas gehasst wird, das dennoch gut für den Menschen ist — und manchmal liebt er etwas, das schlecht für ihn ist. Wenn man auf Schwierigkeiten stößt oder eine Lage als schlecht empfindet, soll man nicht urteilen, dass sie durch und durch schlecht sei. Denn Allāh (ﷻ) kann darin Gutes schaffen — Er lässt aus dem, was als übel erscheint, Gutes hervorgehen.
Für den Gläubigen ist alles, was geschieht, zu seinem Besten. Alles vollzieht sich durch den Willen Allāhs (ﷻ) und ist gut für denjenigen, der im Islām ist. Ohne die Erlaubnis Allāhs (ﷻ) trifft den Gläubigen kein Übel. Alles, was ihm in dieser Welt begegnet — ob gut oder schlecht, ob Schwierigkeiten oder Mühen — hält Allāh (ﷻ) fest, und Er wird ihm dafür im Jenseits Seine Gabe schenken.
Die Welt ist Prüfung und Täuschung
Die Dinge dieser Welt sind meist nicht so, wie sie erscheinen — in Wirklichkeit sind sie oft ganz anders als sie wirken. Der Shayṭān täuscht die Menschen, und Menschen sind zu Teufeln geworden: Sie täuschen alle Arten von Menschen und lassen das Schlechte gut aussehen. Was wahrhaftig schlecht ist, bleibt schlecht — es kann nicht gut werden.
Allāh (ﷻ) nutzt den Zustand dieser Welt, um die Menschen zu prüfen. Was dem Menschen in dieser Welt begegnet, dient als Prüfung. Man muss deshalb alles, was geschieht, als Ratschluss Allāhs (ﷻ) betrachten und gelassen abwarten, was sich ergibt.
Nicht gegen Allāhs Ratschluss aufbegehren
Manche Menschen geraten in Auflehnung gegen den Ratschluss Allāhs (ﷻ) — wissentlich oder unwissentlich. Sie zweifeln daran, dass Allāh (ﷻ) solches zulässt. Möge Allāh (ﷻ) uns davor bewahren. Solche Gedanken erfordern Reue und die Bitte um Vergebung — denn Allāh (ﷻ) kennt alles, und Er ist es nicht, dem der Mensch etwas beibringen müsste. Niemand kann dem Willen und der Gegenwart Allāhs (ﷻ) entfliehen; wer glaubt, sich durch Auflehnung zu retten, irrt.
Es gibt Menschen, die solche Gedanken nicht nur im Herzen hegen, sondern sie auch laut aussprechen. Sie geben an, sie lehnten sich auf — doch das ist Torheit. Möge Allāh (ﷻ) uns vergeben. Man muss Reue üben und um Vergebung bitten.
Allāh tut alles auf die schönste Weise
Alles, was Allāh (ﷻ) tut, ist schön — das Schönste in allem. Man soll nicht trauern und sich nicht übermäßig sorgen. Man soll nicht auf jene hören, die zu viel schwatzen. Die Wahrheit ist: Alles geschieht durch den Willen und den Ratschluss Allāhs (ﷻ). Er ist es, der alles tut — und Er tut es auf die schönste Weise. Allāh (ﷻ) wird für Sein Handeln nicht zur Rechenschaft gezogen.
Der gesegnete Freitagmorgen
Es ist der gesegnete Morgen des Freitags — die Zeit, in der alle Reue üben und um Vergebung bitten sollen: für die Gedanken, die durch unsere Herzen ziehen, und für alles, worin wir gefehlt haben. Der Prophet (ﷺ) mahnte davor, gegen Allāh (ﷻ) aufzubegehren, und warnte davor, solche Gedanken im Herzen zu hegen. Hinter allem liegt eine Weisheit, und das Ergebnis allen Geschehens wird gut für den Islām sein. Möge Allāh (ﷻ) uns bewahren — vor dem Bösen unserer eigenen Seele, vor dem Bösen des Shayṭāns, vor dem Bösen der menschlichen Teufel und vor jenen, die das Schlechte gut aussehen lassen und versuchen, uns in die Sünde zu ziehen.
Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.



Schreibe einen Kommentar