Hingabe

Die Lebensweise der Liebenden

Alle Gunst gehört Allāh (ﷻ)

Lesedauer: 2m 35s

Vortrag von

Shaykh Muhammad Adil al-Haqqani
gehalten am 
8. Oktober 2026
 / 
27. Rabīᶜu th-thānī 1448
 in Akbaba

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السَّلَامُ عَلَيْكُمْ وَرَحْمَةُ اللَّهِ وَبَرَكَاتُهُ

أَعُوذُ بِاللَّهِ مِنَ الشَّيْطَانِ الرَّجِيمِ.
بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَٰنِ الرَّحِيمِ

الصَّلَاةُ وَالسَّلَامُ عَلَىٰ رَسُولِنَا مُحَمَّدٍ
سَيِّدِ الْأَوَّلِينَ وَالْآخِرِينَ

مَدَدَ يَا رَسُولَ اللَّهِ
مَدَدَ يَا سَادَاتِي أَصْحَابَ رَسُولِ اللَّهِ
مَدَدَ يَا مَشَايِخَنَا
دَسْتُورُ مَوْلَانَا الشَّيْخِ عَبْدِ ٱللّٰهِ ٱلْفَائِزِ ٱلدَّاغِسْتَانِيّ
شَيْخُ مُحَمَّدٍ ظَاظِمِ الْحَقَّانِيِّ

طَرِيقَتُنَا الصُّحْبَةُ وَالْخَيْرُ فِي الْجَمْعِيَّةِ

as-salāmu ᶜalaykum wa-raḥmatu llāhi wa-barakātuh

aᶜūdhu bi-llāhi mina sh-shayṭāni r-rajīm
bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm

aṣ-ṣalātu wa-s-salāmu ᶜalā rasūlinā muḥammad
sayyidi l-awwalīna wa-l-ākhirīn

madad yā rasūla llāh
madad yā sādātī aṣḥāba rasūli llāh
madad yā mashāyikhanā
dastūr mawlānā shaykh ᶜAbd Allāh al-Fāʾiz ad-Dāghistānī,
shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī.

ṭarīqatunā aṣ-suḥbah wa l-khayru fi l-jamʿiyyah

Deutsch anzeigen

Der Friede, die Barmherzigkeit und der Segen Allahs seien auf euch.

Ich nehme meine Zuflucht bei Allah vor dem verfluchten Teufel.
Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Gnädigen.

Der Segen und der Friede seien auf unserem Propheten Muhammad,
dem Herrn der Ersten und der Letzten.

Unterstützung, o Gesandter Allahs!
Unterstützung, o meine Meister, Gefährten des Gesandten Allahs!
Unterstützung, o unsere Shaykhs!
Erlaubnis, unser Meister, Shaykh Abdullah al-Fāyiz al-Dāghestānī.
des Lehrers von Shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī

Unser Weg ist die Gemeinschaft und das Gute liegt in der Gemeinschaft.

Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm.

لَقَدْ مَنَّ اللَّهُ عَلَى الْمُؤْمِنِينَ إِذْ بَعَثَ فِيهِمْ رَسُولًا مِنْ أَنفُسِهِمْ يَتْلُو عَلَيْهِمْ آيَاتِهِ وَيُزَكِّيهِمْ وَيُعَلِّمُهُمُ الْكِتَابَ وَالْحِكْمَةَ وَإِن كَانُوا مِن قَبْلُ لَفِي ضَلَالٍ مُّبِينٍ

القرآن (۳:۱۶۴)

Wahrlich, Allāh hat den Gläubigen eine große Gnade erwiesen, als Er unter ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte erweckte, der ihnen Seine Verse rezitiert, sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt, obwohl sie zuvor in offenkundigem Irrtum waren.

Koran (3:164)

Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīm.

Alle Gunst und aller Dank gehören allein Allāh (ﷻ). Was bedeutet es, jemandem eine Gunst vorzuhalten? Es heißt, die Menschen an das Gute zu erinnern, das man ihnen getan hat. Dazu ist niemand berechtigt außer Allāh (ﷻ). Die Menschen sollen nicht etwas tun und dann prahlen: „Ich habe das für dich getan, ich war so gut zu dir.“ Das gebührt allein Allāh (ﷻ). Nur Er ist berechtigt, Gutes zu tun und Seine Diener daran zu erinnern.

Die größte Gunst für die Mekkaner

Die größte Gunst wurde damals den Mekkanern erwiesen. Im edlen Vers heißt es "ummī": Sie hatten keine Bildung, konnten weder lesen noch schreiben – wie die meisten Menschen jener Zeit. Sie lebten in Unwissenheit und wussten im Grunde gar nichts. Doch Allāh (ﷻ) sandte unseren Propheten (ﷺ) und erhob sie dadurch zum höchsten Rang unter allen Menschen. Darum erinnert Allāh (ﷻ) sie an diese gewaltige Gunst.

Außer Ihm hätte allenfalls unser Prophet (ﷺ) dies betonen können; doch aus reiner Demut tat er es nie. Denn niemand besitzt diese wahre Erhabenheit und vollkommene Gunst außer Allāh (ﷻ). Allāh (ﷻ) besitzt Eigenschaften, die keinem Menschen zukommen, und kein Mensch darf sich anmaßen, sie für sich zu beanspruchen. Wen Allāh (ﷻ) zum Islam und zum Glauben geleitet hat – aller Dank und alle Gunst gehören allein Ihm. Darum sagt man: „Al-minnatu li-llāh“, alle Gunst und aller Dank gehören Allāh.

Der Großvater meines Vaters war Kalligraph. Wir besitzen noch heute eine Kalligraphie von ihm, auf der genau dies geschrieben steht: „Al-minnatu li-llāh“.

Gutes nicht vorhalten

Prahlt ein Mensch jedoch: „Ich habe dies und das für dich getan“, ist das keine edle Eigenschaft. Darum heißt es: Halte anderen niemals das Gute vor, das du ihnen getan hast. Es ruiniert die Tat, wenn man Gutes tut und es danach aufzählt: „Ich habe dir diese Gunst erwiesen, ich habe jenes für dich getan.“ Das ist unangebracht. Wenn du Gutes tust, dann tue es aufrichtig für Allāh (ﷻ); es genügt vollkommen, dass Er es weiß. Hältst du es dem Menschen aber vor, verlierst du deinen gesamten Lohn. Statt hundertfachen Lohns bleibt dir vielleicht nur ein einziger.

Lässt du es dagegen ruhen, schreibt Allāh (ﷻ) dir den vollen Lohn gut, dein Rang steigt und deine geistige Kraft wächst. Den Menschen Gutes zu tun ist in Wahrheit ein Geschenk Allāhs (ﷻ) an euch selbst. Dass andere durch dich Hilfe oder Rechtleitung erfuhren, bedeutet: Du warst Sein Werkzeug – und somit haben beide Seiten gewonnen. Vergeude diesen Segen also nicht; möge er uns erhalten bleiben, in shāʾa llāh.

Die Krankheiten des Egos

Das Ego des Menschen will prahlen, sich aufspielen und über anderen stehen. Genau das sind die Krankheiten des Egos. Es gibt Dinge, bei denen man sehr vorsichtig sein muss. Sowohl in dem, was man sagt, als auch in dem, was man tut, soll man besonnen handeln und stets das Beste wählen. Denn es gibt Eigenschaften, die Allāh (ﷻ) liebt, und andere, die Er verabscheut.

Möge Allāh (ﷻ) uns davor bewahren, von Seinem Weg abzuweichen, uns Wachsamkeit schenken und uns dessen bewusst machen, was wir sagen, in shāʾa llāh.

Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.

Alle Gunst gehört Allāh (ﷻ)

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