Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm"Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Gnädigen.".
لَقَدْ مَنَّ اللَّهُ عَلَى الْمُؤْمِنِينَ إِذْ بَعَثَ فِيهِمْ رَسُولًا مِنْ أَنفُسِهِمْ يَتْلُو عَلَيْهِمْ آيَاتِهِ وَيُزَكِّيهِمْ وَيُعَلِّمُهُمُ الْكِتَابَ وَالْحِكْمَةَ وَإِن كَانُوا مِن قَبْلُ لَفِي ضَلَالٍ مُّبِينٍ
Wahrlich, Allāh hat den Gläubigen eine große Gnade erwiesen, als Er unter ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte erweckte, der ihnen Seine Verse rezitiert, sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt, obwohl sie zuvor in offenkundigem Irrtum waren.
Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīmAllāh, der Erhabene, hat die Wahrheit gesprochen..
Alle Gunst und aller Dank gehören allein Allāh (ﷻ). Was bedeutet es, jemandem eine Gunst vorzuhalten? Es heißt, die Menschen an das Gute zu erinnern, das man ihnen getan hat. Dazu ist niemand berechtigt außer Allāh (ﷻ). Die Menschen sollen nicht etwas tun und dann prahlen: „Ich habe das für dich getan, ich war so gut zu dir.“ Das gebührt allein Allāh (ﷻ). Nur Er ist berechtigt, Gutes zu tun und Seine Diener daran zu erinnern.
Die größte Gunst für die Mekkaner
Die größte Gunst wurde damals den Mekkanern erwiesen. Im edlen Vers heißt es "ummīdes Lesens und Schreibens unkundig, ungelehrt": Sie hatten keine Bildung, konnten weder lesen noch schreiben – wie die meisten Menschen jener Zeit. Sie lebten in Unwissenheit und wussten im Grunde gar nichts. Doch Allāh (ﷻ) sandte unseren Propheten (ﷺ„Gott segne ihn und schenke ihm Heil!“) und erhob sie dadurch zum höchsten Rang unter allen Menschen. Darum erinnert Allāh (ﷻ) sie an diese gewaltige Gunst.
Außer Ihm hätte allenfalls unser Prophet (ﷺ) dies betonen können; doch aus reiner Demut tat er es nie. Denn niemand besitzt diese wahre Erhabenheit und vollkommene Gunst außer Allāh (ﷻ). Allāh (ﷻ) besitzt Eigenschaften, die keinem Menschen zukommen, und kein Mensch darf sich anmaßen, sie für sich zu beanspruchen. Wen Allāh (ﷻ) zum IslamAufleuchten, Erstrahle, Aufgehen (der Sonne) und zum Glauben geleitet hat – aller Dank und alle Gunst gehören allein Ihm. Darum sagt man: „Al-minnatu li-llāhAlle Gunst und aller Dank gehören Allāh“, alle Gunst und aller Dank gehören Allāh.
Der Großvater meines Vaters war Kalligraph. Wir besitzen noch heute eine Kalligraphie von ihm, auf der genau dies geschrieben steht: „Al-minnatu li-llāh“.
Gutes nicht vorhalten
Prahlt ein Mensch jedoch: „Ich habe dies und das für dich getan“, ist das keine edle Eigenschaft. Darum heißt es: Halte anderen niemals das Gute vor, das du ihnen getan hast. Es ruiniert die Tat, wenn man Gutes tut und es danach aufzählt: „Ich habe dir diese Gunst erwiesen, ich habe jenes für dich getan.“ Das ist unangebracht. Wenn du Gutes tust, dann tue es aufrichtig für Allāh (ﷻ); es genügt vollkommen, dass Er es weiß. Hältst du es dem Menschen aber vor, verlierst du deinen gesamten Lohn. Statt hundertfachen Lohns bleibt dir vielleicht nur ein einziger.
Lässt du es dagegen ruhen, schreibt Allāh (ﷻ) dir den vollen Lohn gut, dein Rang steigt und deine geistige Kraft wächst. Den Menschen Gutes zu tun ist in Wahrheit ein Geschenk Allāhs (ﷻ) an euch selbst. Dass andere durch dich Hilfe oder Rechtleitung erfuhren, bedeutet: Du warst Sein Werkzeug – und somit haben beide Seiten gewonnen. Vergeude diesen Segen also nicht; möge er uns erhalten bleiben, in shāʾa llāh"So Gott will.".
Die Krankheiten des Egos
Das Ego des Menschen will prahlen, sich aufspielen und über anderen stehen. Genau das sind die Krankheiten des Egos. Es gibt Dinge, bei denen man sehr vorsichtig sein muss. Sowohl in dem, was man sagt, als auch in dem, was man tut, soll man besonnen handeln und stets das Beste wählen. Denn es gibt Eigenschaften, die Allāh (ﷻ) liebt, und andere, die Er verabscheut.
Möge Allāh (ﷻ) uns davor bewahren, von Seinem Weg abzuweichen, uns Wachsamkeit schenken und uns dessen bewusst machen, was wir sagen, in shāʾa llāh.
Wa min Allāhi t-tawfiq"Und von Gott kommt der Erfolg.". al-fātiḥahEröffnung.



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