Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm.
اقْتَرَبَ لِلنَّاسِ حِسَابُهُمْ وَهُمْ فِي غَفْلَةٍ مُّعْرِضُونَ
Nahegekommen ist den Menschen ihre Abrechnung, doch sie sind in Gleichgültigkeit abgewandt.
Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīm.
Allāh (ﷻ) sagt: Die Abrechnung rückt für die Menschen heran. Doch sie sind in Gleichgültigkeit befangen; ihr Verstand beschäftigt sich nicht damit. Sie wollen davon nichts wissen und gehen weiter ihren eigenen Weg. Dabei ist die Abrechnung nicht unmöglich zu bestehen – denn Allāh (ﷻ) vergibt.
Irdische Abrechnungssysteme kennen keine Gnade. Die Steuerämter in manchen Ländern arbeiten mit eisernen Systemen; dort gibt es keine Vergebung. In Europa oder Amerika mit den Steuern in Unordnung zu geraten bedeutet Gefängnis – und man weiß nicht, wann man wieder herauskommt. Bei Allāh (ﷻ) ist es anders. Auch Er (ﷻ) führt Rechenschaft – doch wenn du, bevor die Abrechnung kommt, noch in dieser Welt atmest und Allāh (ﷻ) um Vergebung bittest, vergibt Er (ﷻ) dir. Deine Abrechnung ist damit erledigt.
Vergebung erbitten, solange du noch lebst
Wenn du Reue zeigst, Vergebung erbittest und für deine Sünden um Erlass bittest, vergibt Allāh (ﷻ) dir. Er (ﷻ) ruft die Menschen auf, diesen Tag der Vergebung nicht zu versäumen. Reise die Welt, geh, solange du gesund und dazu in der Lage bist – doch weiche nicht vom Weg Allāhs (ﷻ) ab. Bleib nicht fern von Seiner (ﷻ) Barmherzigkeit. Die Barmherzigkeit Allāhs (ﷻ) ist groß und unermesslich.
Es ist nicht gewiss, wann ein Mensch die Augen schließt oder seinen letzten Atemzug tut. Niemand kann garantieren, ob er noch eine Stunde oder einen Tag lang leben wird – es gibt keine Garantie. Daher sagt Allāh (ﷻ) stets: „Es hat sich genähert, es ist nahe." Das Jenseits ist nah, nicht fern.
Deine persönliche Stunde des Auferstehungstages
Manche sagen: „Der Jüngste Tag ist noch weit entfernt." Doch auch wenn der große Auferstehungstag noch fern scheint – deine persönliche qiyāmah ist in dem Augenblick, in dem du die Augen schließt. Wenn du sie dann wieder öffnest, bist du mitten in der Auferstehung. „Was ist passiert? So viele Jahre haben wir hier gelebt? Es ist so schnell vergangen." Im Handumdrehen, sagt Allāh (ﷻ), werden die Menschen in einem Zustand der Betäubung auf den Auferstehungstag zugehen.
Wer Gutes getan hat, wird Allāh (ﷻ) danken und Ihn (ﷻ) preisen. Wer aber in dieser Welt weit von Allāh (ﷻ) war, wird im Jenseits bereuen – und dort nützt selbst die Reue nichts mehr. Daher: Jeder soll in dieser Welt Vergebung von Allāh (ﷻ) erbitten, während er noch kann. Allāh (ﷻ) vergibt die Sünden, die man begangen hat.
Wenn heutzutage von Unterhaltung die Rede ist, strömen Tausende dorthin; sie eilen hin in der Hoffnung auf Freude und Glück. Doch den Weg Allāhs (ﷻ) meiden sie. Möge Allāh (ﷻ) den Menschen Weisheit und Verständnis schenken, ihnen Rechtleitung gewähren und sie nicht vom rechten Weg abkommen lassen, in shāʾa llāh.
Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.



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