Wir danken Allāh (ﷻ): Wir stehen nun am Ende unseres Hijrī-Jahres. Dies ist der Zeitpunkt, den wir als das wahre Neujahr bezeichnen — nach dem Hijrī-Kalender. Im islamischen Kalender richtet sich alles nach dem Hijrī-Kalender; alle unsere Gottesdiensthandlungen werden danach ausgeführt. Daher sind diese Tage gesegnete Tage.
Fasten im Monat Muḥarram
Bevor das Ramaḍān-Fasten zur Pflicht wurde, fastete man im Monat Muḥarram. Noch heute ist es verdienstlich, vom ersten bis zum zehnten Tag dieses Monats zu fasten. Es ist jedoch unzulässig, das Muḥarram-Fasten zu halten und dabei das Ramaḍān-Fasten zu unterlassen. Das Pflichtfasten ist das Ramaḍān-Fasten; das Muḥarram-Fasten ist Sunnah. Der neunte und der zehnte Muḥarram sind die Tage, von denen unser Prophet (ﷺ) selbst gesagt hat, er werde fasten.
Den genauen Beginn dieses gesegneten Jahres — ob Montag oder Dienstag — konnte man nicht mit letzter Sicherheit bestimmen. Normalerweise schaut man auf den Mond. Doch heute schaut kaum mehr jemand auf den Mond; niemand weiß, wo er aufgeht oder untergeht. Man folgt, was die Verantwortlichen festlegen, und richtet seine Gottesdiensthandlungen danach aus. Das Entscheidende aber ist, diesen Tagen Ehrerbietung zu erweisen.
Die Menschen messen dem Gregorianischen Neujahr große Bedeutung bei — als wäre eine wertlose Zeit etwas Kostbares. Man sagt: „Wir werden dies und jenes tun", und begeht in dieser Nacht jede Art von Sünde. Für uns sollte das wahre Neujahr, das Hijrī-Neujahr, mit Gebet und ᶜibādah begangen werden. Wir müssen diese gesegneten, schönen und verdienstlichen Tage nutzen und alles in Ehren halten, was uns an das Jenseits, an Allāh (ﷻ) und an unseren Propheten (ﷺ) erinnert.
Die Auswanderung des Propheten — Ursprung des islamischen Jahres
Der Hijrī-Kalender ist der Kalender der Auswanderung unseres heiligen Propheten (ﷺ). Die Auswanderung von Mekka nach Medina ist einer der größten Wendepunkte der islamischen Geschichte. Unser Prophet (ﷺ) verließ trotz größter Schwierigkeiten sein Heimatland und den Ort, den er (ﷺ) liebte — und wanderte um Allāhs (ﷻ) willen aus. Dieses Ereignis wurde — Allāh (ﷻ) sei Dank — zum islamischen Neujahr; es markiert den Beginn der islamischen Geschichte. Von dieser Zeit an wurde die Geschichte danach geschrieben und danach gehandelt.
Möge Allāh (ﷻ) diese Tage segnen. Möge Er (ﷻ) uns viele weitere schöne Jahre schenken, in shā’a llāh. Möge der Ruhm des Islāms wieder erhoben werden. Wie unser Prophet (ﷺ) Mekka verließ und sich der Welt öffnete, so wird sich der Islām — in shā’a llāh — erneut der Welt öffnen; diese Tage werden kommen. Die Größe des Islāms wird zurückkehren, in shā’a llāh. Möge Allāh (ﷻ) uns alle dies bald erleben lassen, in shā’a llāh.
Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.



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