Möge der erste Tag des Muḥarram gesegnet und glückbringend sein. Wir beten, dass dieses Jahr — in shāʾa llāh — das Jahr sein möge, in dem sich die frohen Botschaften verwirklichen, die unser geliebter Prophet (ﷺ) gegeben hat.
Der Tag des Gerichts ist nahe. Die Menschen sind in einem Zustand der Achtlosigkeit und sprechen niemals über den Tag des Gerichts — sie halten ihn für weit entfernt. Doch der Tag des Gerichts ist nahe. Jahre und Tage vergehen wie im Fluge, das Jenseits rückt näher. Der persönliche Untergang eines jeden Menschen ist der Augenblick, in dem er die Augen im Tod schließt — und wenn er sie wieder öffnet, wird er sich am Tag der Versammlung befinden. Daher ist es wichtig, die Gewissheit zu haben, dass der Tag des Gerichts nahe ist; wer seinen Wert kennt, wird sich entsprechend vorbereiten.
Zeit als Wegzehrung für das Jenseits
Heute ist der erste Muḥarram. Wenn wir — in shāʾa llāh — nächstes Jahr wieder am ersten Muḥarram leben, wird ein ganzes Jahr vergangen sein, und es wird nur wie ein Augenblick gewesen sein. Im vergangenen Jahr waren wir bei der ḥajj; nun ist eine weitere ḥajj vorübergezogen und die Tage vergingen plötzlich. Doch solange man auf dem Weg Allāhs (ﷻ) ist, wird alles — wie schnell die Zeit auch immer vergeht — zum Nutzen. Für denjenigen, der dem Weg Allāhs (ﷻ) folgt, ist alles ein Segen und alles wird zur Wegzehrung für das Jenseits.
Die Reise des Jenseits ist lang, und wir benötigen Wegzehrung für diese Reise. Daher sollen diese Jahre und Tage nicht umsonst vergehen — sie sollen auf dem Weg Allāhs (ﷻ) verbracht werden. Dafür sollen wir Allāh (ﷻ) beständig gedenken.
Allāh in jedem Moment im Herzen
Das Gottesgedenken — dhikr — bedeutet nicht nur, den Namen Allāhs (ﷻ) mit der Zunge auszusprechen (das ist natürlich auch etwas), sondern Allāh (ﷻ) im Herzen zu tragen. Man soll vermeiden, Tage, Stunden und Sekunden nutzlos verstreichen zu lassen. Stattdessen soll man aus jedem Moment das Beste machen und Allāh (ﷻ) beständig gedenken, damit das Jenseits gedeihe.
Um die Fürsprache unseres geliebten Propheten (ﷺ) zu erlangen, muss man Allāh (ﷻ) gedenken. Man muss die Gewissheit haben, dass Allāh (ﷻ) in jedem Augenblick bei uns ist — dass Er (ﷻ) uns sieht und Zeuge dessen ist, was wir tun. Wer danach handelt, dessen Tage werden nicht vergeudet. Wenn man immer Allāh (ﷻ) gedenkt und die Gewissheit hat, dass Er (ﷻ) bei einem ist, wird jeder Moment voller Segen sein. Das Leben wird nicht leer und nicht mit Sünde gefüllt sein.
Es gibt Sünden, und jeder begeht Sünden. Doch nach dem Bereuen und dem Bitten um Vergebung werden die Sünden — mit Erlaubnis Allāhs (ﷻ) — getilgt.
Das Jahr des verheißenen Sieges
Möge Allāh (ﷻ) unser Jahr segnen, in shāʾa llāh. Möge es das glückbringende Jahr sein, für das wir alle beten. Möge es das Jahr des Sieges des Islāms sein und das Jahr, in dem sich die frohen Botschaften unseres geliebten Propheten (ﷺ) verwirklichen, in shāʾa llāh. Das ist unser Gebet — und wenn wir das erlangen, werden wir mit der Verheißung Allāhs (ﷻ) geehrt, in shāʾa llāh.
Denn im gegenwärtigen Zustand der Welt gibt es keine Rettung. Diese Welt sinkt von Tag zu Tag tiefer. Nur wenn jener kommt — in shāʾa llāh —, wird dies behoben werden. Es gibt keinen anderen Weg. Es wird behoben werden. Möge Allāh (ﷻ) uns schützen und möge dieses neue Jahr gesegnet und glückbringend sein, in shāʾa llāh.
Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.



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