Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm.
وَأَوْحَىٰ رَبُّكَ إِلَى النَّحْلِ أَنِ اتَّخِذِي مِنَ الْجِبَالِ بُيُوتًا وَمِنَ الشَّجَرِ وَمِمَّا يَعْرِشُونَ
Und dein Herr hat der Biene eingegeben: Nimm dir in den Bergen Häuser, in den Bäumen und in dem, was sie an Spalieren errichten.
Man nennt die Biene auch ein „gesegnetes Insekt“. In diesem edlen Vers heißt es, dass Allāh (ﷻ) ihr etwas offenbarte – so, wie Allāh (ﷻ) den Propheten offenbart, gibt Er auch jedem anderen Geschöpf ein, was Er will. Sie ist in der Tat ein gesegnetes Lebewesen: Allāh (ﷻ) befiehlt ihr, ihr Nest in Bergen und Bäumen zu bauen und dort feinen, heilsamen Honig zu erzeugen. Dieser Honig ist ein Heilmittel, ein Segen und eine Wohltat für die Menschen.
Der Gläubige sollte wie eine Biene sein
So ist auch der Gläubige; er sollte wie eine Biene sein. Alles, was er tut, sollte ihm selbst und anderen von Nutzen sein. Er sollte nicht faul sein und keinen schlechten Gedanken nachhängen. Dieses winzige Geschöpf baut seine Waben, produziert Honig und arbeitet unermüdlich – der Ausdruck „fleißig wie eine Biene“ steht ja auch für großen Arbeitseifer. Genauso sollte der Gläubige sein: All sein Handeln sollte auf dem Guten beruhen. Sieht er etwas Schlechtes, versucht er, es aufzuhalten.
Heilung und Widerstand zugleich
Auch die Biene ist so: Allāh (ﷻ) hat sie so erschaffen, dass sie zwar stirbt, wenn sie sticht, damit aber die Gefahr abwehrt – denn selbst ihr Gift ist ein Heilmittel. Sie ist ein wunderbares Geschöpf, ein besonderes Insekt, das Allāh (ﷻ) erschaffen hat. Auch der Gläubige sollte so sein: Dass er Menschen vom Bösen abhält, ist letztlich auch zu seinem eigenen Wohl. Er ist nicht hier, um Schlechtes zu tun, sondern um Gutes zu bewirken – er stellt sich dem Bösen mutig entgegen, selbst wenn er dabei zu Schaden kommt.
Lügner behaupten oft: „Der Islam wurde durch das Schwert verbreitet.“ Wenn das Schwert erhoben wurde, dann nur, um Tyrannen aufzuhalten und das Gute siegen zu lassen – das war stets das wahre Ziel. Die Anhänger Shayṭāns fügen den Menschen jedes erdenkliche Leid zu, doch dazu schweigt man. Doch wenn der Islam diese Unterdrückung beenden will, stellt man ihn als grausam und böse dar. Dabei ist der Islam ganz anders; er gleicht genau dieser Biene: Er bringt einerseits wunderbare Heilung, stellt sich aber zugleich dem Bösen entgegen.
Möge Allāh (ﷻ) helfen und denjenigen schicken, der die Menschen von diesem Übel befreit. Möge es zum Guten führen, in shāʾa llāh.



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