Allāharabischer Name Gottes (ﷻ“Möge sein Ruhm groß sein.") hat die Propheten gesandt, um den Menschen zu zeigen, wie sie aus allem Nutzen ziehen können. Von ĀdamAdam (as)„Auf ihm sei Frieden!“ bis zu unserem Propheten (ﷺ„Gott segne ihn und schenke ihm Heil!“) haben 124.000 Propheten die Menschen alles gelehrt: wie sie leben sollen, wie sie miteinander umgehen sollen und wie sie das Jenseits für sich gewinnen können. Sie haben vor dem Bösen gewarnt und den Weg gewiesen: „Das ist nicht gut – lass es." Wer auf sie hörte, hatte Erfolg; wer nicht hörte, ging verloren.
Al-ḥamdu li-llāh"Lob sei Gott!", "Gott sei Dank!" – diese Zusammenkünfte sind von großer Bedeutung. Aufrichtige Menschen nähern sich anderen mit ganzem Herzen und voller Mitgefühl; sie bemühen sich, ihnen das Gute zu zeigen und sie im dīnReligion, Glaube; Lebensweise der Hingabe an Gott zu unterrichten. Ihr gesamtes Bemühen gilt allein der Zufriedenheit Allāhs (ﷻ) – weltliche Interessen spielen dabei keine Rolle. Al-ḥamdu li-llāh, wir wissen, dass Allāh (ﷻ) jedem seinen Unterhalt beschert. Doch leider tun selbst manche gläubigen Menschen alles für ihren eigenen Vorteil. Wenn die Menschen sich dann von der Religion abwenden, klagen sie: „Wie konnte das geschehen?" Es gibt keinen Grund zur Klage. Tu deine Arbeit aufrichtig, bleib auf dem rechten Weg und sei ehrlich – dann wird das Weitergeben des Wissens der größte Nutzen und die höchste Belohnung für dich sein.
Die Absicht und ihre Belohnung
Der Prophet (ﷺ) sagt in einem ḤadīthErzählung, Bericht, Mitteilung, Überlieferung sharīfedel, vornehm: „Die Absicht des Gläubigen ist mehr als seine Tat." Wenn du dir vorgenommen hast, eine gute Tat zu vollbringen, aber keine Gelegenheit dazu gefunden hast, nimmt Allāh (ﷻ) dies dennoch an. Wenn du das Gute tatsächlich tust, schreibt Allāh (ﷻ) dir das Zehnfache als Belohnung gut. Hast du nur die Absicht, aber keine Möglichkeit zur Ausführung, erhältst du die Belohnung allein für die gute Absicht.
Wenn du die Absicht hattest, etwas Schlechtes zu tun, dich aber besonnen und es gelassen hast, wird es dir nicht als Sünde angerechnet. Wenn du es dennoch tust, wird es nur als eine einzige Sünde vermerkt. Wer danach Reue zeigt und um Vergebung bittet, dem vergibt Allāh (ﷻ) und löscht die Sünde aus. Das ist der Weg des Islāms, der Weg unseres Propheten (ﷺ) – der schönste Weg überhaupt.
Manche Menschen geben ihrem nafsSeele nach und meiden diesen Weg; sie halten die ᶜibādahGottesdienst, Ehrerbietung, Anbetung für zu schwer. Andere sagen: „Das mache ich später" – und bevor sie es merken, ist das Leben vorbei, ohne dass sie etwas getan hätten. Wieder andere tun von Anfang an gar nichts – ihre Lage ist noch schlimmer, denn sie formen nicht einmal die Absicht zum Guten. Wer sagt „Das mache ich später", hatte zumindest die Absicht – in shāʾa llāh"So Gott will." wird Allāh (ﷻ) auch ihm aufgrund dieser Absicht vergeben.
Gebet und Fasten
Al-ḥamdu li-llāh, die Tage des ḥajjPilgerfahrt und des ᶜīdu l-aḍḥāOpferfest liegen nun hinter uns. Diese gesegneten Monate – Dhū l-QaᶜdahMonat des Sitzens, Dhū l-Ḥijjah und Muḥarramverboten – sind außerordentlich von Allāh (ﷻ) gesegnet. Sie sind ein Geschenk und eine Gnade Allāhs (ﷻ) an uns. Wir fassen den festen Entschluss, diese Monate mit ᶜibādah zu verbringen, in shāʾa llāh.
Das Gebet ist von immenser Bedeutung. Für jene, die noch nicht beten, hat unser Shaykhspiritueller Meister; Führer; alter, ehrwürdiger Mann einen wunderbaren Rat: „Wer nicht betet, soll täglich mit mindestens zwei rakᶜahBeugung, Verbeugung beginnen. Er soll diese zwei rakᶜah eine oder zwei Wochen, vielleicht sogar einen oder zwei Monate beibehalten. Wenn er sich daran gewöhnt hat, kann er auf vier rakᶜah erhöhen." Nach weiteren Monaten wird das Bedürfnis von Körper und Seele nach dieser Schönheit von selbst wachsen – und er wird, in shāʾa llāh, schrittweise beginnen, alle fünf täglichen Gebete zu verrichten.
Das Fasten ist ebenso wichtig; es ist eine der grundlegenden Säulen unserer Religion. Viele beten nicht, aber sie fasten – das war früher auch so. Selbst jene, die nicht beteten, fasteten die vollen dreißig Tage im Ramaḍāndie brennende Hitze. Leider geben die Menschen heutzutage selbst das auf. Erfahrene Ärzte hingegen lassen ihre Patienten bewusst fasten, weil es außerordentlich heilsam ist. Der Weg, den Allāh (ﷻ) und unser Prophet (ﷺ) uns gezeigt haben, entspricht genau dem, was der Mensch braucht – er bringt inneren Frieden und Glück in dieser Welt und im Jenseits.
Die Ehrung des Propheten
Das Wichtigste ist, unserem Propheten (ﷺ) Respekt entgegenzubringen und ihn hochzuehren. Kein anderer Mensch kann auch nur annähernd mit ihm verglichen werden. Was wir im Jenseits am meisten brauchen werden, ist seine Fürsprache. Ohne seine (ﷺ) Fürsprache wären wir verloren – möge Allāh (ﷻ) uns davor bewahren.
Leider hat sich heute eine Gruppe von Menschen herausgebildet, die sich für besonders fromm hält. Sie sagen über unseren Propheten (ﷺ): „Er war auch nur ein Mensch wie wir. Du musst dich allein auf deine eigenen Taten verlassen; du brauchst seine Fürsprache nicht." Sie behaupten sogar: „Wer um Fürsprache bittet, begeht shirkVielgötterei, Beigesellung, Götzendienst." Was sie sagen, ist vollkommen unvernünftig – sie schaden damit sich selbst und anderen. Sie säen Zweifel und flüstern: „Haben wir shirk begangen, weil wir ṣalawātGebet rezitiert haben?" So entfremden sie die Menschen von der Religion. Solchen Menschen soll man überhaupt nicht zuhören.
Die Mutter als erste Schule
Die beste Schule, die beste Universität – das ist die Mutter selbst. Keine Schule und keine Universität hat einen so großen Einfluss wie die Mutter. Die wahre Schule des Lebens ist die Mutter. Eine Mutter, die ihr Kind aufrichtig liebt und es zu einem guten Menschen mit starkem Charakter erzieht, leistet Unschätzbares. Einen Menschen hervorzubringen, der seinem Land und seinen Mitmenschen nützt, ist weit wertvoller als jede noch so prestigeträchtige Schule.
Schenke der Erziehung deiner Kinder besondere Aufmerksamkeit. Weil du für das Kind sorgst, bedeutet das nicht, dass du ihm bedingungslos zu Diensten sein musst – das Kind muss dir gehorchen. Halte eine gewisse Disziplin aufrecht und gib nicht sofort jedem Wunsch nach. Kinder wissen genau, dass das Herz der Mutter weich ist; sie weinen und quengeln, bis sie ihren Willen bekommen. Lass etwas Zeit verstreichen und gib es ihnen erst später, damit sie lernen, den Wert der Dinge zu schätzen. Jedem Wunsch des Kindes zuvorzukommen, bevor es überhaupt gefragt hat, verdirbt seinen Charakter. Gib Kindern nichts Nutzloses oder Schädliches, und gehe in der Erziehung sehr bewusst vor – möge Allāh (ﷻ) mit euch zufrieden sein, in shāʾa llāh.
Wa min Allāhi t-tawfiq"Und von Gott kommt der Erfolg.". al-fātiḥahEröffnung.



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