Alle Prophezeiungen des Propheten (ﷺ„Gott segne ihn und schenke ihm Heil!“) erfüllen sich, auch die für die Zeit nach ihm, bis zur qiyāmahAuferstehung, bis zur jannahParadies, Paradiesgarten, bis zu allem. Der Prophet (ﷺ) sagte uns, was geschehen wird und welche Probleme die Menschen haben werden, damit sie sich dessen bewusst sind. Eine dieser Prophezeiungen betrifft die Nachahmung anderer Menschen, die Nachahmung von Nichtmuslimen.
Die Nachahmung der Nichtmuslime
In islamischer Zeit war der letzte islamische Staat das Osmanische Reich. Damals hatte jede Religion ihre eigenen Bräuche: was man isst, was man tut, wie man kommt und geht. Jede Gruppe kannte ihre Bräuche und folgte ihnen. Das war der letzte Staat des IslamAufleuchten, Erstrahle, Aufgehen (der Sonne), die Osmanen. Danach geschah, was der Prophet (ﷺ) uns sagte: Am Ende der Zeit werdet ihr die Nichtmuslime nachahmen, sogar so weit, dass ihr ihnen folgt, wenn sie in einen Bau, ein Rattenloch unter der Erde, einen sehr engen Ort hineingehen.
Das sehen wir überall. Alle ahmen nach, was diese Verrückten diktieren: was wir dieses Jahr tragen, was wir essen, wohin wir gehen und woher wir kommen, welches Telefon wir kaufen und welche Uhr wir am Handgelenk tragen sollen. Das ist in Ordnung und verursacht kein Problem. Das Problem ist, anzuziehen, was im Islam nicht erlaubt ist, die eigenen Bräuche zu verlassen und ihren zu folgen. Ihre Bräuche sind keine guten Bräuche.
Jedes Land hat seine eigene Besonderheit
Jedes Land hat seine Besonderheit. Seit Hunderten und Tausenden von Jahren tragen und essen die Menschen, was für ihre Gegend gut ist. Jede Gegend hat andere Bedingungen, die man beachten muss, und dann hat man keine Probleme. Wer aber folgt, was für seinen Ort nicht passt, und übernimmt, was zu einer anderen Gegend gehört, dem tut es nicht gut, weder für seine Gesundheit noch für ihn selbst noch für andere.
Wohin wir auch gehen, spricht man von „Globalisierung“, und das ist das Schlimmste. Überall findet man genau dieselben Dinge. Viele Menschen hatten früher Berufe, die Traditionen bewahrten, etwa Kleidung und andere Handwerke herzustellen. Das alles ist nun vorbei. Alle kaufen dieselben drei, vier Marken, und die Menschen sehen nichts anderes. Diese Marken kennen wir inzwischen auswendig. Man bringt die Menschen dazu, nur daran zu denken, wie sie ein bestimmtes Kleidungsstück bekommen oder wie sie dieses ungesunde Essen essen können. Wie nennt man es? Müllessen, Fastfood, Junkfood. Sie essen nicht das traditionelle Essen, das ihre Mütter kochen, sondern suchen alle etwas anderes. Das ist nicht gut, denn Allāharabischer Name Gottes (ﷻ“Möge sein Ruhm groß sein.") hat verschiedene Dinge erschaffen, nicht nur Brot oder nur Reis.
Vielleicht ist Reis für diese Gegend gut, während wir in unserer Gegend nicht jeden Tag Reis essen können, weil wir ihn nicht einfach wie Brot zubereiten, sondern Fleisch und Fett hinzufügen müssen. Für uns ist er ein Hauptgericht, hier dagegen isst man ihn als Beilage wie Brot, und das passt zu dieser Gegend.
Eine Handvoll Reis
Als Mawlānāunser Herr, unser Meister Shaykhspiritueller Meister; Führer; alter, ehrwürdiger Mann einmal in Indonesien war, fuhren wir mit dem Zug zu einem Ort, drei Stunden von Jakarta entfernt. Er war voller Reisfelder, und die Bauern dort waren sehr dünn. Mawlānā Shaykh sagte: „Seht diese Menschen an; eine Handvoll Reis genügt ihnen für einen ganzen Tag.“ Allāh (ﷻ) hat in diese eine Handvoll Reis alles gelegt, was sie brauchen, damit sie leben und ihre Familien und Kinder versorgen können. Würde man sie zwingen, Tag und Nacht Hamburger zu essen, könnten sie sich nicht mehr bewegen.
Deshalb darf man nicht darauf schauen, was andere wollen, sondern darauf, was Allāh (ﷻ) will und was der Prophet (ﷺ) will. Allāh (ﷻ) und der Prophet (ﷺ) wollen dir das Beste geben und dich tun lassen, was du wirklich brauchst, nicht, was andere brauchen, um sich die Taschen zu füllen.
Freiwillige Sklaverei
Früher kamen sie und nahmen alles von hier, heute sind alle freiwillig ihre Sklaven geworden, ohne dass sie überhaupt kommen müssen. Früher fingen die Europäer Menschen und versklavten sie, Millionen über Millionen brachten sie nach Nord- und Südamerika und überallhin. Sie fingen sie, nahmen sie mit Gewalt und ließen sie nicht fliehen. Heute werfen sich die Menschen ins Meer; die Hälfte ertrinkt, die andere Hälfte erreicht Europa oder Amerika, wo sie schlecht behandelt werden und schlimmer dran sind als Sklaven. Den Sklaven von früher ging es besser als diesen Menschen heute. Heute gehen sie von selbst und sagen: „Nimm mich, ich werde dein Sklave sein, nimm mich.“
Subḥāna llāh"Ehre sei Gott.", Allāh (ﷻ) ist mit denen nicht zufrieden, die so handeln, weil sie glauben, jene Menschen seien ihnen überlegen. Doch vor Allāh (ﷻ) ist niemand überlegen außer dem, der Allāh (ﷻ) gehorcht und Ihn (ﷻ) fürchtet; dieser ist der Höchste. Ob Amerikaner, Afrikaner, Inder oder Europäer, sie haben nicht vier Beine oder zwei Nasen; alle sind gleich, denn Allāh (ﷻ) hat die ganze Menschheit gleich erschaffen.
Das Seltsamste ist: Wenn man auf die Landkarte schaut, sieht man, dass Allāh (ﷻ) den Muslimen die besten Länder gegeben hat. Es gibt auch andere Orte, aber die Länder, in denen Muslime leben, gehören überwiegend zu den besten und reichsten Orten der Welt, an denen man ein ganzes Leben ohne Probleme leben kann. Wenn die Menschen aber nicht auf Allāh (ﷻ) hören, Allāh (ﷻ) vergessen und das Jenseits vergessen wegen dieses dreitägigen weltlichen Lebens, lassen sie alles zurück und gehen an Orte, von denen sie nicht wissen, was sie und ihre Kinder dort erwartet.
Der Mann im Unterstand
Mawlānā Shaykh erzählte oft diese Geschichte von Sayyidunāunser Herr, unser Meister (Ehrentitel, bes. für den Propheten) ᶜĪsāJesus (as)„Auf ihm sei Frieden!“ auf seiner Reise. In alter Zeit gab es fromme Menschen, die in Höhlen oder Zelten lebten. Als er einmal vorüberging, sah er einen Mann, der unter einem kleinen Unterstand Allāh (ﷻ) anbetete, der ihn kaum vor dem Regen schützte und nur teilweise Schatten bot. Sayyidunā ᶜĪsā (as) fragte ihn: „Seit wie vielen Jahren bist du hier?“ Der Mann antwortete: „Siebenhundert Jahre.“ Damals lebten einige Menschen mit Allāhs (ﷻ) Erlaubnis sehr lange, obwohl viele andere nur dreißig oder vierzig Jahre alt wurden.
Sayyidunā ᶜĪsā (as) fragte ihn: „Du bist siebenhundert Jahre an diesem Fleck unter diesem Unterstand?“ Der Mann sagte: „Ja.“ Sayyidunā ᶜĪsā (as) fragte: „Warum hast du ihn nicht etwas größer gemacht, damit du es bequemer hast und weniger beengt bist?“ Der Mann erwiderte: „Das ist nicht nötig, denn meine Zeit ist fast vorbei, und wir sind nicht für immer hier.“ Sayyidunā ᶜĪsā (as) sagte ihm: „Am Ende der Zeit werden die Menschen nur siebzig oder achtzig Jahre leben, aber sie werden riesige Häuser und hohe Gebäude bauen, und selbst das wird ihnen nicht genügen; sie werden noch mehr wollen.“ Der Mann sagte: „Würde ich nur siebzig Jahre leben wie sie, würde ich mich in sajdahDie Niederwerfung niederwerfen und meinen Kopf nicht mehr heben, bis ich sterbe!“ So sind die Menschen, die für Allāh (ﷻ) leben.
Deshalb müssen wir alles wertschätzen, was Allāh (ﷻ) uns gegeben hat, und versuchen, den Ideen anderer nicht zu folgen. Ihre Ideen sind wirklich schrecklich, und die schlimmsten Ideen kommen von denen, die Muslime täuschen wollen. Unter Muslimen kann jeder getäuscht werden, jung oder alt. Wir müssen darauf achten, ihnen nicht zu folgen, denn wenn man den ersten Schritt tut, folgen schnell der zweite und der dritte, und es endet in einer wahren Katastrophe. Leider sehen wir das überall in den muslimischen Ländern. Weil den Jugendlichen die Erfahrung fehlt, wachen viele erst später auf und bereuen, was sie getan haben.
Kinder erziehen
Deshalb müssen wir auf unsere kleinen Kinder achten. Wie tun wir das? Zuerst müssen wir selbst ein gutes Vorbild für sie sein, denn wenn du kein gutes Vorbild bist, wie sollen sie dir folgen? Sie müssen sehen, dass du nicht einfach tust, was dein Ego begehrt. Wie der Prophet (ﷺ) uns lehrte: Je mehr wir uns von diesen neu erfundenen Bräuchen fernhalten, desto besser wird es sein. Die Absicht ist sehr wichtig, und möge Allāh (ﷻ) uns dabei helfen. Auch in kleinen Dingen sollst du, wenn du etwas begehrst, sagen: „Nein, das will ich nicht, denn es gefällt meinem Ego; mein nafsSeele wäre froh, das zu bekommen, zu tragen oder zu tun.“ Nach und nach wird das, in shāʾa llāh"So Gott will.", auch den Jugendlichen ein gutes Vorbild sein.
Es gibt auch einen wichtigen Grundsatz bei der Kindererziehung: Früher respektierten und gehorchten die Kinder ihren Müttern und Vätern. Heute ist es umgekehrt; alle im Haus, auch Mutter und Vater, gehorchen den Kindern. Was das Kind will, dazu sagen die Eltern: „Mach dir keine Sorgen, sei nicht traurig, ich gebe dir, was du willst, ein Spielzeug, ein Telefon oder einen Fernseher.“ Selbst wenn du vorhast, es ihnen zu kaufen, gib es nicht am selben Tag, sondern nach einer Woche oder einem Monat, damit sie seinen Wert lernen. Gibst du es ihnen sofort heute, wollen sie eine Stunde später etwas anderes und eine Stunde danach schon wieder etwas anderes. Ein Kind muss deshalb ein wenig Geduld und Mühe erfahren, um den Wert der Dinge zu lernen.
Ein verstorbener Freund von mir, raḥmatu llāhi ᶜalayh, erzählte eine Geschichte von einem sehr verwöhnten Jungen. Der Vater war verärgert darüber, wie verwöhnt er war, und sagte zu ihm: „Jeden Tag musst du arbeiten und mir ein Pfund bringen.“ Am ersten Tag bekam der Junge ein Pfund, ohne zu arbeiten, und brachte es seinem Vater, der ihm sagte: „Nimm diese Münze und wirf sie in die Toilette.“ Der Junge tat es ohne zu zögern. Am nächsten Tag geschah genau dasselbe, denn er war noch immer verwöhnt und hatte es nicht verdient. Am dritten Tag musste er tatsächlich von morgens bis abends arbeiten, um ein Pfund zu verdienen, und als er es nach Hause brachte, sagte der Vater wieder, er solle es in die Toilette werfen. Der Junge rief: „Was machst du? Ich habe den ganzen Tag dafür gearbeitet, wie kann ich es in die Toilette werfen?“ Das lehrte ihn den Wert, denn wenn etwas ohne Mühe kommt, kann man es ohne Zögern wegwerfen.
Diese Lehre brauchen die Kinder heute, weil sie alles haben und sich nie auch nur langweilen dürfen, mit einem Telefon in der Hand, vierundzwanzig Stunden am Tag. Früher langweilten wir uns manchmal, wenn es nichts zu tun gab, und das war für Kinder tatsächlich nützlich. Allāh (ﷻ) hat alles zu einem guten Zweck erschaffen, damit wir lernen, unser Ego und unser nafs zu beherrschen. Es ist sehr wichtig für dich selbst, für deine Kinder und für alle anderen, nicht allem nachzugeben.
Heute hören wir von Verrückten, die, sobald sie erfahren, dass ein neues Telefon herauskommt, schon drei Monate vorher ein Zelt vor dem Geschäft aufschlagen, nur um darauf zu warten. Sagt man ihnen aber, sie sollen zwei rakᶜahBeugung, Verbeugung beten, heißt es, das sei zu schwer. Subḥāna llāh, wir sind vollständig von unserem Ego beherrscht geworden.
Die Sehnsucht nach dem Mahdī
Wir sagen all das, und in shāʾa llāh genügt es, selbst wenn wir nur ein Prozent von dem anwenden, was wir sagen. Möge Allāh (ﷻ) euch segnen, uns schützen und uns Sayyidunā l-Mahdī (as) erreichen lassen, in shāʾa llāh. Wie Mawlānā Shaykh zu sagen pflegte, wird zu jener Zeit all diese Technologie verschwinden, ohne Telefone und ohne Technologie, und das Leben wird ohne sie viel besser sein, in shāʾa llāh. Danach wird auch die qiyāmah kommen, in shāʾa llāh.
Das Wichtigste ist jetzt, dass wir dringend brauchen, dass Sayyidunā l-Mahdī (as) kommt und der Unterdrückung ein Ende setzt, die von Nichtmuslimen und von Muslimen verübt wird. Manche Muslime unterdrücken auch Menschen und treiben sie vom Islam weg, indem sie wahre Muslime schikanieren und sagen: „Tu das nicht! Tu jenes nicht! Du bist ein kāfirUngläubiger, Gottesleugner; „jemand, der (die Wahrheit) bedeckt oder verbirgt“! Du bist ein mushrikGötzendiener, Polytheist!“ Deshalb beten wir und machen duᶜāʾAnrufung, Bitte, dass Allāh (ﷻ) Sayyidunā l-Mahdī (as) sendet, um auch das zu reinigen. Wir bitten nicht nur für uns selbst; al-ḥamdu li-llāh"Lob sei Gott!", "Gott sei Dank!", wir leben ohne Probleme, wir danken Allāh (ﷻ) für alles, und wir brauchen nichts, in shāʾa llāh. Danke, und möge Allāh (ﷻ) euch segnen.
Wa min Allāhi t-tawfiq"Und von Gott kommt der Erfolg.". al-fātiḥahEröffnung.



Schreibe einen Kommentar