Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm.
إِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ إِخْوَةٌ فَأَصْلِحُوا بَيْنَ أَخَوَيْكُمْ ۚ وَاتَّقُوا اللَّهَ لَعَلَّكُمْ تُرْحَمُونَ
Die Gläubigen sind doch Brüder. So stiftet Frieden zwischen euren Brüdern und fürchtet Allāh, auf dass euch Erbarmen zuteilwird.
Allāh (ﷻ), der Erhabene und Majestätische, sagt: Die Gläubigen sind Brüder und Schwestern. Wenn es Streitigkeiten zwischen diesen Brüdern und Schwestern gibt, dann versöhnt sie und stiftet Frieden zwischen ihnen, damit Allāh (ﷻ) euch Barmherzigkeit erweist.
Wer ist ein Muslim?
Heutzutage gibt es Menschen, die selbst Muslime sind, andere jedoch nicht als solche anerkennen. Sie sagen: „Nur wir sind wahre Muslime, die anderen nicht." Doch wer „Lā ilāha illā llāh, Muḥammadun Rasūlullāh" sagt, ist ein Muslim. Er mag sündig sein oder vom rechten Weg abgekommen sein, was auch immer der Fall sein mag – letztlich gilt er als Muslim. Auch ihm muss geholfen werden, sich zu bessern. Man muss die Streitigkeiten zwischen ihnen beilegen.
Doch diese Konflikte werden natürlich erst in der Endzeit vollständig verschwinden, wenn der Mahdī (as) erscheint. Dann wird es keine Probleme mehr geben. Dann wird der Jüngste Tag nahe bevorstehen. Ganz gleich, wie die Lage ist – es ist Allāhs (ﷻ) Gebot, die Muslime miteinander zu versöhnen. Wir müssen Frieden stiften, damit Allāh (ﷻ) uns Seine Barmherzigkeit erweist.
Wie gesagt, diese Menschen mögen Sünder sein oder vom Weg abgekommen sein. Doch solange sie „Lā ilāha illā llāh, Muḥammadun Rasūlullāh" sagen, müssen sie als Muslime betrachtet werden. Möge Allāh (ﷻ) uns bewahren.
Die Gefahr, den Glauben zu verlassen
Heute meinen manche unwissende Menschen, sie würden etwas Besonderes erreichen. Sie behaupten: „Wir haben die Religion verlassen", und tun allerlei Dinge. Möge Allāh (ﷻ) uns bewahren – doch in Wirklichkeit verlieren sie dabei sehr viel. Sie gewinnen absolut nichts dadurch. Sie befriedigen lediglich ihr eigenes Ego. Tatsächlich lassen sie sich von ihrem eigenen Ego zermalmen. Sie machen sich selbst zu Sklaven Shayṭāns. Anstatt Diener Allāhs (ﷻ) zu sein, werden sie zu Sklaven Shayṭāns. Für Allāh (ﷻ) ist man ein hingebungsvoller Diener, für Shayṭān jedoch ein gedankenloser Sklave. Deshalb muss man wirklich vorsichtig sein.
Wie gesagt, man sollte zumindest am Glaubensbekenntnis (kalimatu t-tawḥīd) festhalten. Hat man dieses verinnerlicht, ist der Rest leicht, ganz gleich, wie viele Sünden man begangen hat. Denn ein solcher Mensch wird am Ende unweigerlich Allāhs (ﷻ) Barmherzigkeit erlangen. Fällt er jedoch vom Glauben ab, dann wehe ihm! Möge Allāh (ﷻ) uns davor bewahren.
Gebildete Unwissende
Unter den jungen Menschen gibt es leider viele Unwissende. Je mehr sie lesen, desto unwissender werden sie. Sie bilden sich ein, etwas Großes zu erreichen. Sie laufen diesem oder jenem Philosophen oder Denker hinterher und kommen so vom Weg ab. Je mehr sie lesen, desto eingebildeter werden sie. Sie werfen ihren Eltern und der Gesellschaft Unwissenheit vor. Dabei sind sie selbst die wahrhaft Unwissenden. Wer Allāh (ﷻ), den Erhabenen und Majestätischen, nicht kennt, ist in Wahrheit vollkommen unwissend. Das sind die sogenannten „gebildeten Unwissenden". Je mehr sie lesen, desto tiefer stürzen sie in die Unwissenheit, werden immer ratloser und kommen völlig vom Weg ab. Möge Allāh (ﷻ) uns davor bewahren.
زَيَّنَ لَهُمُ الشَّيْطَانُ
Shayṭān ließ es ihnen schön erscheinen.
So macht Shayṭān es ihnen in ihren Augen verlockend. Er lässt diese falschen Ansichten in ihren Augen schön erscheinen. Dabei ist alles völlig grundlos. Deshalb: Solange man zumindest das Glaubensbekenntnis abgelegt hat, liegt alles Übrige – mit Allāhs (ﷻ) Erlaubnis – in Seiner Vergebung. Allāh (ﷻ) schenkt ihren Herzen alles erdenkliche Gute. Wer Allāh (ﷻ) jedoch nicht kennt, wird niemals Gutes finden. Möge Allāh (ﷻ) uns davor bewahren.
Sein Gesicht verdunkelt sich, und sein Herz wird trübe. Er wird zu einem ungeliebten Geschöpf. Möge Allāh (ﷻ) den Unwissenden Rechtleitung schenken und jene, die vom Weg abgekommen sind, auf den geraden Weg zurückführen, in shāʾa llāh. Möge Er sie rechtleiten.



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