Allāh (ﷻ) hat jenen aus der ummah unseres Propheten (ﷺ) vergeben, die Verfehlungen unbeabsichtigt, aus Vergessen oder unter Zwang begangen haben. Bei anderen Völkern war das nicht so. Dies ist eine Gnade, die unserem Propheten (ﷺ) gewährt wurde — und durch ihn (ﷺ) seiner ummah.
Unser Prophet (ﷺ) wurde mit dem Ruf „Meine ummah" auf den Lippen geboren, und am Tag des Gerichts wird er (ﷺ) für sie Fürsprache einlegen und rufen: „Meine ummah." Er (ﷺ) wird Allāh (ﷻ) um Vergebung für seine ummah bitten. Zur ummah unseres Propheten (ﷺ) zu gehören ist eine große Ehre. Wer ihren Wert erkennt, gewinnt; wer ihn nicht erkennt, verliert. Jene, die anderen Dingen nachjagen — die in den Fußstapfen derer wandeln, die nur für diese Welt leben —, werden nichts als Schaden davontragen. Sie werden in dieser Welt leiden, und im Jenseits wird ihr Leid noch größer sein. Darum danken wir Allāh (ﷻ) täglich für die Gnade, zur ummah unseres heiligen Propheten (ﷺ) zu gehören, indem wir das Dankgebet verrichten.
Vergebung für Vergessen und Zwang
Für das Vergessen wird keine Sünde aufgeschrieben — und ebenso keine Sünde für das, was unter Zwang getan wird. In der Vergangenheit und in der Gegenwart gab und gibt es vieles, was unter Zwang gegen die Religion verstoßend getan wurde. Der Unterdrücker glaubt, er gewinne etwas, indem er andere unterdrückt und zu seinem Willen zwingt. Doch Allāh (ﷻ) vergibt den Unterdrückten.
Besonders nach der osmanischen Zeit wurden in vielen Ländern Menschen unter Zwang zu religionswidrigen Handlungen gedrängt — Allāh (ﷻ) hat jenen vergeben, die dazu genötigt wurden, denn es geschah gegen ihren Willen. Jene hingegen, die es freiwillig taten, werden dafür zur Rechenschaft gezogen. Wem gedroht wurde — „Tu es, oder ich töte dich, erschieße dich, verletze dich, sperre dich ein" —, dem wurde diese Handlung vergeben. Möge Allāh (ﷻ) uns vor allem Bösen und aller Schlechtigkeit bewahren.
Die Fürsprache des Propheten
Wir danken Allāh (ﷻ) unaufhörlich dafür, Teil der ummah unseres Propheten (ﷺ) zu sein. Mögen wir zu jenen gehören, die den Wert dieser ummah erkennen, in shā’a llāh. Möge Allāh (ﷻ) uns alle vergeben. Möge Er (ﷻ) uns die Fürsprache des Propheten (ﷺ) gewähren. Ohne seine Fürsprache sind unsere Taten nichts — weder unsere ᶜibādah noch unsere Handlungen hätten Wert. Daher ist unser größtes Begehren, in shā’a llāh, die Fürsprache unseres Propheten (ﷺ) zu erlangen.
Diese Fürsprache wird — mit Erlaubnis Allāhs (ﷻ) — nur jenen gewährt, die darum bitten. Wer sagt „Meine Gottesdiensthandlungen reichen aus" und die Fürsprache des Propheten (ﷺ) nicht erbittet, begeht einen schweren Irrtum. Seine Lage im Jenseits wird sehr schwierig sein. Möge Allāh (ﷻ) uns alle davor bewahren. Möge Allāh (ﷻ) mit euch allen zufrieden sein.
Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.



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