Die Nachahmung des Propheten (ﷺ) erhöht den Rang
Die Wunder unseres Propheten (ﷺ) sind zahllos. Alles, was er sagte und tat, ist sunnah für uns. Wer ihn sich zum Vorbild nimmt und ihm nacheifert, wird zu einem Diener, der bei Allāh (ﷻ) den höchsten Lohn erlangt – dadurch wird der Mensch in seinem geistigen Rang erhöht. Es ist für jeden eine Pflicht, unserem Propheten (ﷺ) Respekt zu erweisen; je mehr ihr ihn ehrt, desto mehr werdet ihr gewinnen.
Ein Wunder in der Gegenwart des Propheten (ﷺ)
Manchmal fragt man sich: Wie lebten unser Prophet (ﷺ) und seine Gefährten? Genau aus diesem Grund werden Bücher geschrieben – das Leben und die Eigenschaften unseres Propheten (ﷺ) wurden unter dem Namen shamāʾil sharīf niedergeschrieben und überliefert. Dazu haben wir kürzlich einen edlen ḥadīth gehört, der von einem überaus gewaltigen Ereignis berichtet.
Die edlen Gefährten berichten: Sie verrichteten das Morgengebet, danach bestieg unser Prophet (ﷺ) die Kanzel und hielt bis zum Mittag eine Ansprache voll wunderschöner Worte. Zum Mittag stieg er herab und leitete das Gebet, bestieg die Kanzel erneut und sprach bis zum Nachmittag, wieder in derselben gesegneten Weise. Zur Nachmittagszeit stieg er herab und leitete das Gebet, bestieg die Kanzel abermals und sprach bis zum Abend weiter. Nachdem er das Abendgebet geleitet hatte, sprach er auf dieselbe Weise bis zum Nachtgebet weiter.
Wenn man das hört, wird einem klar, dass ein gewöhnlicher Mensch dazu gar nicht in der Lage wäre. In dieser Ansprache erklärte unser Prophet (ﷺ) alles bis ins kleinste Detail – vom Anbeginn bis zum Ende der Welt und alles, was im Jenseits existiert. Die edlen Gefährten sagten: „Wer es auswendig lernen konnte, der lernte es auswendig, und wer es verstand, der behielt es im Gedächtnis.“ Natürlich ließ Allāh (ﷻ) nur das, was für die Menschen notwendig war, im Gedächtnis der Gefährten verbleiben; das Übrige erzählte er, damit die Anwesenden es hörten und Zeugen dieses Wunders wurden.
Während all dieser Stunden wurde weder gegessen noch getrunken. Allein weil sie sich in der gesegneten Gegenwart unseres Propheten (ﷺ) befanden, dachten die Gefährten nicht im Geringsten an Essen oder Trinken – wer bei ihm verweilte, brauchte sonst nichts. Denn diese Zusammenkunft war durch und durch geistig; alle weltlichen Bedürfnisse des Körpers wurden allein durch diese Geistigkeit gestillt. Wie bereits erwähnt, sind die Wunder unseres Propheten (ﷺ) wahrlich zahlreich, und dies war eines von ihnen: Das Gefühl, sich in seiner Versammlung zu befinden, war weitaus wertvoller als Essen, Trinken und alles andere.
Zugleich bedeutet das Prophetentum (nubuwwah) auch, von der Zukunft zu berichten. Unser Prophet (ﷺ) erklärte dort alles im Detail – von jenem Tag an bis hin zum Paradies und zur Hölle. Wäre all das in jenem Moment niedergeschrieben worden, läge es heute offen zutage. Doch Allāh (ﷻ) lässt uns das wissen, was Er uns wissen lassen will, und lässt uns das vergessen, was Er verborgen halten will.
Alles, was der Prophet (ﷺ) tat, ist Vorbild
Dank sei Allāh (ﷻ): Alles, was uns unser Prophet (ﷺ) gesagt hat, dient unserem Nutzen und unserer barakah – all seine Worte, ḥadīthe und Taten sind sunnah. Heutzutage tauchen manchmal Leute auf, die sich für besonders schlau halten und behaupten: „Nein, so war die sunnah nicht, manches ist sunnah, anderes wiederum nicht.“ Dabei ist ausnahmslos alles, was unser Prophet (ﷺ) gesagt und getan hat, sunnah.
Wie glücklich darf sich schätzen, wer dies in die Tat umsetzt: Wer in der Endzeit die sunnah lebt, erhält den Lohn von hundert Märtyrern. Shayṭān aber will nicht, dass ihr diesen Lohn erlangt; deshalb flüstert er den Menschen Zweifel ein und lässt sie sagen: „Dies ist sunnah, und jenes ist keine sunnah.“ Doch alles, was unser Prophet (ﷺ) tat, ist sunnah, und ihn sich zum Vorbild zu nehmen, ist ein enormer Gewinn.
Möge Allāh (ﷻ) uns gewähren, ebenfalls diesen Weg zu beschreiten. In shāʾa llāh ist es unsere feste Absicht, seine sunnah nach besten Kräften umzusetzen.



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