Bittet Menschen mit einem freundlichen Antlitz
Es wird von unserem Propheten (ﷺ„Gott segne ihn und schenke ihm Heil!“) überliefert: Wer um etwas Gutes bitten möchte, der soll es bei Menschen mit einem freundlichen, strahlenden Antlitz suchen – bei Menschen mit reinen Herzen. Ein mürrisches Gesicht gibt nur widerwillig; darum schenkt Allāharabischer Name Gottes (ﷻ“Möge sein Ruhm groß sein.") denjenigen, die Gutes tun, auch ein schönes Antlitz.
Ebenso wird berichtet, dass er (ﷺ) dazu ermutigte, sich bei jeder Bitte um Hilfe oder eine gute Tat an Menschen mit einem schönen Antlitz zu wenden. War doch das gesegnete Antlitz unseres Propheten (ﷺ) ohnehin das schönste von allen – so sollte man diejenigen aufsuchen, die wie er eine freundliche, gütige Wesensart in ihrem Gesicht tragen.
Verschwiegenheit bewahrt vor Neid
Ein weiteres bedeutsames Wort mahnt: Wer ein Vorhaben verwirklichen will, suche Allāhs (ﷻ) Hilfe und Erfolg in der Verschwiegenheit, denn jeder, der gesegnet ist, wird beneidet. Die meisten Menschen handeln heute jedoch genau umgekehrt: Man teilt jeden Schritt sofort mit allen, selbst die belanglosesten Dinge, und wundert sich hinterher, warum nichts gelingen will – dabei ist es der Neid, der einem Vorhaben zusetzt.
Wer ständig zeigt, was er unternimmt und plant, setzt sich fortwährend dem Neid der anderen aus, und danach geht nichts mehr, wie es sollte. Genau das ist shayṭāns Falle. Darum: Erledigt eure Angelegenheiten still – am Ende zieht ihr selbst den Nutzen daraus. Würde man dies allein beherzigen, wäre den Menschen heute schon sehr geholfen.
Und wer dies beherzigt, soll sich zugleich nicht ständig in die Angelegenheiten anderer einmischen, sondern sagen: „Möge Allāh meinem Bruder Erfolg schenken." Gelingt dessen Vorhaben, gelingt auch das eigene – Allāh (ﷻ) schenkt einem sogar noch mehr. Man beneide niemanden um irgendetwas und dränge sich nicht auf mit Fragen wie „Was machst du gerade, woran arbeitest du?", sondern lasse den anderen in Ruhe und bete stattdessen: „Möge Allāh ihm Erfolg schenken, ihn von niemandem abhängig machen und ihn Gutes tun lassen."
Wendet euch mit euren Anliegen an die Barmherzigen
Weiter wird berichtet: Wer ein Anliegen hat, wende sich an die Barmherzigen aus seiner ummahNation, Volk, denn dadurch wird man versorgt und findet Erfolg – es heißt, Allāh (ﷻ) habe gesagt, Seine Barmherzigkeit ruhe auf den Barmherzigen unter Seinen Dienern. Durch sie wird man versorgt, und ihr Segen kommt einem zugute.
Von Menschen mit hartem Herzen hingegen solle man nichts erbitten, denn von ihnen kommt kein Nutzen, kein Segen und nichts Gutes – selbst wenn sie wohlhabend sind, ist es besser, ihnen fernzubleiben und sich vor ihnen nicht zu erniedrigen. Auf ihnen ruht Allāhs (ﷻ) Unwille, und so ist von ihnen ohnehin nichts Gutes zu erwarten.
Mit Würde bitten
Ebenso wird überliefert: Wer etwas braucht, solle sein Anliegen mit Würde und Selbstachtung vorbringen, denn alles geschieht so, wie es vorbestimmt ist. Man muss sich vor niemandem erniedrigen; wer sich hingegen sehr klein macht und unterwürfig bettelt, handelt entgegen diesem Rat.
Vergesst nicht: Alles geschieht genau so, wie es bestimmt wurde. Ist einem etwas bestimmt und will Allāh (ﷻ) es, erhält man es ohnehin; ist es nicht bestimmt, nützt alles Bitten bei den Menschen nichts. Darum verneigt euch vor niemandem – fleht einzig und allein zu Allāh (ﷻ).
Unter dem Schutz der Barmherzigen leben
Auch dies wird berichtet: Wer Gutes sucht, wende sich an die Barmherzigen aus der ummah, um unter ihrem Schutz zu leben, denn Allāhs (ﷻ) Barmherzigkeit ruht auf ihnen; wer bei ihnen bleibt, kommt selbst unter den Schutz dieser Barmherzigkeit. Sie sind sanftmütige, gütige Menschen.
Von den Hartherzigen hingegen erbitte man gar nichts und meide sie – wer bemerkt, dass jemand schroff und hartherzig ist und bei einer Bitte barsch abweist, der halte sich gänzlich fern von ihm, denn solche Menschen ziehen Allāhs (ﷻ) Unwillen auf sich. Selbst wer zu ihnen geht, kehrt mit leeren Händen zurück und hat sich vergeblich bemüht.
Die Menschen des Guten, hier und im Jenseits
Zuletzt wird eine ausführlichere Überlieferung angeführt: Allāh (ﷻ), der Erhabene, habe das Gute erschaffen und dafür Menschen bestimmt, denen Er die Liebe zum Guten und zu seinem Tun ins Herz gelegt hat. So wie Er das Wasser in ödes Land lenkt, um es und seine Bewohner zu beleben, so lenkt Er auch die Suchenden zu diesen Wohltätern. Wer in dieser Welt zu den Menschen des Guten gehört, gehört auch im Jenseits zu ihnen.
Wer in dieser Welt Gutes tut, dessen Lohn im Jenseits ist Gutes; wer Gutes verbreitet, gehört zu den Bewohnern des Paradieses. Möge Allāh (ﷻ) uns alle zu ihnen zählen, in shāʾa llāh"So Gott will.". Und diese Wohltäter sind, gepriesen sei Allāh (ﷻ), die Menschen der ṭarīqahWeg, Pfad, Methode. Es gibt viele Muslime auf der Welt, doch jeder weiß genau, wer die wahrhaft Hartherzigen sind. Möge Allāh (ﷻ) uns vor ihnen bewahren und uns fern von ihnen halten.
Wa min Allāhi t-tawfiq"Und von Gott kommt der Erfolg.". al-fātiḥahEröffnung.



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