Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm.
وَأَنفِقُوا مِن مَّا رَزَقْنَاكُم مِّن قَبْلِ أَن يَأْتِيَ أَحَدَكُمُ الْمَوْتُ فَيَقُولَ رَبِّ لَوْلَا أَخَّرْتَنِي إِلَىٰ أَجَلٍ قَرِيبٍ فَأَصَّدَّقَ وَأَكُن مِّنَ الصَّالِحِينَ
Und gebt aus von dem, womit Wir euch versorgt haben, bevor den einen von euch der Tod kommt und er sagt: „Mein Herr, wenn Du mich doch noch eine kurze Zeit aufschieben würdest, dann würde ich Almosen geben und zu den Rechtschaffenen gehören.”
Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīm.
Allāh (ﷻ) sagt: Gebt aus von dem, womit Wir euch versorgt haben. Lasst es euch selbst und anderen zugutekommen.
Vorräte anlegen und teilen
Immer wieder fragen unsere Geschwister: „Sollen wir Vorräte zu Hause anlegen? Wie viel sollen wir aufbewahren? Was tun wir?" Mawlānā Shaykh Nāẓim empfahl, stets Lebensmittel zu Hause zu haben. Möge Allāh (ﷻ) uns schützen – es kann jederzeit etwas geschehen. Man soll daher immer Vorräte für vierzig Tage oder zwei Monate vorhalten.
Manche sagen: „Das Essen verdirbt." Dann gib es den Armen und Bedürftigen, bevor es verdirbt. Du sorgst damit für dich selbst, und das, was du nicht mehr willst, kommt vielen zugute, die es gerne annehmen. So folgt man auch in dieser Hinsicht dem Wort Mawlānā Shaykh Nāẓims: Man legt rizq für jene Menschen an. Die Menschen früherer Zeiten kauften in Dörfern einmal im Jahr Mehl, Salz und Öl – entweder am Ende des Jahres oder wenn sie ihre eigenen Erträge verkauft hatten. Das reichte ihnen für ein ganzes Jahr. Das tägliche Einkaufen wie heute war nicht üblich.
Verschwendung und ihre Folgen
Heute druckt man Ablaufdaten auf alles. Sobald das Datum verstrichen ist, wird sofort weggeworfen. Das ist eine Torheit. Auf Salz steht ein Ablaufdatum – dabei passiert Salz auch nach tausend Jahren nichts. Dasselbe gilt für Honig. Bei vielen Dingen ist das Wegwerfen reine Verschwendung. Und selbst wenn das Datum überschritten ist: Gib es vorher an Arme weiter. Denn Bedürftige schauen auf solche Dinge genauer als Reiche. Man sieht, wie Dinge wegen abgelaufenem Datum in den Müll geworfen werden, obwohl die Menschen sie gut nutzen könnten. Die meisten Lebensmittel sind auch ein oder zwei Jahre nach dem Ablaufdatum noch verwendbar; nur bestimmte Dinge verderben wirklich schnell.
Diese Verschwendung hat Folgen: barakah geht verloren, die Versorgung des Einzelnen und des Landes nimmt ab. Inflation und wirtschaftliche Krisen entstehen durch Verschwendung. Wenn die Menschen nur kaufen, was sie wirklich brauchen, und nichts verschwenden, wird kein Land in Not sein und es wird keine Armut geben. Die Wirtschaftslehren des Westens aber sagen: „Je mehr du ausgibst, desto besser ist die Wirtschaft." Man kauft und verkauft – doch wenn dabei Güter vernichtet werden, ist das kein Gewinn. Preise sind gestiegen, Geld ist knapp, und niemand weiß mehr, was zu tun ist.
Die gebende Hand ist besser
Die Lösung kommt mit Allāhs (ﷻ) Erlaubnis. All diese Wirtschaftsprobleme werden sich mit Mahdī (as) bessern – denn die Menschen haben alles ruiniert. Was auch immer man anpackt, es funktioniert nicht, und es gibt niemanden, der es wirklich reparieren kann.
Daher: Gebt aus für das Gute. Die weltliche Lage ist ungewiss. Halte Vorräte für einen oder zwei Monate. Wenn sie alt werden, gib sie an die Armen, damit sie Nutzen davon haben. Du wirst dafür belohnt werden, und ihr rizq wird durch deine Hände zu ihnen gekommen sein. Allāh (ﷻ) ist ar-Razzāq – doch Er (ﷻ) gibt manchen Menschen durch die Hände anderer, um allen Nutzen zu bringen. Das ist eine große Gnade Allāhs (ﷻ). Die Bedürfnisse anderer zu decken ist ein großer Gewinn für dich – eine Gunst Allāhs (ﷻ) dir gegenüber.
Die gebende Hand ist besser als die nehmende Hand – so sagt es der Prophet (ﷺ) in einem Ḥadīth sharīf. Möge Allāh (ﷻ) uns immer gebende Hände schenken, in shāʾa llāh. Möge Er (ﷻ) uns stets barakah geben und möge der Dienst für Allāh (ﷻ) und die großzügige Art Mawlānā Shaykh Nāẓims sich überall verbreiten, in shāʾa llāh.
Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.



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