Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm"Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Gnädigen.".
لَا يُكَلِّفُ اللَّهُ نَفْسًا إِلَّا وُسْعَهَا
Allāh erlegt keiner Seele mehr auf, als sie zu tragen vermag.
Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīmAllāh, der Erhabene, hat die Wahrheit gesprochen..
Allāharabischer Name Gottes (ﷻ“Möge sein Ruhm groß sein.") verlangt von unsVertrautheit, Geborgenheit in Gott nur, was wir zu leisten imstande sind. Das sind das Gebet, das Fasten, die zakāhAlmosen und die Pilgerfahrt – Gottesdienste, die ein Mensch mühelos erfüllen kann. Er (ﷻ) hat sie uns auferlegt, und jeder muss diese Pflichten für sich selbst erfüllen. Niemand sonst kann es für euch tun – es sei denn, ihr seid krank. Doch selbst für den Kranken gibt es Erleichterungen, damit er es auf seine eigene Weise bewältigen kann.
Ihr verrichtet es selbst. Krankheit oder triftige Gründe sind Ausnahmen, doch normalerweise ist es für einen Menschen überhaupt nicht schwer. Schließlich bewältigt man im Alltag weit anstrengendere Dinge. Nichts davon bereitet Mühe. Doch wenn es um das Gebet geht, herrscht Trägheit, und man betet nicht.
Versprecht nichts, was ihr nicht halten könnt
Und noch etwas: Gebt ihr ein Versprechen, verpflichtet euch zu etwas oder übernehmt eine Aufgabe – versprecht niemals etwas, das ihr nicht halten könnt. Genau darauf kommt es an. Niemand zwingt euch, ein Versprechen zu geben. Anstatt vorschnell zu sagen: „Ich mache das", solltet ihr innehalten: „Lass mich zuerst nachdenken. Kann ich das wirklich schaffen? Ist es machbar, oder werde ich am Ende mein Wort brechen?"
Trefft deshalb keine vorschnellen Entscheidungen. Macht dem anderen keine falschen Hoffnungen. Bringt euch nicht in die Lage, wie ein Heuchler dazustehen. Denn die kennzeichnendste Eigenschaft eines Heuchlers ist, dass er seine Versprechen bricht. Leider reden viele unserer Leute vorschnell, lassen sich mitreißen, versprechen das Blaue vom Himmel – und können es am Ende nicht halten. In diesem Moment lädt man schwere Schuld auf sich.
Allāh (ﷻ) sagt selbst, dass Er (ﷻ) niemandem mehr auferlegt, als er zu tragen vermag. Erlegt euch also auch selbst keine Pflichten auf, die eure Kraft übersteigen. Dazu seid ihr nicht verpflichtet. Eure tatsächlichen Pflichten sind die fünf Gebete, das Fasten, die zakāh und der ḥajjPilgerfahrt. Die fünf täglichen Gebete und das Fasten gelten für jeden; die beiden anderen nur für jene, die über das nötige Geld dafür verfügen. Nur das ist verbindlich. Darüber hinaus habt ihr niemandem gegenüber eine Verpflichtung.
Niemand zwingt euch, große Reden zu schwingen, Versprechen zu geben und dann euer Wort zu brechen. Denn es scheint, als würden heute neunundneunzig Prozent der Menschen ihr Wort nicht mehr halten. Wir raten stets: Einigt ihr euch auf etwas, haltet es schriftlich fest. Doch selbst das Schriftliche hilft oft nicht mehr, denn viele sind es gewohnt, große Reden zu schwingen: Sie geben nur leere Versprechen und denken: „Klappt es, gut – klappt es nicht, was kümmert mich das?" Ein solches Verhalten ist völlig inakzeptabel.
Werdet nicht zu einem Heuchler – Allāh (ﷻ) bewahre! Sagt nur bei Dingen, die ihr wirklich bewältigen könnt: „Mein Bruder, das übernehme ich."
Aus Scham erpresste Versprechen
Manchmal jedoch wird man auch von der anderen Person stark bedrängt. Dazu heißt es:
مَا أُخِذَ بِالْحَيَاءِ فَهُوَ حَرَامٌ
Was jemandem aus Scham abgerungen wird, ist unrechtmäßig.
Was jemandem aus Verlegenheit oder Scham abgerungen wird, ist unrechtmäßig. Es ist eine Sünde – man darf so etwas nicht tun. Man bedrängt jemanden so lange, bis er aus Scham nachgibt und zustimmt. Kann er es dann nicht halten, lädt er Schuld auf sich und hat sein Wort gebrochen. Doch die eigentliche Sünde liegt in diesem Fall bei demjenigen, der ihn durch Beschämung dazu gezwungen hat. Die Verhältnisse kehren sich um.
Eile gehört nur zu guten Taten
Allāh (ﷻ) hat uns Verstand und die Fähigkeit gegeben, vorher nachzudenken. Eile ist von shayṭānTeufel. Eile gehört allein zu guten Taten. In allen anderen Angelegenheiten muss man warten, überlegen, die Dinge gründlich abwägen und erst mit Bedacht entscheiden. Möge Allāh (ﷻ) uns standhaft halten, damit wir zu jenen gehören, die ihr Wort halten, in shāʾa llāh"So Gott will.". Möge Er (ﷻ) uns davor bewahren, zu den Heuchlern zu gehören, in shāʾa llāh.
Wa min Allāhi t-tawfiq"Und von Gott kommt der Erfolg.". al-fātiḥahEröffnung.



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