Der Wunsch des Gläubigen ist das Glück in beiden Welten – die saᶜādatu d-dārayn. Er wünscht und erhofft sich Glück. Dies ist das duᶜāʾ des Gläubigen. Im Jenseits werden die Gläubigen glücklich und zufrieden im Paradies sein – das verstehen wir. Doch wie kann man in dieser Welt glücklich sein?
Wer dem Weg Allāhs (ﷻ) folgt, Seinen (ﷻ) Geboten gehorcht und den Geboten unseres Propheten (ﷺ) – das ist das wahre Glück. Für solche Menschen gibt es weder Trauer noch Angst, denn diese Welt dauert nicht sehr lange; Tage und Jahre vergehen schnell. Standhaft zu bleiben, auf dem Weg der Wahrheit zu gehen – das ist das größte Glück. Und wenn auch die Menschen um einen herum – Familie, Kinder, Geschwister, Freunde – auf demselben Weg sind, ist das das allerhöchste Glück.
Glück in dieser Welt
Gewiss ist diese Welt ein Prüfungsort. Niemand möchte geprüft werden – die Prüfung ist nicht leicht. Selbst Kinder fürchten sich vor Prüfungen und wissen nicht, was sie erwartet. Doch für den Gläubigen ist diese Prüfung leicht. Für den Ungläubigen hingegen ist es ein sehr schwerer Prüfungsort, an dem all seine Werke vergebens sein werden. Das größte Übel ist jenes, das ein Mensch sich selbst antut – nicht was er anderen antut, sondern sich selbst.
Allāh (ﷻ) hat dem Menschen freien Willen geschenkt und Gebote gesandt. Mit diesem freien Willen und diesen Geboten kann der Mensch auf dem Weg der Wahrheit bleiben. Wer diesen Weg geht, wird glücklich sein – saᶜādah bedeutet Glück, und dieses Glück besteht sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits.
Es gibt viele Menschen in dieser Welt, die behaupten, Muslime zu sein. Manche schämen sich sogar, dies zu sagen – vor Menschen höheren Ranges, vor jemanden, der religiöser ist, oder in anderen Ländern. Sie schweigen. Sie meinen, sie täten damit etwas Gutes. Doch was sie tun, ist schädlich; es ist keine gute Sache. Allāh (ﷻ) ist zufrieden mit denjenigen, die auf Seinem (ﷻ) Weg sind – man soll sich nicht schämen, Muslim zu sein.
Glück im Jenseits
Das Jenseits ist kein leichter Ort. Selbst wenn ein Mensch hundert Jahre in dieser Welt gelebt hat, mag er sagen, er habe lange gelebt. Doch im Jenseits sind hundert Jahre nichts – für jene, die keine Gläubigen sind oder die Muslim sind, aber nicht auf dem Weg Allāhs (ﷻ) gehen. Es gibt Menschen, die im Jenseits hundert, fünfhundert, tausend oder sogar hunderttausend Jahre stehen werden. Es ist also wahrlich keine leichte Sache.
Um im Jenseits glücklich zu sein, muss man in dieser Welt auf dem Weg Allāhs (ﷻ) sein und auf dem Weg unseres Propheten (ﷺ). Man muss ihn (ﷺ) lieben, ihm (ﷺ) Ehrfurcht entgegenbringen und seine (ﷺ) Fürsprache erbitten. Dann wird man mit Allāhs (ﷻ) Erlaubnis im Jenseits das Paradies erreichen, ohne dass auch nur ein einziger Tag vergeht. Man wird vom ḥawḍu l-kawthar trinken und mit unserem Propheten (ﷺ) ins Paradies eintreten.
Selbst wenn jemand das in dieser Welt nicht getan hat – selbst wenn er erst nach tausend oder fünftausend Jahren eintritt –, ist er noch im Vorteil, solange er īmān hatte. Denn er wird schließlich eintreten. Diejenigen aber, die keinerlei īmān besitzen, fügen sich selbst den größten Schaden zu. Möge Allāh (ﷻ) uns schützen und uns Glück in dieser Welt und im Jenseits gewähren, in shāʾa llāh.
Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.



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