Dank sei Allāh (ﷻ). Unsere Naqshbandī-Ṭarīqah bedeutet den Weg unseres Heiligen Propheten (ﷺ). Sie ist der Weg, der zu ihm (ﷺ) führt. Was immer für gute Sitten und Eigenschaften er (ﷺ) hatte – wir streben danach, ihm (ﷺ) nachzuahmen und ihm ähnlich zu sein. Möge Allāh (ﷻ) es annehmen.
Das Ende des gesegneten Ramaḍān
Heute ist der letzte Tag des gesegneten Monats. Und morgen müssen wir, wie es üblich ist, nach dem Mond Ausschau halten. Da es nun jedoch ungewiss ist, wo man schauen und prüfen soll, folgen wir in dieser Angelegenheit ūlū l-amr, der Obrigkeit, was auch immer sie bestimmt. Möge dieser Tag mit Barakah vergangen sein. Und mögen die nächsten Ramaḍāne noch schöner werden, in shāʼa Llāh.
Damit sie besser werden, muss es Gerechtigkeit und Güte in dieser Welt geben. Wir müssen Allāh (ﷻ) anbeten. Jeder muss anbeten, damit diese Welt besser und schöner wird.
Das Warten auf den Mahdī ist Gottesdienst
Das wird nur mit dem Mahdī (as) geschehen. Wie Mawlānā Shaykh Nāẓim zu sagen pflegte – in shāʼa Llāh warten wir auf ihn. Warten ist ebenfalls eine Anbetung. Es geht nicht umsonst dahin; es trägt viel Thawāb. Jeder, der aufrichtig wünscht, dass diese Unterdrückung ein Ende nehme und dass sich diese Welt verändere, wird dafür belohnt.
Man hat alle Methoden versucht und alle Arten von Verderbnis begangen. Nichts hat geholfen. Was helfen wird, ist allein der Islām, der Weg der Wahrheit. Dieser heilige Ramaḍān ist gekommen und gegangen. So viele Ramaḍāne sind gekommen und gegangen. In shāʼa Llāh werden mit dem Mahdī (as) noch mehr kommen, denn wir haben das Ende der Zeit dieser Welt erreicht.
Allāhs unendliche Schöpfung
Alles hat seine Zeit. Allāh (ﷻ) hat für diese Welt und alles, was sie enthält, eine bestimmte Zeit festgelegt. Sogar Planeten, sogar Sonnen – wenn die Zeit für alles abgelaufen ist, werden sie vergehen. Und Allāh (ﷻ) erschafft von neuem. Die einen gehen zu Ende, doch Allāh (ﷻ) erschafft mehr. Es ist die Sunnah Allāhs (ﷻ), stets zu erschaffen. Er (ﷻ) ist al-Khallāq – der ewig Erschaffende.
Wir Menschen fragen uns, ob es anderswo Geschöpfe gibt. Selbstverständlich gibt es sie. Die Geschöpfe Allāhs (ﷻ) sind unzählbar – nur Allāh (ﷻ) weiß es. Wir wissen es nicht. Möge dieser ᶜīd gesegnet sein, in shāʼa Llāh. Möge er voller Barakah sein.
Der Segen des ᶜīd: Vergebung und Versöhnung
Zu Ehren des ᶜīd sollten die Muslime, Familien und Verwandten, Brüder und Schwestern einander vergeben. Sie sollten sich gegenseitig die Fehler vergeben. Gibt es Großes zwischen ihnen, so weiß Allāh (ﷻ) es. Er (ﷻ) wird sie gewiss bestrafen oder begnadigen – alles liegt in den Händen Allāhs (ﷻ). Nichts geht verloren.
Man sollte keine großen Streitigkeiten haben. Und bei kleinen Dingen einander zu vergeben und sich zum Anlass des ᶜīd zu versöhnen – das ist gut mit Allāhs (ﷻ) Erlaubnis. Allāh (ﷻ) wird euch dafür belohnen. Das ist einer der Segnungen des ᶜīd, und dieser Segen geht nicht verloren; sein Lohn ist groß.
Möge Allāh (ﷻ) uns mehr ᶜīd-Tage erleben lassen. Möge Allāh (ﷻ) uns solche ᶜīd-Tage schenken, ohne dass wir jemanden unterdrücken, ohne dass wir jemandem gram sind und ohne dass wir jemandes Herz brechen. Falls das Herz von jemandem gebrochen ist, möge Allāh (ﷻ) ihm Liebe schenken. Möge Er (ﷻ) uns alle vergeben, in shāʼa Llāh.
Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.



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