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Keine Spiritualität ohne gesetzliche Regelungen

Lesedauer: 2m 11s

Vortrag von

shaykh Muḥammad ᶜᾹdil ar-rabbānī
gehalten am 
11. Februar 2016
 / 
2 Jumada al-Awwal 1437
 in Akbaba

As-salāmu alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh.

Aᶜūdhu billāhi mina sh-shayṭāni r-rajīm.
Bismillāhi r-raḥmāni r-raḥīm.

Aṣ-ṣalātu wa s-salāmu ᶜalā Rasūlinā Muḥammadin,
Sayyidi l-awwalīna wa l-ākhirīn.

MadadRasūluLlāh,
madad yā Sādātī Aṣḥābi RasūlaLlāh,
madad yā Mashāyikhanā,
dastūr Mawlānā Shaykh ᶜAbd Allāh al-Fāʾiz ad-Dāghistānī,
Shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī.
Madad.

Ṭarīqatunā ṣ-Suḥbah wa l-Khayru fi l-Jamᶜiyyah.

Die Religion Gottes (awj) begann mit Adam (as) und sie fand ihre Fortsetzung bis zu unserem Heiligen Propheten Muḥammad (ṣaws). Die letzte Religion ist die Religion des Islām. Das Gesetz Moses (as) war für die äußeren Angelegenheiten sehr wichtig. Als Jesus (as) kam, appellierte er mehr an die Spiritualität. Weil die Menschen die Religion zu jenem Zeitpunkt in eine trockene Sache verwandelt hatten, ohne Berücksichtigung der Spiritualität. Sie hatten die Religion geändert.

Die Juden hatten die Religion entsprechend ihrer eigenen Vorstellungen verändert, und am Ende, blieb eine solch trockene Sache übrig. Deshalb sandte Allāh (awj) den Propheten Jesus Christus (as). Jesus Christus (as) betrachtete nie die gesetzlichen Anordnungen, sondern schaute auf die spirituelle Seite. Gott sei Dank, gibt es im Islām beides. Es gibt die Spiritualität und das Gesetz.

Es kann keine Spiritualität ohne gesetzliche Regelungen (Sharīᶜa) geben. Eine Person kann also nicht aufstehen und sagen: „Für mich zählt nur Spiritualität, vergesst die Gesetze.“ Wenn jemand das sagt, wird er vom rechten Weg abkommen und andere Menschen auf den falschen Weg führen. So etwas kommt von Faulheit, und Faulheit kommt vom Ego und vom Teufel (Shayṭān). Faulheit ist eine böse Krankheit. Lernen in dieser Sache ist notwendig und es ist keine Schande zu fragen, wenn man etwas nicht weiß. Es ist keine Schande zu fragen. Man sagt: „Fragen ist die Hälfte des Wissens.“ Ihr arbeitet und ihr macht Gottesdienst. Wenn ihr es so macht, dann ist Arbeit auch eine Form von Gottesdienst. Ihr könnt nicht sagen: „Wir machen nur Gottesdienst.“ Wenn ihr arbeitet, dann wird dies ebenfalls als großartiger Gottesdienst angesehen. Es ist auch Gottesdienst, wenn ihr an Gott glaubt und euren Lebensunterhalt verdient.

Wie wir es bereits sagten, die Religion des Islām verlangt alles zusammen. Das Gesetz des Propheten Moses (as) gebot, Arbeit und Dienst. Die Spiritualität kam zu Bedeutung durch Jesus (as). Aber, weil die Religion des Islām die letzte ist, vereint sie alle Religionen in sich, nicht einzelne, separate Teile, sondern allumfassend. Was getan werden muss, wurde von Allāh (jj) durch seinen Propheten Muḥammad (ṣaws) gezeigt. Dies zu tun, ist eine Pflicht, obligatorisch. Zu tun, was Allāh sagt, ist Pflicht.

Daneben gibt es natürlich die Sunnah und die empfohlenen Dinge. Je mehr Leute davon tun können, desto mehr ist es zu ihrem Nutzen. Allāh (jj) braucht uns nicht. Für die Gemeinschaft ist es gut, wenn du es tätest. Und wenn die Gemeinschaft gut ist, dann ist es wiederum gut für dich.

Statt angstvoll unter schlechten Leuten zu sitzen, würde es für jeden angenehmer sein, wenn die Gemeinschaft gut und rein ist. Möge Allāh jedem gewähren, das zu praktizieren, was die Religion des Islāms anordnet, inshāʼllāh.

Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.

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