Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm"Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Gnädigen.".
وَالْفَجْرِ وَلَيَالٍ عَشْرٍ
Beim Morgengrauen und bei den zehn Nächten!
Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīmAllāh, der Erhabene, hat die Wahrheit gesprochen..
Die zehn heiligen Nächte des Dhū l-ḤijjahMonat der Pilgerfahrt beginnen in dieser Nacht, in shā'a llāh. Allāharabischer Name Gottes (ﷻ“Möge sein Ruhm groß sein.") schwört bei ihnen — und sie zählen zu den gesegnetsten Nächten des ganzen Jahres.
Die zehn heiligen Nächte
Es gibt heilige Nächte, heilige Tage und heilige Menschen — sie alle werden von Allāh (ﷻ) geliebt und sind Geschenke an die UmmahNation, Volk unseres heiligen Propheten (ﷺ„Gott segne ihn und schenke ihm Heil!“). Die Ummah des Propheten (ﷺ) ist die letzte und die beste Gemeinschaft. Diese Gaben zu schätzen und zu nutzen — das bringt den Muslimen Nutzen. Allāh (ﷻ) ist großzügig, al-Karīmgroßzügig; nobel, und Seine Großzügigkeit kennt weder Grenzen noch Maß. Diese zehn Nächte dauern bis zur Nacht des ᶜīdu l-aḍḥāOpferfest und sind eine Gunst Allāhs (ﷻ) an uns.
Fasten in diesen gesegneten Tagen
Wer in diesen Tagen fastet, dem ist großer Lohn (thawābVerdienst, Belohnung) gewiss. Besonders empfohlen ist das Fasten am achten und neunten Tag — am Tag vor dem Yawmu ᶜArafahTag von ᶜArafah und am Yawmu ᶜArafah selbst. Wer kann, soll es unbedingt tun. Wer nicht alle Tage fasten kann, sollte zumindest den neunten Tag, den Yawmu ᶜArafah, nicht verpassen — es ist ein großer Gewinn, den man sich nicht entgehen lassen darf.
Diese Welt und das Jenseits
Die Menschen strengen sich sehr an und tun vieles für die Vorteile dieser Welt — es ist erstaunlich, wie viel Mühe sie aufbringen. Wenn es jedoch um die ākhirahJenseits geht, wissen viele nichts davon; oder wenn sie es wissen, sind sie so träge, dass sie nichts unternehmen. Dabei ist dies keine Gelegenheit, die man sich entgehen lassen sollte. Der Nutzen dieser Welt ist vergänglich — die dunyāniedrig endet in einem Augenblick. Die ākhirah aber ist ewig. Für die Gläubigen ist sie ein großer Gewinn; sie werden von ihren Früchten für immer profitieren. Möge Allāh (ﷻ) uns die Kraft geben, unser nafsSeele zu besiegen, in shā'a llāh.
Das nächtliche Gebet
Das nafs will es bequem haben. Auf dem Weg Allāhs (ﷻ) steht es nicht auf und rührt sich nicht. Auf einem anderen Weg aber stampft und tanzt es bis zum Morgen — und kurz vor dem Adhānislamischer Gebetsruf des FajrMorgendämmerung, Tagesanbruch legt es sich schlafen, ohne sich um das Fajr-Gebet zu kümmern. Die Dinge, die das nafs für leicht hält, sind für die ākhirah schwer. Man soll dem nafs nicht gehorchen, sondern von diesen gesegneten Nächten und Tagen profitieren.
Qiyāmu l-LaylAufstehen in der Nacht (zum Gebet) bedeutet: Vor dem Schlafengehen wuḍūʾSauberkeit, Waschung machen und zwei rakʿāt beten — und dann vor dem Fajr-Gebet aufstehen und zwei, vier oder acht rakʿāt TahajjudNachtwache verrichten, so viel man möchte. Wer das tut, dem ist es so, als hätte er die ganze Nacht im Gottesdienst verbracht, sagt der heilige Prophet (ﷺ). Es ist keine Schwierigkeit dabei — es ist leicht. Möge Allāh (ﷻ) uns helfen und mögen diese gesegneten Nächte für die gesamte Ummah Muḥammads (ﷺ) von Nutzen und zum Schutz sein, in shā'a llāh.
Wa min Allāhi t-tawfiq"Und von Gott kommt der Erfolg.". al-fātiḥahEröffnung.



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