Der Prophet (ﷺ) sagt in einem Ḥadīth sharīf:
هَلَكَ الْمُسَوِّفُونَ
Zugrunde gegangen sind jene, die stets aufschieben.
Nichts auf später verschieben
Der Prophet (ﷺ) sagt: „Schiebe nicht auf morgen, was du heute tun kannst." Ob morgen kommt, ist ungewiss. Wenn es um eine gute Tat geht, soll man sie nicht auf später verschieben. Wer sagt „Ich mache es später", dem weiß Allāh (ﷻ), was daraus wird. Mit der Zeit wird daraus eine Gewohnheit: „Ich mache es, ich mache es später, ich mache es in einer Weile, dann stehe ich auf, dann gehe ich" – und das nimmt kein Ende. Die guten Taten, die hätten vollbracht werden können, bleiben unvollendet.
Das Aufschieben als Falle Shayṭāns
Shayṭān hindert die Menschen daran, die Arbeit zu tun, die sie tun wollen, und die guten Taten zu vollbringen, die sie vollbringen wollen. Indem er flüstert: „Du machst es irgendwann, du machst es später, schau jetzt auf anderes, du bist müde, geh schlafen, dafür ist noch genug Zeit, beeile dich nicht" – vergeht oft das ganze Leben der Menschen, ohne dass sie die Arbeit je getan hätten. Sie glauben, sie werden vieles tun, aber am Ende tun sie gar nichts.
Ob es eine weltliche Angelegenheit ist oder eine Sache der ākhirah – wenn sich die Gelegenheit ergibt, soll keine davon aufgeschoben werden. Denn wie gesagt: Es ist ungewiss, wie viel Leben Allāh (ﷻ) einem gegeben hat. Man sagt: „Ich mache es später, ich komme später wieder" – aber ob morgen kommt, ist ungewiss, es gibt keine Garantie. Wenn man also etwas vorhat, soll man es sofort tun.
Das Vorbild des großen Gelehrten
Manchmal ergibt sich die Gelegenheit natürlich nicht – das ist eine andere Sache. Aber wenn die Gelegenheit besteht, soll man es nicht aufschieben, nicht auf später lassen. Ein großer Gelehrter – an dessen Namen ich mich im Moment nicht erinnern kann – wurde einmal gefragt: „Wie habt Ihr so viel Wissen erworben?" Er antwortete: „Ich hörte diesen Ḥadīth sharīf, und danach habe ich nie wieder etwas aufgeschoben." So wurde er zu einem Wissenden. Millionen, ja Milliarden von Muslimen haben von ihm profitiert. Er war ein sehr großer Gelehrter, der durch diesen Ḥadīth sharīf Wissen gewann – und andere profitierten von ihm.
Möge Allāh (ﷻ) uns vor Trägheit bewahren. Möge Er (ﷻ) uns nicht die Gewohnheit geben, das aufzuschieben, was wir tun können. Möge Allāh (ﷻ) uns allen Gesundheit und Wohlergehen schenken und uns befähigen, gute Taten zu vollbringen, in shāʾa llāh.



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