Ein Bittgebet des Propheten
adᶜiyahAnrufung, Bitte … die meisten von ihnen gehen auf die gesegneten Worte des Propheten (ﷺ„Gott segne ihn und schenke ihm Heil!“) zurück: „AllāhummaO Gott innā naᶜūdhu bika min khizyi d-dunyā wa-ᶜadhābi l-ākhirah." – „O Allāharabischer Name Gottes (ﷻ“Möge sein Ruhm groß sein."), bewahre uns vor allem, was uns in diesem weltlichen Leben Schande bringt, und vor der Strafe des Jenseits."
Scham und Schamlosigkeit
Scham … Gläubige empfinden Scham; machen sie einen Fehler, beschämt es sie. Wer keinen Glauben im Herzen trägt, scheut jedoch vor keiner schändlichen Tat zurück. Solche Menschen schämen sich nicht einmal für die peinlichsten Dinge; stattdessen rühmen sie sich damit und tragen es lautstark hinaus, sodass andere es nachahmen. Sie tun Dinge, die nicht einmal Tiere tun würden, und halten das noch für eine große Leistung.
Ein Gläubiger erbittet Schutz davor: „Möge Allāh (ﷻ) uns davor bewahren!" Er wendet sich an Allāh (ﷻ): „Ich habe gefehlt, ich habe gesündigt – bitte stelle uns nicht vor dieser Welt bloß." Denn nach der Schande in dieser Welt folgt die Strafe im Jenseits. Für solche Taten, mit denen man noch prahlt, verdient man im Jenseits schwere Pein – die Hölle.
Verborgen halten, aufrichtig bereuen
Hat also jemand etwas Schändliches getan, muss er aufrichtig bereuen; dann wird Allāh (ﷻ) es mit einem Schleier der Verschwiegenheit bedecken. Sagt man den Menschen aber: „Macht es wie ich, schaut her, macht es mir nach!", dann erhält man für jeden, der einem darin folgt, eine zusätzliche Strafe.
Normalerweise wird für eine Sünde genau eine Sünde verzeichnet, für eine gute Tat hingegen wird sie einem zehnfach angerechnet. Eine Sünde zählt also nur einmal. Verführt man jedoch andere dazu, dasselbe zu tun, wird für jeden, den man in die Sünde führt, eine weitere Sünde verzeichnet. Verführt man einen Menschen, gibt es dafür eine Strafe; für zwei sind es zwei, für tausend Menschen werden es tausend Strafen sein. So ist es bestimmt – eben als Warnung, damit niemand einen anderen in die Irre führt.
Was zwischen einem selbst und Allāh bleiben soll
Man muss für jede schändliche Tat unbedingt bereuen und peinliche Fehltritte für sich behalten. Man darf solche Dinge niemals vor aller Welt ausbreiten. Es soll zwischen einem selbst und Allāh (ﷻ) bleiben, damit Er (ﷻ) einem vergeben kann. Manche Unwissende hingegen versuchen es zu rechtfertigen und sagen: „Allāh (ﷻ) weiß es ohnehin, warum sollte ich es vor den Menschen verbergen?" Doch Allāh (ﷻ) verhüllt eure Fehler! Die Menschen tun das nicht – sie stellen euch bloß. Kaum macht man einen Fehler, reden sie darüber: „Der hat dies getan, der ist so und so!"
Wer also seine Fehltritte verborgen hält, dessen Fehler verhüllt auch Allāh (ﷻ). Allāh (ﷻ) vergibt. Möge Allāh (ﷻ) uns daher vor Schande und Gesichtsverlust in dieser Welt bewahren! Und uns im Jenseits vor Seiner (ﷻ) Strafe schützen. Denn im Jenseits muss man die Sünden dieser Welt teuer bezahlen.
Die Verderbtheit unserer Zeit
Die Verderbtheit, die heute herrscht … Die schlimmsten Ungeheuerlichkeiten kommen zutage; die Menschen tun die schamlosesten Dinge, die man sich vorstellen kann. Und statt sich zu schämen, prahlen sie sogar damit und verbreiten es unter den Menschen. Möge Allāh (ﷻ) uns vor ihrem Schaden bewahren! Vor dem Übel shayṭāns, vor solch schlechten Menschen und seinen Helfershelfern – möge Allāh (ﷻ) uns alle und unsere Kinder bewahren, in shāʾa llāh"So Gott will.".
Wa min Allāhi t-tawfiq"Und von Gott kommt der Erfolg.". al-fātiḥahEröffnung.



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