Al-ḥamdu li-llāh — mit der Barakah von Mawlānā Shaykh Nāẓim finden sich so viele Menschen zusammen, dass sie nicht mehr in den Raum passen. Möge Allāh (ﷻ) die Gemeinschaft wachsen lassen und die Menschen Nutzen schöpfen lassen, in shāʾa llāh.
Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm.
وَلَا تَنسَوُا الْفَضْلَ بَيْنَكُمْ
Vergesst nicht die Güte untereinander.
Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīm.
Mawlānās Absicht und der Lohn bei Allāh
Was Mawlānā Shaykh Nāẓim stets wollte — seine Absicht war es, den Unglauben zu zerstören. Allāh (ﷻ) gibt nach der Absicht. Dieser Unglaube wird zerstört werden — eines Tages, in shāʾa llāh, wird er enden. Allāh (ﷻ) hat Mawlānā Shaykh für seine Absicht belohnt, und alle Murīde haben Anteil an diesem Lohn. Der Shaykh behält ihn nicht für sich — er gibt von diesem Lohn an jeden weiter. Und der Lohn schwindet dadurch nicht. Er ist nicht wie Geld und Besitz: Wer von seinem Vermögen gibt, dem nimmt es ab. Der Lohn und die Belohnung Allāhs (ﷻ) sind nicht so — wen immer Er (ﷻ) bedenkt, alle anderen erhalten gleichermaßen Lohn und Belohnung.
Die menschliche Natur und die Zügelung durch den geistigen Weg
Allāh (ﷻ) sagt: Die Natur des Menschen ist wild. Diese wilde Natur muss gereinigt und beschnitten werden, damit etwas Schönes daraus wird. Eine solche Eigenschaft des Menschen ist Undankbarkeit — der Mensch ist sehr undankbar. Nur durch Disziplin und Beschneidung kommt ein guter Mensch zum Vorschein. Und das geschieht, indem man den Weg der Mashāyikh geht.
Vergiss nicht, wer dir den Weg gezeigt hat
Wer dir Gutes getan hat — vergiss es nicht, halte es in Erinnerung. Und das größte Gute ist, dass du auf dem Weg Allāhs (ﷻ) wandelst, auf dem Weg des Propheten (ﷺ) — das geschieht durch einen Murshid. Vergiss seine Wohltat nicht. Manchmal vergessen die Menschen. Selbst wenn dich ein Freund zu einer guten Versammlung eingeladen hat und du dadurch auf den rechten Weg gekommen bist — vergiss das nicht. Und wenn dieser Freund später vom Weg abgeirrt ist, sage: „Ich werde für ihn beten, dass Allāh (ﷻ) ihm Rechtleitung schenkt — denn er hat mir diesen Weg gezeigt. Er war das Mittel für mich." Halte daran fest, unabhängig von seinem späteren Zustand.
Wer andere auf den Weg bringt
Wenn du andere auf den Weg bringst, gehören sie dir nicht. Unterdrücke sie nicht. Du bringst sie auf den Weg — sie gehen ihn. Sie sind nicht dein Eigentum, nicht deine Sklaven. Du bringst sie, und du erhältst dafür Lohn. Wenn du aber anders handelst, wirst du zwar Lohn haben, aber auch Sünde — denn du verleumdest diese Menschen und denkst nicht gut über sie. Wenn sie auf dem Weg Allāhs (ﷻ) bleiben, aber nicht bei dir, dann ist das kein Verlust: Dein Lohn und deine Wohltat bestehen darin, dass sie den Weg Shayṭāns verlassen haben. Ein Ḥadīth des Propheten (ﷺ) besagt: Wer anderen den rechten Weg zeigt, dem wird für jeden Menschen, dem er ihn zeigt, der entsprechende Lohn aufgeschrieben — für zwei Personen der Lohn von zweien, für tausend der Lohn von tausend. Und wer sie in die Irre führt, dem werden all ihre Sünden aufgeschrieben.
Shayṭāns Versuch, den Lohn zu schmälern
Shayṭān sagt: „Diese Menschen sind auf dem Weg. Wenn ich sie schon nicht herausführen kann, werde ich wenigstens ihren Lohn verringern — ich werde sie zu Feinden machen, damit sie einander nicht lieben. Wenn sie einander nicht lieben, werden Allāh (ﷻ) und der Prophet (ﷺ) nicht mit ihnen zufrieden sein." Er strengt sich sehr an. Beschäftigt euch nicht mit ihm. Solange die Menschen auf dem Weg Allāhs (ﷻ) sind, ist alles gut — andere werden kommen, Allāh (ﷻ) wird geben, und der Lohn wächst, in shāʾa llāh. Möge Allāh (ﷻ) uns Gutes geben, mögen wir das Gute erkennen und nicht Gefangene unseres Egos werden.
Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.



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