Möge unsere Versammlung gesegnet sein. Dies ist eine gesegnete Gemeinschaft. Wir kommen zusammen, wie Allāh (ﷻ) es liebt, um Sein (ﷻ) Wohlgefallen zu erlangen. Und Sein (ﷻ) Wohlgefallen ruht auf uns.
Die Versammlungen des Wissens
Dies sind Versammlungen des Wissens. Wir sind hier, um nach dem Wohlgefallen Allāhs (ﷻ) zu streben. Wer Rat sucht, wird hier Rat finden. Dieser Rat wird einzig um Allāhs (ﷻ) willen gegeben.
Unser Prophet (ﷺ) sagt in einem Ḥadīth sharīf:
الدِّينُ النَّصِيحَةُ
Die Religion ist aufrichtiger Rat.
Er dient dazu, den rechten Weg und das Gute aufzuzeigen. Deshalb ist es farḍ, solchen Versammlungen beizuwohnen und nach Wissen zu streben. Es ist eine Pflicht für jeden Muslim. Es ist unsere Pflicht, von der Wiege bis zum Grab nach Wissen zu streben.
Der rechte Wille
Ob man Wissenskreisen beiwohnt oder den Rat anderer annimmt: All das macht einen zu einem Wissenssuchenden. Ein Wissenssuchender zu sein ist eine große Tugend. Dafür muss man jedoch die rechte Absicht fassen. Ohne die rechte Absicht geschieht nichts. Unsere Absicht sollte sein, das Gute und unsere Religion um Allāhs (ﷻ) willen zu erlernen.
Unseren Propheten (ﷺ), seine Gefährten und seine Familie zu lieben – all das ist Wissen. Zu erkennen, was schlecht und verboten ist, gehört ebenfalls zum Wissen. Wir sollten guten Rat auf die beste Weise annehmen. Aufrichtiger Rat wird stets um Allāhs (ﷻ) willen gegeben.
Warum das Ego sich gegen Rat sträubt
Doch es gibt viele Menschen, die nicht gerne belehrt oder beraten werden. Warum ist das so? Weil das Ego (nafs) Ermahnungen und das Gute nicht besonders mag. Das Ego ist ungezähmt. Wird es nicht diszipliniert, flieht es beständig vor gutem Rat. Was man ihm auch sagt, es widersetzt sich.
Das Ego lässt sich zähmen, Shayṭān nicht
Doch das Ego lässt sich auch disziplinieren. Die Erziehung des nafs ist möglich. Während Shayṭān sich nicht zähmen lässt, ist dies beim Ego durchaus möglich. Shayṭān, das Ego, weltliche Begierden und Leidenschaften (hawā) wirken in jedem Menschen. Man darf diesen Einflüssen nicht nachgeben. Shayṭān flüstert uns Schlechtes ein – wir dürfen ihm niemals zuhören. Wie sehr man sich auch bemüht: Shayṭān lässt sich nicht disziplinieren. Doch das eigene Ego lässt sich disziplinieren.
Wie funktioniert das? Indem man sich von schlechten Dingen fernhält, wird das Ego allmählich gezähmt. Doch selbst wenn es diszipliniert ist, lauert das Ego weiterhin auf eine Gelegenheit. Man muss stets auf der Hut sein, denn es wird immer wieder versuchen, sich aufzulehnen und Schlechtes zu tun. Wiegt man sich in falscher Sicherheit und sagt: „Mein Ego ist jetzt besiegt", wird es einen im nächsten Augenblick zu Fall bringen. Möge Allāh (ﷻ) uns davor bewahren.
Möge Allāh (ﷻ) uns allen die Gnade schenken, Rat anzunehmen und, in shāʾa llāh, danach zu handeln. Um unser Ego zu besiegen, ist es unerlässlich, guten Rat anzunehmen. Möge Allāh (ﷻ) unser Helfer sein, in shāʾa llāh. In shāʾa llāh werden wir alle auf diesem Weg standhaft bleiben und so auch zur Rechtleitung anderer beitragen.



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