Allāharabischer Name Gottes (ﷻ“Möge sein Ruhm groß sein."), der Erhabene, sagt im heiligen KoranLesung, Rezitation, Vortrag:
Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm"Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Gnädigen.".
يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا إِن جَاءَكُمْ فَاسِقٌ بِنَبَإٍ فَتَبَيَّنُوا أَن تُصِيبُوا قَوْمًا بِجَهَالَةٍ فَتُصْبِحُوا عَلَىٰ مَا فَعَلْتُمْ نَادِمِينَ
O ihr, die ihr glaubt, wenn ein Frevler euch eine Kunde bringt, so prüft sie genau, damit ihr nicht Leuten in Unwissenheit Schaden zufügt und es dann bereut, was ihr getan habt.
Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīmAllāh, der Erhabene, hat die Wahrheit gesprochen..
Allāh (ﷻ), der Erhabene, hat die Wahrheit gesprochen. Allāh (ﷻ), der Erhabene, warnt uns im heiligen Koran. Er sagt: „Glaubt nicht einfach jedem." Besonders nicht einem fāsiq, einem Frevler. Mit fāsiq meint Er (ﷻ): jemanden, der lügt, der der Religion gleichgültig gegenübersteht, der nicht betet, dem nicht zu vertrauen ist. Er sagt: „Glaubt solchen Menschen nicht."
Allāh (ﷻ) sagt: Bringt euch ein solcher Mensch ein Gerücht und ihr handelt voreilig danach, werdet ihr anderen Schaden zufügen – und sobald ihr merkt, dass es überhaupt nicht wahr war, werdet ihr es bitter bereuen. Achtet also genau darauf, was ihr aufnehmt, woher und von wem. Man braucht sich nutzloses Geschwätz von vornherein gar nicht erst anzuhören.
Gerüchte im Zeitalter des Smartphones
Warum betonen wir das? Weil es heutzutage viel schlimmer geworden ist. Früher mag der eine es dem anderen erzählt haben, und selbst wenn es ein oder zwei weitere erreichte, geschah meist nicht viel. Doch heute? Vom Fernsehen ganz zu schweigen, hat jeder ständig sein Smartphone in der Hand. Jeder verbreitet: „Ich habe das getan, das ist passiert, der und der hat das gemacht", oder „Jene Leute sind so, die anderen sind so" – und schürt Feindschaft, indem er andere mit falschen Berichten aufhetzt.
Die Menschen unserer Zeit neigen ohnehin kaum mehr zu Freundschaft und Güte. Sie suchen praktisch gezielt nach Nachrichten, die noch mehr Zwist und Zwietracht säen. Darum sollte man solchen Menschen überhaupt kein Gehör schenken. Man muss sich diesem ganzen Geschwätz – wer was gesagt oder getan hat – gar nicht erst aussetzen. Haltet euch einfach an das, was ihr als richtig und wahr erkennt. Lasst euch nicht in die Irre führen. Handelt nicht nach dem Gerede anderer – besonders nicht, wenn es von Frevlern kommt.
Der weiseste Weg: nicht hinhören
Leider verhalten sich die meisten Menschen heutzutage so unaufrichtig. Leider muss man das so offen aussprechen. Wie gesagt: Frevler sind Menschen, die ihr Wort brechen, klatschen und Lügen oder Halbwahrheiten in die Welt setzen. Die meisten Menschen heutzutage sind leider so gestrickt. Macht es euch also nicht zur Aufgabe, nach jedem Gerücht zu handeln und andere damit zu verletzen.
Hört ihr so etwas, wäre es besser gewesen, ihr hättet es gar nicht erst gehört. Und habt ihr es doch gehört, behaltet es für euch und tragt es nicht weiter. Das ist der beste Weg. Das Weiseste in solchen Dingen ist es, einfach nicht hinzuhören. „Der und der hat das über dich gesagt, jener hetzt gegen dich, sagt, du seist so und so" – ignoriert so etwas einfach.
Das Beispiel Mawlānā Shaykh Nāẓims
ShukrDankbarkeit, Dank sei Allāh (ﷻ), wir haben unsere Brüder schon vor langer Zeit darüber belehrt. Manchmal kamen sie und sagten: „Shaykhspiritueller Meister; Führer; alter, ehrwürdiger Mann, der und der redet schlecht über dich, jener sagt dies …" Wir sagten stets: „Erzählt es mir gar nicht erst." Meist bereuen es die armen Seelen ohnehin später. So müssen sie sich wenigstens nicht vor uns schämen. Sie bereuen aufrichtig, und Allāh (ﷻ) vergibt ihnen.
Würde man es uns aber sofort weitertragen, bliebe Verbitterung und Groll gegen diese Menschen in unseren Herzen zurück. Und statt brüderlicher Liebe entstünde unter den Muslimen nur böser Wille. Darum, shukr sei Allāh (ﷻ), haben wir das schon damals klargestellt. Möge Allāh (ﷻ) mit den Brüdern zufrieden sein: Sie nehmen sich das zu Herzen und tragen uns keine Geschichten zu. Doch auch untereinander sollen sie davon absehen.
Brüder im Glauben
Hinter dem Rücken des anderen zu reden und Feindschaft zu säen, ziemt sich nicht. Der geistige Weg, die ṭarīqahWeg, Pfad, Methode, ist auf Liebe und Freundschaft gegründet.
إِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ إِخْوَةٌ فَأَصْلِحُوا بَيْنَ أَخَوَيْكُمْ وَاتَّقُوا اللَّهَ لَعَلَّكُمْ تُرْحَمُونَ
Die Gläubigen sind doch Brüder; so stiftet Frieden zwischen euren Brüdern und fürchtet Allāh, auf dass euch Erbarmen widerfahre.
Die Gläubigen sind Brüder und Schwestern. Zwietracht und Groll unter ihnen zu säen ist völlig falsch. Fragt also nicht ständig: „Was hat er gesagt? Was hat jener getan?" Hat jemand Fehler gemacht – möge Allāh (ﷻ) sie ihm vergeben. Allāh (ﷻ) ist der Allverzeihende; Er vergibt jedem, der aufrichtig bereut und um Vergebung bittet. Möge Allāh (ﷻ) mit euch allen zufrieden sein. Möge Allāh (ﷻ) uns alle bewahren, in shāʾa llāh"So Gott will.".
Wa min Allāhi t-tawfiq"Und von Gott kommt der Erfolg.". al-fātiḥahEröffnung.



Schreibe einen Kommentar