Hingabe

Die Lebensweise der Liebenden

Glaubt nicht jedem

Lesedauer: 3m 21s

Vortrag von

Shaykh Muhammad Adil al-Haqqani
gehalten am 
4. Oktober 2026
 / 
23. Rabīᶜu th-thānī 1448
 in Akbaba

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السَّلَامُ عَلَيْكُمْ وَرَحْمَةُ اللَّهِ وَبَرَكَاتُهُ

أَعُوذُ بِاللَّهِ مِنَ الشَّيْطَانِ الرَّجِيمِ.
بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَٰنِ الرَّحِيمِ

الصَّلَاةُ وَالسَّلَامُ عَلَىٰ رَسُولِنَا مُحَمَّدٍ
سَيِّدِ الْأَوَّلِينَ وَالْآخِرِينَ

مَدَدَ يَا رَسُولَ اللَّهِ
مَدَدَ يَا سَادَاتِي أَصْحَابَ رَسُولِ اللَّهِ
مَدَدَ يَا مَشَايِخَنَا
دَسْتُورُ مَوْلَانَا الشَّيْخِ عَبْدِ ٱللّٰهِ ٱلْفَائِزِ ٱلدَّاغِسْتَانِيّ
شَيْخُ مُحَمَّدٍ ظَاظِمِ الْحَقَّانِيِّ

طَرِيقَتُنَا الصُّحْبَةُ وَالْخَيْرُ فِي الْجَمْعِيَّةِ

as-salāmu ᶜalaykum wa-raḥmatu llāhi wa-barakātuh

aᶜūdhu bi-llāhi mina sh-shayṭāni r-rajīm
bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm

aṣ-ṣalātu wa-s-salāmu ᶜalā rasūlinā muḥammad
sayyidi l-awwalīna wa-l-ākhirīn

madad yā rasūla llāh
madad yā sādātī aṣḥāba rasūli llāh
madad yā mashāyikhanā
dastūr mawlānā shaykh ᶜAbd Allāh al-Fāʾiz ad-Dāghistānī,
shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī.

ṭarīqatunā aṣ-suḥbah wa l-khayru fi l-jamʿiyyah

Deutsch anzeigen

Der Friede, die Barmherzigkeit und der Segen Allahs seien auf euch.

Ich nehme meine Zuflucht bei Allah vor dem verfluchten Teufel.
Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Gnädigen.

Der Segen und der Friede seien auf unserem Propheten Muhammad,
dem Herrn der Ersten und der Letzten.

Unterstützung, o Gesandter Allahs!
Unterstützung, o meine Meister, Gefährten des Gesandten Allahs!
Unterstützung, o unsere Shaykhs!
Erlaubnis, unser Meister, Shaykh Abdullah al-Fāyiz al-Dāghestānī.
des Lehrers von Shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī

Unser Weg ist die Gemeinschaft und das Gute liegt in der Gemeinschaft.

Allāh (ﷻ), der Erhabene, sagt im heiligen Koran:

Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm.

يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا إِن جَاءَكُمْ فَاسِقٌ بِنَبَإٍ فَتَبَيَّنُوا أَن تُصِيبُوا قَوْمًا بِجَهَالَةٍ فَتُصْبِحُوا عَلَىٰ مَا فَعَلْتُمْ نَادِمِينَ

القرآن (٤٩:٦)

O ihr, die ihr glaubt, wenn ein Frevler euch eine Kunde bringt, so prüft sie genau, damit ihr nicht Leuten in Unwissenheit Schaden zufügt und es dann bereut, was ihr getan habt.

Koran (49:6)

Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīm.

Allāh (ﷻ), der Erhabene, hat die Wahrheit gesprochen. Allāh (ﷻ), der Erhabene, warnt uns im heiligen Koran. Er sagt: „Glaubt nicht einfach jedem." Besonders nicht einem fāsiq, einem Frevler. Mit fāsiq meint Er (ﷻ): jemanden, der lügt, der der Religion gleichgültig gegenübersteht, der nicht betet, dem nicht zu vertrauen ist. Er sagt: „Glaubt solchen Menschen nicht."

Allāh (ﷻ) sagt: Bringt euch ein solcher Mensch ein Gerücht und ihr handelt voreilig danach, werdet ihr anderen Schaden zufügen – und sobald ihr merkt, dass es überhaupt nicht wahr war, werdet ihr es bitter bereuen. Achtet also genau darauf, was ihr aufnehmt, woher und von wem. Man braucht sich nutzloses Geschwätz von vornherein gar nicht erst anzuhören.

Gerüchte im Zeitalter des Smartphones

Warum betonen wir das? Weil es heutzutage viel schlimmer geworden ist. Früher mag der eine es dem anderen erzählt haben, und selbst wenn es ein oder zwei weitere erreichte, geschah meist nicht viel. Doch heute? Vom Fernsehen ganz zu schweigen, hat jeder ständig sein Smartphone in der Hand. Jeder verbreitet: „Ich habe das getan, das ist passiert, der und der hat das gemacht", oder „Jene Leute sind so, die anderen sind so" – und schürt Feindschaft, indem er andere mit falschen Berichten aufhetzt.

Die Menschen unserer Zeit neigen ohnehin kaum mehr zu Freundschaft und Güte. Sie suchen praktisch gezielt nach Nachrichten, die noch mehr Zwist und Zwietracht säen. Darum sollte man solchen Menschen überhaupt kein Gehör schenken. Man muss sich diesem ganzen Geschwätz – wer was gesagt oder getan hat – gar nicht erst aussetzen. Haltet euch einfach an das, was ihr als richtig und wahr erkennt. Lasst euch nicht in die Irre führen. Handelt nicht nach dem Gerede anderer – besonders nicht, wenn es von Frevlern kommt.

Der weiseste Weg: nicht hinhören

Leider verhalten sich die meisten Menschen heutzutage so unaufrichtig. Leider muss man das so offen aussprechen. Wie gesagt: Frevler sind Menschen, die ihr Wort brechen, klatschen und Lügen oder Halbwahrheiten in die Welt setzen. Die meisten Menschen heutzutage sind leider so gestrickt. Macht es euch also nicht zur Aufgabe, nach jedem Gerücht zu handeln und andere damit zu verletzen.

Hört ihr so etwas, wäre es besser gewesen, ihr hättet es gar nicht erst gehört. Und habt ihr es doch gehört, behaltet es für euch und tragt es nicht weiter. Das ist der beste Weg. Das Weiseste in solchen Dingen ist es, einfach nicht hinzuhören. „Der und der hat das über dich gesagt, jener hetzt gegen dich, sagt, du seist so und so" – ignoriert so etwas einfach.

Das Beispiel Mawlānā Shaykh Nāẓims

Shukr sei Allāh (ﷻ), wir haben unsere Brüder schon vor langer Zeit darüber belehrt. Manchmal kamen sie und sagten: „Shaykh, der und der redet schlecht über dich, jener sagt dies …" Wir sagten stets: „Erzählt es mir gar nicht erst." Meist bereuen es die armen Seelen ohnehin später. So müssen sie sich wenigstens nicht vor uns schämen. Sie bereuen aufrichtig, und Allāh (ﷻ) vergibt ihnen.

Würde man es uns aber sofort weitertragen, bliebe Verbitterung und Groll gegen diese Menschen in unseren Herzen zurück. Und statt brüderlicher Liebe entstünde unter den Muslimen nur böser Wille. Darum, shukr sei Allāh (ﷻ), haben wir das schon damals klargestellt. Möge Allāh (ﷻ) mit den Brüdern zufrieden sein: Sie nehmen sich das zu Herzen und tragen uns keine Geschichten zu. Doch auch untereinander sollen sie davon absehen.

Brüder im Glauben

Hinter dem Rücken des anderen zu reden und Feindschaft zu säen, ziemt sich nicht. Der geistige Weg, die ṭarīqah, ist auf Liebe und Freundschaft gegründet.

إِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ إِخْوَةٌ فَأَصْلِحُوا بَيْنَ أَخَوَيْكُمْ وَاتَّقُوا اللَّهَ لَعَلَّكُمْ تُرْحَمُونَ

القرآن (٤٩:١٠)

Die Gläubigen sind doch Brüder; so stiftet Frieden zwischen euren Brüdern und fürchtet Allāh, auf dass euch Erbarmen widerfahre.

Koran (49:10)

Die Gläubigen sind Brüder und Schwestern. Zwietracht und Groll unter ihnen zu säen ist völlig falsch. Fragt also nicht ständig: „Was hat er gesagt? Was hat jener getan?" Hat jemand Fehler gemacht – möge Allāh (ﷻ) sie ihm vergeben. Allāh (ﷻ) ist der Allverzeihende; Er vergibt jedem, der aufrichtig bereut und um Vergebung bittet. Möge Allāh (ﷻ) mit euch allen zufrieden sein. Möge Allāh (ﷻ) uns alle bewahren, in shāʾa llāh.

Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.

Glaubt nicht jedem

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