Bi-smi llāhi r-Raḥmāni r-Raḥīm.
وَأَنَّا ظَنَنَّا أَن لَّن تَقُولَ الْإِنسُ وَالْجِنُّ عَلَى اللَّهِ كَذِبًا
Und wir dachten, dass Menschen und Jinn über Allāh niemals eine Lüge sagen würden.
Ṣadaqa Llāhu l-ᶜaẓīm.
Die Lüge im Namen Allāhs (ﷻ)
Allāh (ﷻ) sagt in diesem gesegneten Vers über die Jinn: Als sie den Quran von unserem Propheten (ﷺ) hörten, erkannten sie, dass sowohl Menschen als auch Jinn nach eigenem Gutdünken Dinge erfinden und im Namen Allāhs (ﷻ) Lügen verbreiten können. Der Weg Allāhs (ﷻ) hingegen ist vollkommen gerade. Wer also Lügen im Namen Allāhs (ﷻ) erfindet und behauptet, was Allāh (ﷻ) weder gesagt noch gemeint hat, zieht den Zorn und die Strafe Allāhs (ﷻ) auf sich. Deshalb muss man bei solchen Dingen sehr vorsichtig sein.
Wer seine Ākhirah für die Dunyā verkauft
Leider gibt es viele Menschen, die ihre Ākhirah für diese Welt verkaufen. Manch einer gibt sich als Gelehrter aus, spricht nach Belieben und tut, was er will — nur zu seinem eigenen Vorteil. Wenn er seine eigenen Erfindungen als „Dies ist das Gebot Allāhs“ an die Menschen verkauft, wird er selbst bestraft — und ist zugleich der Grund dafür, dass auch jene bestraft werden, die er in die Irre geführt hat. Denn die Sünde und Strafe für jeden Einzelnen, den er vom rechten Weg abgebracht hat, werden auch ihm zugerechnet. Je mehr Menschen er vom richtigen Weg wegführt, desto größer ist seine Strafe.
Die Dunyā ist vergänglich — die Ākhirah ist ewig
Diese Welt ist vergänglich. Ein Mensch, der das ewige Leben — seine Ākhirah — für diese Welt verkauft, ist töricht und benutzt seinen Verstand nicht. Dieses Leben ist kurz und vergeht schnell. Die Welt für wertvoller zu halten als das ewige Leben ist in keiner Weise vernünftig. Dieser Zustand ist Torheit — und mehr noch: Unglauben.
Zu glauben — an das Verborgene und an die Ākhirah zu glauben — ist Farḍ, eine Pflicht für jeden Gläubigen. Wer an sie glaubt, ist achtsam. Er verkauft seine Ākhirah nicht für die Dunyā. Die Welt vergeht im Nu. Selbst wenn ein Mensch tausend Jahre lebte, würde dieses Leben irgendwann enden. Doch die Ākhirah ist endlos — Ewigkeit bedeutet Unendlichkeit. Dort gibt es keinen Tod mehr. Möge Allāh (ﷻ) uns alle bewahren.
Reue und Istighfār
Möge Allāh (ﷻ) uns vor Menschen bewahren, die im Namen Allāhs (ﷻ) Lügen erfinden und Dinge als „So und so ist es“ darstellen, die Allāh (ﷻ) nie gesagt hat. Möge Allāh (ﷻ) uns auch davor bewahren, selbst in solche Fehler zu verfallen. Wenn wir etwas Falsches gesagt haben — wissentlich oder unwissentlich — müssen wir Tawba tun. Denn selbst unser Prophet (ﷺ) sagte: „Auch ich bereue und spreche siebzig Mal täglich Astaghfiru llāh.“ So bereuen auch wir beständig und bitten um Vergebung für alle Fehler, die wir wissentlich oder unwissentlich begangen haben. Möge Allāh (ﷻ) uns alle vergeben — in shāʾa llāh.
Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.



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