Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm.
اقْتَرَبَ لِلنَّاسِ حِسَابُهُمْ وَهُمْ فِي غَفْلَةٍ مُّعْرِضُونَ
Die Abrechnung der Menschen ist nahe gerückt, während sie in Achtlosigkeit abgewandt sind.
Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīm.
Allāh (ﷻ) schuf alles in vollkommener Schönheit. Die Jahre vergehen, und der Mensch bemerkt es kaum. Gestern, shukr an Allāh (ﷻ), haben wir erneut Bursa besucht. Wir dachten, es sei ein oder zwei Jahre her, seit wir zuletzt dort waren — doch es stellte sich heraus: vier Jahre sind verstrichen. Diese vier Jahre fühlen sich nicht so lange an, und dennoch sind sie vergangen. Die Tage kommen und gehen, ohne dass der Mensch es wirklich wahrnimmt. Das Wichtigste ist jedoch, ausdauernd auf dem schönen Weg Allāhs (ﷻ) voranzuschreiten, in shā’a llāh. Möge Allāh (ﷻ) uns bewahren, dass unsere Zeit nutzlos vergeht.
Die Wunder der Gottesfreunde
Zu den karāmāt Mawlānā Shaykh Nāẓims gehört das Ṭayyu l-Makān — das Überschreiten der Grenzen des Raumes. Er sagt Bi-smi llāh und reist von einem Ort zum anderen: Er setzt den Fuß hier auf, und der andere Schritt landet bereits in Damaskus. Er sagt Bi-smi llāh und ist in Makkah al-Mukarramah; er sagt Bi-smi llāh und ist in al-Madīnah al-Munawwarah. Das ist Ṭayyu l-Makān — man braucht weder Flugzeug noch sonst etwas. Es ist eine karāmah der awliyāʾ.
Daneben gibt es das noch Besonderere: Ṭayyu z-Zamān — das Dehnen der Zeit. Innerhalb kurzer Zeit gelingt es, vieles zu vollbringen. Auch das ist eine karāmah Mawlānā Shaykh Nāẓims. Überallhin zu gelangen und so viele Menschen in so kurzer Zeit zu treffen — das wäre unter gewöhnlichen Umständen nicht möglich. Mawlānā lebte 92 Jahre, doch er begegnete allen, als hätte er 200 bis 300 Jahre gelebt: Er kam zu ihnen, sie kamen zu ihm; sie berieten sich mit ihm und empfingen seinen Rat. Auch das ist eine seiner karāmāt. Shukr an Allāh (ﷻ) — wir haben das miterlebt.
Das wichtigste Wunder: Beständigkeit auf dem Weg
Wir können diesen Rang natürlich nicht erreichen — solche karāmāt besitzen wir nicht, shukr an Allāh (ﷻ). Doch das wichtigste Wunder ist die Beständigkeit: auf dem Weg weiterzumachen und fortzuschreiten. Wer ausdauernd und aufrichtig geht, ohne zu ermüden, ohne nachzulassen und ohne aufzugeben, wird stets das Gute erlangen und stets schöne Stufen ersteigen. Er wird das Wohlgefallen Allāhs (ﷻ) und das Wohlgefallen unseres Propheten (ﷺ) erlangen. Möge Allāh (ﷻ) uns alle zu solchen Menschen machen.
Mawlānā Shaykh Nāẓims Führung wirkt weiter
Auf diesem schönen Weg, dem Weg, den unser Shaykh gezeigt hat, zeigen sich seine karāmāt täglich, shukr an Allāh (ﷻ). Wohin wir auch gehen, hören wir Menschen sagen: „Wir sahen Shaykh Nāẓim im Traum; er wies uns dorthin und sagte uns, auf diesem Weg weiterzugehen." Er ist ein Mittel der Führung — seine Führung dauert an.
Der taṣarruf der awliyāʾ, ihre Macht und Fürsprache, besteht zu ihren Lebzeiten. Nach ihrem Tod aber wird ihr taṣarruf noch größer. Daher sind sie nicht tot — sie sind Wesen, die lebendiger leben als wir. Möge Allāh (ﷻ) ihre Geheimnisse und ihre Ränge erhöhen und heiligen. Mögen auch wir beständig in ihren Fußstapfen gehen, in shā’a llāh
Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.



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