Der Prophet (ﷺ) sagt in einem Ḥadīth sharīf:
إِذَا مَرَرْتُمْ بِرِيَاضِ الْجَنَّةِ فَارْتَعُوا قَالُوا وَمَا رِيَاضُ الْجَنَّةِ قَالَ حِلَقُ الذِّكْرِ
„Wenn ihr an den Gärten des Paradieses vorbeikommt, so weidet darin.” Man fragte: „Was sind die Gärten des Paradieses?” Er antwortete: „Die Kreise des Gedenkens.”
Unser geliebter Prophet (ﷺ) hat seiner ummah mitgeteilt, was die Gärten des Paradieses in dieser Welt sind — Kreise des dhikr, Stätten des Wissens. Wer an solch einem Ort vorbeikommt, an dem wahres Wissen gelehrt wird, möge eintreten und davon profitieren.
Wahres Wissen und sein Fundament
Doch man muss sich Orte suchen, an denen echtes, überliefertes Wissen gelehrt wird. Es gibt viele Stätten, die den Anschein erwecken, Wissen zu vermitteln, aber in Wirklichkeit nichts damit zu tun haben. Dort werden Dinge nach eigenem Gutdünken und nach eigenen Vorstellungen erfunden. Man behauptet: „Wir lehren aus dem Koran." Doch der heilige Koran kann ohne die sunnah, ohne die aḥādīth des Propheten (ﷺ) nicht verstanden werden.
Es sind die edlen Aussagen unseres geliebten Propheten (ﷺ) — die aḥādīth sharīf —, die den heiligen Koran erklären, seine Bestimmungen darlegen und aufzeigen, was getan und was unterlassen werden soll. Daher ist das Wichtigste für jeden Gläubigen, dem Weg des Propheten (ﷺ) zu folgen.
Dem Propheten nachfolgen
Dem Propheten (ﷺ) in allem, was er tat, ähnlich zu sein und seinen Weg nach besten Kräften zu gehen — das ist die notwendige Pflicht jedes Gläubigen, ja jedes Muslims, und ganz besonders jedes Angehörigen der ṭarīqah. Man soll tun, so viel man vermag.
Wer hinter der Erfüllung der sunnah zurückbleibt, möge Allāh (ﷻ) vergeben. Für das Versäumen nicht-verpflichtender Handlungen — wie der sunnah oder anderer freiwilliger Werke — gibt es keine Sünde und keine Strafe. Vernachlässigt man hingegen die verpflichtenden Handlungen, unterlässt man die farḍ-Pflichten, so wird dies Konsequenzen haben, und die versäumten Pflichten müssen nachgeholt werden.
Was die sunnah-Handlungen und die freiwilligen Gebete betrifft: Wer sie unterlässt, wird nicht bestraft. Doch ihre Ausübung ist von großem Nutzen — und genau das meinte unser geliebter Prophet (ﷺ) mit dem Aufruf „weidet darin und zieht Nutzen daraus." Das ist der Garten des Paradieses in dieser Welt.
Geistige Versorgung durch den Prophetenweg
Je mehr man über den Weg des Propheten (ﷺ) lernt und ihn beständig anzuwenden versucht, desto mehr nimmt man an dieser geistigen Versorgung teil. Wer dem Weg des Propheten (ﷺ) folgt, empfängt geistige Speisung — für das Geistige wie für das Körperliche. Man gewinnt sowohl geistige als auch körperliche Stärke, denn wenn der Geist stark ist, gewinnt auch der Körper an Kraft. Das bringt Segen im Diesseits und im Jenseits.
Möge Allāh (ﷻ) uns gesegnete Kreise des Wissens schenken. Jene, die diesem Weg folgen — dem Weg unseres geliebten Propheten (ﷺ) —, gehören der ṭarīqah an. Wer außerhalb steht und den Weg des Propheten (ﷺ) nicht annimmt, ist kein Teil davon; wer es nur vorgibt, hat in Wahrheit keinerlei Verbindung dazu.
Der Weg unseres geliebten Propheten (ﷺ) ist der wahre Weg. Wer ihm folgt, erlangt Heil. Möge Allāh (ﷻ) uns allen festen Stand schenken und uns auf diesem Weg beständig halten, in shā’a llāh.
Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.



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