Wir gratulieren zum gesegneten ᶜīdu l-aḍḥā – möge Allāharabischer Name Gottes (ﷻ“Möge sein Ruhm groß sein.") ihn gut und voller barakahSegen, Wohlstand, Barmherzigkeit machen. Es ist eines der schönsten Geschenke, die uns Allāh (ﷻ) gegeben hat: die beiden ᶜĪds, ᶜīdu l-fiṭrFest des Fastenbrechens und ᶜīdu l-aḍḥā. Das Besondere an ᶜīdu l-aḍḥā ist die Fülle der ᶜibādahGottesdienst, Ehrerbietung, Anbetung: Es gibt das qurbānOpfer, Opfergabe, Darbringung – und es gibt die ḥujjājPilger.
Die ḥujjāj haben Jahre auf diesen Tag gewartet. Al-ḥamdu li-llāh"Lob sei Gott!", "Gott sei Dank!", sie haben die farḍreligiöse Pflicht; (göttliche) Verordnung der ḥajjPilgerfahrt sicher vollzogen und sind von dieser Last befreit. Ihre barakah gilt ihren Familien, ihnen selbst und allen, die mit Freude auf sie blicken. Es ist eine große ᶜibādah – keine kleine Sache. Möge Allāh (ﷻ) uns Kraft geben, möge Er (ﷻ) uns Kraft des Glaubens schenken, damit wir dieser Gnade würdig sind.
Wir haben über die ḥajj viele Male gesprochen. Möge die ḥajj erlaubt sein, in shāʾa llāh"So Gott will.". Jeder weiß, was er zu tun hat. Man soll sich so sehr bemühen wie möglich; wer kein Geld hat, soll von hier und dort sammeln – er wird entsprechend seiner Absicht belohnt, in shāʾa llāh.
Das Schlachtopfer und seine Regeln
Was das qurbān betrifft: Alle vier Madhhabs sind korrekt. Es gibt Menschen, die weder ṭarīqahWeg, Pfad, Methode noch madhhabIslamische Rechtsschule; Meinung, Ansicht, Glaube; Ideologie; Lehre; Bewegung, Orientierung, Trend; Schule wollen. Manche auf Shayṭāns Seite sagen: „Wir brauchen kein madhhab – wir lesen den QurʾānLesung, Rezitation, Vortrag und verstehen ihn selbst." Doch solche Menschen verstehen weder das, was sie lesen, noch das, was sie sehen. Ohne madhhab kommt man nicht aus.
Im ḥanafī-madhhab gilt das qurbān als wājibnotwendig, wesentlich – es ist etwas, das getan werden muss. In den anderen Madhhabs ist es sunnatun muʾakkadahbestätigte Sunnah. Unser Prophet (ﷺ„Gott segne ihn und schenke ihm Heil!“) tat es stets. Es gibt ḥadīths, die unsere Mutter FāṭimahDie Entbundene, die Abgetrennte (as)„Auf ihm sei Frieden!“ betreffen, und ḥadīths des Propheten (ﷺ) an andere. Das qurbān ist wājib für Sesshaftigkeit, nicht für Reisende: Wer auf Reise ist und sich nicht am ᶜĪdFest, Feier befindet, dem ist es nicht wājib, sondern sunnatun muʾakkadah. Für denjenigen, der sesshaft ist und ausreichend Vermögen besitzt – etwa den Gegenwert von neunzig bis hundert Gramm Gold –, ist das qurbān wājib.
Wie verteilt man es? Man kann es vollständig für sich behalten und das ganze Jahr davon essen – das ist kein Problem. Oder man teilt es auf: ein Drittel für sich selbst, ein Drittel für Freunde und Verwandte, ein Drittel für die Armen. Oder man gibt alles als ṣadaqahSpende, Almosen, Wohltätigkeit. Heute wird das häufig so gemacht: Man schickt es in arme Länder zu armen Menschen – das qurbān wird in ihrem Namen vollzogen, und sie essen davon. Manche fragen, ob das gültig ist. Es ist gültig. Denn diese Menschen sind in Not; vielleicht essen sie einmal im Jahr Fleisch oder gar nicht. Es steht also nichts im Wege.
فَصَلِّ لِرَبِّكَ وَانْحَرْ
So bete zu deinem Herrn und schlachte das Opfer!
Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīmAllāh, der Erhabene, hat die Wahrheit gesprochen..
Bete zu deinem Herrn und schlachte – so befiehlt es Allāh (ﷻ). Das qurbān kommt also dem Opfernden selbst zugute, und es kommt den Armen und Bedürftigen zugute, die davon essen. Sie werden duᶜāʾAnrufung, Bitte für denjenigen sprechen, der sie gespeist hat. So erhält man doppelten thawābVerdienst, Belohnung: für das qurbān selbst und dafür, den Armen Freude zu bereiten. Möge Allāh (ﷻ) unsere ᶜibādah annehmen.
Die Schönheit der Anbetung
Alle ᶜibādāt sind schön. Es gibt keine schwierige ᶜibādah. ShayṭānTeufel zeigt sie als schwierig. Doch in der ᶜibādah liegen Schönheit und Güte. Möge Allāh (ﷻ) uns nicht Shayṭān folgen lassen. Möge Er (ﷻ) uns immer diese Zustände kosten lassen und uns nicht davon fernhalten, in shāʾa llāh.
Wa min Allāhi t-tawfiq"Und von Gott kommt der Erfolg.". al-fātiḥahEröffnung.



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