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Die wahre Blindheit und die zweite Zeit der Unwissenheit

Lesedauer: 2m 02s

Vortrag von

Shaykh Muhammad Adil al-Haqqani
gehalten am 
16. Juli 2026
 / 
2. Ṣafar 1448
 in Akbaba

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السَّلَامُ عَلَيْكُمْ وَرَحْمَةُ اللَّهِ وَبَرَكَاتُهُ

أَعُوذُ بِاللَّهِ مِنَ الشَّيْطَانِ الرَّجِيمِ.
بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَٰنِ الرَّحِيمِ

الصَّلَاةُ وَالسَّلَامُ عَلَىٰ رَسُولِنَا مُحَمَّدٍ
سَيِّدِ الْأَوَّلِينَ وَالْآخِرِينَ

مَدَدَ يَا رَسُولَ اللَّهِ
مَدَدَ يَا سَادَاتِي أَصْحَابَ رَسُولِ اللَّهِ
مَدَدَ يَا مَشَايِخَنَا
دَسْتُورُ مَوْلَانَا الشَّيْخِ عَبْدِ ٱللّٰهِ ٱلْفَائِزِ ٱلدَّاغِسْتَانِيّ
شَيْخُ مُحَمَّدٍ ظَاظِمِ الْحَقَّانِيِّ

طَرِيقَتُنَا الصُّحْبَةُ وَالْخَيْرُ فِي الْجَمْعِيَّةِ

as-salāmu ᶜalaykum wa-raḥmatu llāhi wa-barakātuh

aᶜūdhu bi-llāhi mina sh-shayṭāni r-rajīm
bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm

aṣ-ṣalātu wa-s-salāmu ᶜalā rasūlinā muḥammad
sayyidi l-awwalīna wa-l-ākhirīn

madad yā rasūla llāh
madad yā sādātī aṣḥāba rasūli llāh
madad yā mashāyikhanā
dastūr mawlānā shaykh ᶜAbd Allāh al-Fāʾiz ad-Dāghistānī,
shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī.

ṭarīqatunā aṣ-suḥbah wa l-khayru fi l-jamʿiyyah

Deutsch anzeigen

Der Friede, die Barmherzigkeit und der Segen Allahs seien auf euch.

Ich nehme meine Zuflucht bei Allah vor dem verfluchten Teufel.
Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Gnädigen.

Der Segen und der Friede seien auf unserem Propheten Muhammad,
dem Herrn der Ersten und der Letzten.

Unterstützung, o Gesandter Allahs!
Unterstützung, o meine Meister, Gefährten des Gesandten Allahs!
Unterstützung, o unsere Shaykhs!
Erlaubnis, unser Meister, Shaykh Abdullah al-Fāyiz al-Dāghestānī.
des Lehrers von Shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī

Unser Weg ist die Gemeinschaft und das Gute liegt in der Gemeinschaft.

Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm.

وَمَن كَانَ فِي هَٰذِهِ أَعْمَىٰ فَهُوَ فِي الْآخِرَةِ أَعْمَىٰ وَأَضَلُّ سَبِيلًا

القرآن (۱۷:۷۲)

Und wer in diesem Leben blind ist, der wird auch im Jenseits blind sein und noch weiter vom Weg abirren.

Koran (17:72)

Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīm.

Möge Allāh (ﷻ) uns nicht zu den Blinden zählen.

Allāh (ﷻ) sagt: „Wer in dieser Welt blind ist, wird auch im Jenseits blind sein." Blind aber ist nicht, wessen Augen nichts sehen, sondern wessen Herz nicht begreift. Wer die Wahrheit nicht erkennt, ist blind.

Wer daher in dieser Welt die Wahrheit nicht sieht und dem rechten Weg nicht folgt, dem wird es im Jenseits noch weit schlechter ergehen. Dort wird er überhaupt nichts mehr sehen können. Sein Ende wird sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits schrecklich sein.

Die wahre Blindheit des Herzens

Allāh (ﷻ) hat die Wahrheit klar dargelegt; jeder kann sie sehen und erkennen. Doch die Menschen folgen ihrer nafs und akzeptieren nicht das ḥalāl und ḥarām, das Allāh, der Erhabene, festgelegt hat. Sie sagen: „Wir tun nur, was unsere nafs begehrt." „Was unsere nafs nicht will, lehnen wir ab." Sie sagen: „Wir akzeptieren es nicht, und niemand sonst darf es akzeptieren."

Mit dieser Haltung – „Alle müssen genau wie wir sein" – haben wir nun das Ende der Endzeit erreicht. Sie akzeptieren nichts anderes: „Alle Staaten, die ganze Welt muss unsere irregeleitete Denkweise übernehmen." „Niemand darf die von Allāh (ﷻ) festgelegten Gebote annehmen." Sie fordern: „Ihr sollt nicht Seinem Weg folgen, sondern unserem Weg – dem Weg Shayṭāns."

Seht, das sind die wahrhaft Blinden. Ihre Seelen sind blind, ihre Herzen schwarz, ihre Gedanken finster. Das ist der Zustand eines Menschen, der in allem nur seiner nafs folgt. Daraus kann nichts anderes entstehen: Aus dem Bösen entsteht nichts Gutes, aus Unwissenheit entsteht kein Wissen. Was sie Wissen nennen, ist keines – ein Wissen, das Allāh (ﷻ) nicht anerkennt, ist kein wahres Wissen. Ein Wissen, das Allāh (ﷻ) ablehnt und nur der nafs dient, ist reine Unwissenheit.

Die zweite Zeit der Unwissenheit

Wir leben heute in der zweiten Zeit der Unwissenheit, von der unser Prophet () gesprochen hat. Sie ist weit schlimmer als die erste – viel schlimmer. Möge Allāh (ﷻ) uns davor bewahren.

Mögen unsere Herzen und Augen nicht blind werden, sondern die Wahrheit erkennen. Möge niemand blind bleiben, und möge dies eine Rechtleitung für die Menschen sein. Genau das brauchen die Menschen: Was wir mehr benötigen als Speise, Trank und alles andere, ist der Glaube.

Unsere Augen müssen offen sein; wir dürfen nicht blind sein. Möge Allāh (ﷻ) uns bewahren. Möge Allāh (ﷻ) den Retter senden, der jeden Menschen auf den rechten Weg leitet, in shāʾa llāh.

Die wahre Blindheit und die zweite Zeit der Unwissenheit

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