Hingabe

Die Lebensweise der Liebenden

Gebt euer Vermögen nicht in die Hände der Törichten

Lesedauer: 3m 48s

Vortrag von

Shaykh Muhammad Adil al-Haqqani
gehalten am 
19. Juli 2026
 / 
5. Ṣafar 1448
 in Akbaba

Arabisch anzeigen?

السَّلَامُ عَلَيْكُمْ وَرَحْمَةُ اللَّهِ وَبَرَكَاتُهُ

أَعُوذُ بِاللَّهِ مِنَ الشَّيْطَانِ الرَّجِيمِ.
بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَٰنِ الرَّحِيمِ

الصَّلَاةُ وَالسَّلَامُ عَلَىٰ رَسُولِنَا مُحَمَّدٍ
سَيِّدِ الْأَوَّلِينَ وَالْآخِرِينَ

مَدَدَ يَا رَسُولَ اللَّهِ
مَدَدَ يَا سَادَاتِي أَصْحَابَ رَسُولِ اللَّهِ
مَدَدَ يَا مَشَايِخَنَا
دَسْتُورُ مَوْلَانَا الشَّيْخِ عَبْدِ ٱللّٰهِ ٱلْفَائِزِ ٱلدَّاغِسْتَانِيّ
شَيْخُ مُحَمَّدٍ ظَاظِمِ الْحَقَّانِيِّ

طَرِيقَتُنَا الصُّحْبَةُ وَالْخَيْرُ فِي الْجَمْعِيَّةِ

as-salāmu ᶜalaykum wa-raḥmatu llāhi wa-barakātuh

aᶜūdhu bi-llāhi mina sh-shayṭāni r-rajīm
bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm

aṣ-ṣalātu wa-s-salāmu ᶜalā rasūlinā muḥammad
sayyidi l-awwalīna wa-l-ākhirīn

madad yā rasūla llāh
madad yā sādātī aṣḥāba rasūli llāh
madad yā mashāyikhanā
dastūr mawlānā shaykh ᶜAbd Allāh al-Fāʾiz ad-Dāghistānī,
shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī.

ṭarīqatunā aṣ-suḥbah wa l-khayru fi l-jamʿiyyah

Deutsch anzeigen

Der Friede, die Barmherzigkeit und der Segen Allahs seien auf euch.

Ich nehme meine Zuflucht bei Allah vor dem verfluchten Teufel.
Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Gnädigen.

Der Segen und der Friede seien auf unserem Propheten Muhammad,
dem Herrn der Ersten und der Letzten.

Unterstützung, o Gesandter Allahs!
Unterstützung, o meine Meister, Gefährten des Gesandten Allahs!
Unterstützung, o unsere Shaykhs!
Erlaubnis, unser Meister, Shaykh Abdullah al-Fāyiz al-Dāghestānī.
des Lehrers von Shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī

Unser Weg ist die Gemeinschaft und das Gute liegt in der Gemeinschaft.

Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm.

وَلَا تُؤْتُوا السُّفَهَاءَ أَمْوَالَكُمُ الَّتِي جَعَلَ اللَّهُ لَكُمْ قِيَامًا

القرآن (۴:۵)

Und gebt nicht den Toren euer Vermögen, das Allah euch zum Unterhalt bestimmt hat.

Koran (4:5)

Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīm.

Als töricht gilt, wer sein Vermögen verschwendet, ohne auf ḥalāl und ḥarām zu achten, und der am Ende völlig mittellos dasteht.

Vertraut einem solchen Menschen unter keinen Umständen euer Vermögen an. Gebt ihm nur das, was er wirklich braucht – alles, was darüber hinausgeht, wird ohnehin nur sinnlos verschwendet.

Deshalb heißt es: Gebt es ihnen nicht, damit sie die Gaben Allāhs (ﷻ) nicht leichtfertig vergeuden. Verweigert ihr es ihnen, so erweist ihr ihnen in Wirklichkeit einen Dienst. Denn sonst wird dieses Geld größtenteils vergeudet und für Verbotenes ausgegeben, und am Ende stehen sie völlig mittellos da und geraten erneut in Schwierigkeiten.

So hat Allāh (ﷻ) diese Regel für alle festgelegt – ob jung oder alt, Mann oder Frau. Ein sogenannter „Tor" ist jemand, der nicht auf ḥalāl und ḥarām achtet, sondern nur seinen Begierden folgt. Heutzutage verhalten sich leider mehr als neunzig Prozent der Menschen auf diese törichte Weise. Es gibt keine andere Erklärung dafür, denn sie wissen nicht, wie man richtig mit Geld umgeht. Das zieht sich durch alle Schichten, vom Kleinsten bis zum Größten.

Verschwendung reicht bis in die Führung der Länder

Wir müssen daher achtsam sein und die Gaben bewahren, die Allāh (ﷻ) uns anvertraut hat. Für einen selbst und die eigene Familie ist ohnehin genug da; Allāh (ﷻ) gibt jedem seine festgelegte Versorgung. Wer jedoch verschwenderisch handelt, dem entgleitet der Segen, und alles geht verloren.

Das gilt vom Kleinsten bis zum Größten – man sieht es auch am Zustand der Länder. Das bedeutet: Leider zählen auch die Herrschenden zu diesen Törichten. Angesichts der offensichtlichen Lage ihrer Länder darf man Ressourcen nicht einfach nach Belieben verschwenden und verteilen.

Allāh (ﷻ) sagt: Gebt es ihnen nicht, denn die meisten Menschen handeln töricht. Egal wie viel man ihnen gibt, am Ende werden sie einen nur dafür verantwortlich machen. Je mehr Gutes man tut, desto undankbarer werden sie.

Es gibt ein Sprichwort: „Falsches Mitleid richtet nur Schaden an." In Wahrheit ist das gar kein Mitleid, sondern schlicht Ungerechtigkeit. Darauf muss man achten – ob bei einfachen Leuten, Einflussreichen oder Herrschenden. Was man Wirtschaft nennt, wird genau durch dieses Verhalten ruiniert.

Ressourcen werden in die Hände von Törichten gelegt, und hinterher fragt man sich: Wie sollen wir uns jetzt retten? Von wem sollen wir noch Geld nehmen? Wen sollen wir mit neuen Steuern belasten? Millionen und Milliarden werden für schädliche Einrichtungen und nutzlose Dinge vergeudet, und am Ende wird die Rechnung den Armen präsentiert. So funktioniert es nicht. Handelt man auf diese Weise, bleibt weder Segen noch etwas Gutes übrig.

Gerechtigkeit gegenüber den Armen

Den Armen soll Barmherzigkeit erwiesen werden. Man darf den Armen nichts nehmen, um die Schulden der Reichen zu begleichen. Man muss jeden mit Gerechtigkeit behandeln. Allāh (ﷻ) erklärt im edlen Koran sehr deutlich, wie Gerechtigkeit hergestellt wird. Man muss genau darauf achten, woher das Geld kommt und wohin es fließt, und wissen, wem man etwas geben darf und wem nicht.

Man mag sagen: „Wenn wir nichts geben, können wir nichts gewinnen." Doch was geschieht, wenn man es diesen Menschen gibt? Dann verlieren am Ende alle. Möge Allāh (ﷻ) uns bewahren und uns Verständnis und Einsicht schenken.

Würden die Menschen auf dem Weg Allāhs (ﷻ) wandeln, gäbe es mehr als genug Gaben und Versorgung für alle. Doch weil sie vom rechten Weg abgewichen sind, ist die ganze Welt aus den Fugen geraten. Nichts ist mehr im Gleichgewicht. Möge Allāh (ﷻ) uns bewahren und uns alle auf den rechten Weg leiten.

Auch im privaten Bereich: Nicht jedem Geld anvertrauen

Genau dasselbe gilt im privaten Bereich. Menschen kommen und klagen: „Mein Sohn verspielt sein Geld beim Glücksspiel, er tut dies und das." Nun, dann gebt ihm kein Geld! Wenn man einwendet: „Aber dann wird er wütend" – nun, dann lasst ihn eben wütend sein! Was nützt es, wenn er zuerst euer ganzes Geld verschwendet hat? Das nützt am Ende niemandem.

Deshalb muss man in solchen Angelegenheiten standhaft bleiben. Man muss sich vor jenen hüten, die schlechte Gewohnheiten haben und Geld für Unsinn ausgeben. Gebt ihnen wirklich nur das, was unbedingt nötig ist.

Unsere Aufgabe: ermahnen und raten

Möge Allāh (ﷻ) unser Helfer sein. So viel wir auch darüber sprechen, es scheint kaum von Nutzen zu sein, denn die Welt ist völlig aus dem Gleichgewicht geraten. Doch unsere Aufgabe ist es, zu ermahnen und Rat zu geben.

Der Prophet () sagt in einem Ḥadīth sharīf:

الدِّينُ النَّصِيحَةُ

حديث (مسلم)

Die Religion ist aufrichtiger Rat.

Ḥadīth (Muslim)

So geben wir diesen Rat weiter. Wer will, kann ihn annehmen, und wer nicht, der möge tun, was er für richtig hält. Möge Allāh (ﷻ) unsere Hilfe sein.

Gebt euer Vermögen nicht in die Hände der Törichten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert