Hingabe

Die Lebensweise der Liebenden

Oasen in der Wüste der Spiritualität

Lesedauer: 2m 14s

Vortrag von

Shaykh Muhammad Adil al-Haqqani
gehalten am 
24. September 2026
 / 
13. Rabīᶜu th-thānī 1448
 in Berlin

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السَّلَامُ عَلَيْكُمْ وَرَحْمَةُ اللَّهِ وَبَرَكَاتُهُ

أَعُوذُ بِاللَّهِ مِنَ الشَّيْطَانِ الرَّجِيمِ.
بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَٰنِ الرَّحِيمِ

الصَّلَاةُ وَالسَّلَامُ عَلَىٰ رَسُولِنَا مُحَمَّدٍ
سَيِّدِ الْأَوَّلِينَ وَالْآخِرِينَ

مَدَدَ يَا رَسُولَ اللَّهِ
مَدَدَ يَا سَادَاتِي أَصْحَابَ رَسُولِ اللَّهِ
مَدَدَ يَا مَشَايِخَنَا
دَسْتُورُ مَوْلَانَا الشَّيْخِ عَبْدِ ٱللّٰهِ ٱلْفَائِزِ ٱلدَّاغِسْتَانِيّ
شَيْخُ مُحَمَّدٍ ظَاظِمِ الْحَقَّانِيِّ

طَرِيقَتُنَا الصُّحْبَةُ وَالْخَيْرُ فِي الْجَمْعِيَّةِ

as-salāmu ᶜalaykum wa-raḥmatu llāhi wa-barakātuh

aᶜūdhu bi-llāhi mina sh-shayṭāni r-rajīm
bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm

aṣ-ṣalātu wa-s-salāmu ᶜalā rasūlinā muḥammad
sayyidi l-awwalīna wa-l-ākhirīn

madad yā rasūla llāh
madad yā sādātī aṣḥāba rasūli llāh
madad yā mashāyikhanā
dastūr mawlānā shaykh ᶜAbd Allāh al-Fāʾiz ad-Dāghistānī,
shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī.

ṭarīqatunā aṣ-suḥbah wa l-khayru fi l-jamʿiyyah

Deutsch anzeigen

Der Friede, die Barmherzigkeit und der Segen Allahs seien auf euch.

Ich nehme meine Zuflucht bei Allah vor dem verfluchten Teufel.
Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Gnädigen.

Der Segen und der Friede seien auf unserem Propheten Muhammad,
dem Herrn der Ersten und der Letzten.

Unterstützung, o Gesandter Allahs!
Unterstützung, o meine Meister, Gefährten des Gesandten Allahs!
Unterstützung, o unsere Shaykhs!
Erlaubnis, unser Meister, Shaykh Abdullah al-Fāyiz al-Dāghestānī.
des Lehrers von Shaykh Muḥammad Nāẓim al-Ḥaqqānī

Unser Weg ist die Gemeinschaft und das Gute liegt in der Gemeinschaft.

Möge es voller Gutes und barakah sein, in shāʾa llāh.

Oasen in der Wüste

Wie wir immer sagen: Ein dergāh ist wie eine Oase in der Wüste. Überall ist es zur Wüste geworden. Wie ist eine Wüste? Man mag von „Grün" und dergleichen sprechen, doch in Bezug auf Religion und Spiritualität ist das Land öde geworden – eine Wüste, in der nichts mehr ist. Die Seelen der Menschen sind ausgedörrt, und es gibt niemanden, der ihnen das Wasser der Barmherzigkeit Allāhs (ﷻ) reicht – außer diesen Stätten.

Dies ist ein Land des Unglaubens; doch selbst dort, wo es kein Land des Unglaubens ist, ist die Spiritualität verschwunden. Diese Orte hier aber sind noch dringender nötig, denn sie sind Oasen.

Um Allāhs (ﷻ) willen gegründet

Wer auch immer an diese Orte kommt, hat Nutzen davon, denn sie wurden einzig um Allāhs (ﷻ) willen gegründet – nicht für persönlichen Gewinn, sondern für Sein (ﷻ) Wohlgefallen. Sie wurden geschaffen, damit der Glaube aller Muslime gestärkt wird: von Jung und Alt, von Männern und Frauen. Das ist der eigentliche Zweck und das Ziel dieser Stätten: die Religion zu lehren und den wahren Weg zu zeigen.

Das gilt besonders für die Stätten der Naqshbandīs. Natürlich verhält es sich bei anderen ebenso, doch den aufrichtigen Naqshbandīs kann niemand auch nur ein einziges Wort vorwerfen. Shukr sei Allāh (ﷻ), die Naqshbandī-ṭarīqah ist das Wesen der sharīᶜah selbst. Sie umfasst die gesamte sharīᶜah, die sunnah, wājib, farḍ und mustaḥabb sowie die adᶜiyah, awrād, adhkār und ṣalawāt genau so, wie unser Prophet (ﷺ) sie gezeigt hat. Darum sind dieser Weg und diese Stätten von Nutzen; der größte Nutzen liegt in ihnen.

Ein Ort für Gebet und Wissen

Selbstverständlich soll man auch in die Moscheen gehen. Es gibt jedoch viele Orte, an denen es keine Moschee gibt. An diesen Stätten kann man sowohl beten als auch Wissen erwerben. Natürlich gibt es getrennte Tage für Frauen und für Männer, und auch für Kinder gibt es eigene Tage. Möge Allāh (ﷻ) mit euch zufrieden sein.

Sie sollen auf diesem Weg bleiben, den die mashāyikh gezeigt haben, und den Anweisungen von Mawlānā Shaykh Nāẓim folgen. Möge Allāh (ﷻ) mit euch zufrieden sein.

Keine Woche versäumen

Wie gesagt: Wer kommt, wird Nutzen haben. Wer nicht kommt und lieber woanders hingehen will, soll gehen; dennoch ist die Bedeutung dieser Stätten immens. Wo es also ein dergāh oder eine Moschee gibt, ist es unerlässlich, dorthin zu gehen – nicht einmal eine einzige Woche auszulassen. Man muss hingehen, denn damit bringt man barakah und Nutzen für sich selbst, für die Familie und für die Menschen ringsum.

Möge Allāh (ﷻ) mit allen zufrieden sein, die dazu beitragen. Möge Allāh (ﷻ) ihre Zahl mehren.

Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.

Oasen in der Wüste der Spiritualität

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