Bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm.
وَمَا أُمِرُوا إِلَّا لِيَعْبُدُوا اللَّهَ مُخْلِصِينَ لَهُ الدِّينَ حُنَفَاءَ وَيُقِيمُوا الصَّلَاةَ وَيُؤْتُوا الزَّكَاةَ وَذَٰلِكَ دِينُ الْقَيِّمَةِ
Dabei wurden sie nur angewiesen, Allāh aufrichtig zu dienen, als aufrechte Gläubige, das Gebet zu verrichten und die Zakāh zu entrichten – und das ist die Religion der Rechtschaffenheit.
Ṣadaqa llāhu l-ᶜaẓīm.
Allāh (ﷻ) hat die Menschen angewiesen, Ihm aufrichtig zu dienen und für jede Gnade, die Er (ﷻ) gewährt, mit echtem ikhlāṣ shukr zu erweisen. Wer aufrichtig dient, hat einen hohen Rang. Es gibt viele Muslime, doch die wirklich Aufrichtigen sind wenige.
Denn wer den Islām nach eigenem Belieben lebt, entfernt sich von der Aufrichtigkeit. Er tut, was sein Ego will; er macht ḥalāl zu ḥarām und ḥarām zu ḥalāl und behauptet dabei, Muslim zu sein. Manche tun nicht einmal das: Sie beten nicht, sie dienen nicht – sie tragen lediglich den Namen „Muslim." Möge Allāh (ﷻ) uns zu den Aufrichtigen zählen.
Wohin der Wind weht
Aufrichtig zu sein bedeutet, nach innen und außen gleich zu sein. Wer keine Aufrichtigkeit besitzt, unterscheidet sich von außen von dem, was er innen trägt – das ist der Zustand der gewöhnlichen Menschen. Da sie keinen ikhlāṣ haben, werden sie von jedem Wind davongetragen, in die eine und dann in die andere Richtung. Ohne Aufrichtigkeit kann ein Mensch überallhin gehen und an alles Mögliche glauben – und er neigt eher zum Schlechten als zum Guten.
Deshalb wurde befohlen, aufrichtig zu sein und Allāh (ﷻ) lauter zu dienen, um in Seiner (ﷻ) Gegenwart zu gelangen und die höchsten Ränge im Paradies zu erreichen. Das muss das Ziel der Menschen sein.
Der Weg der Aufrichtigen
Allāhs (ﷻ) Befehl allein zu erfüllen ist schwer. Von einer Million schafft es kaum einer allein. Es ist daher kein Grund zur Mühe: Das Eintreten in die ṭarīqah und das Folgen des Weges der Aufrichtigen ist Erleichterung.
Manche sehen die ṭarīqah mit schlechten Augen. Was ist ṭarīqah? Sie ist eben dieser Befehl – Allāh (ﷻ) mit Aufrichtigkeit zu dienen. Wer ihr nicht folgt, wird hierhin und dorthin zerstreut. Die ṭarīqah hat von allen Seiten nur Gutes; sie hat keine schlechte Seite. Doch die auf Shayṭāns Seite sind, bekämpfen sie – darunter auch manche Religiösen, die sagen, sie bräuchten niemanden und seien sich selbst genug. Doch auch sie folgen jemandem; nur haben jene, denen sie folgen, keinen Funken Aufrichtigkeit.
Es gibt viele ṭarīqahs. Was die Aufrichtigkeit betrifft, so ist die Naqshbandī-ṭarīqah jene, die um Allāhs (ﷻ) willen Heuchelei meidet – sie ist die stärkste. Andere ṭarīqahs sind ebenfalls gut; manchen Menschen entspricht die Naqshbandī-ṭarīqah nicht so sehr, ihnen mag eine andere näherstehen – das ist in Ordnung. Jede ṭarīqah ist gut. Doch jeder Mensch muss irgendeiner folgen. Wer außerhalb der ṭarīqah steht, steht außerhalb der Aufrichtigkeit.
Egal wie viel eine jamāᶜah von Gemeinschaft und Aufrichtigkeit spricht – jamāᶜah und ṭarīqah sind verschieden. Eine jamāᶜah führt einen nirgendwo hin; sie ist irgendwie entstanden und setzt sich fort. Die ṭarīqah aber führt zum Propheten (ﷺ). Sie steht unter seinem (ﷺ) Schutz. Wir sind mit Allāhs (ﷻ) Erlaubnis auf seinem (ﷺ) Weg. Möge Allāh (ﷻ) uns alle zu Seinen aufrichtigen und reinen Dienern machen, in shāʾa llāh. Mögen wir gegenüber niemandem Schlechtes im Herzen tragen.
Wa min Allāhi t-tawfiq. al-fātiḥah.



Schreibe einen Kommentar