Allāh (ﷻ) schwört beim Morgengrauen und bei den zehn Nächten — den gesegnetsten Nächten des Jahres. Wer diese Tage fastet, besonders am yawmu ᶜarafah, und vor dem Morgengrauen betet, gewinnt in der ākhirah auf ewig. Das nafs ist träge für den Gottesdienst — doch wir sollen es überwinden und von diesen heiligen Nächten profitieren.
Vorträge
Wir lernen beim Zusammensein mit unserem Meister und durch Zuhören bei seinen Vorträgen. Entscheidend ist die Absicht, sich mit dem Meister zu verbinden und sein Herz für Hinweise und Anregungen zu öffnen. Die Übertragung von Wissen findet von Herz zu Herz statt.

Die Wunder Mawlānā Shaykh Nāẓims und die Beständigkeit auf dem Weg
17. Mai 2026
Die Tage des Menschen vergehen schnell, ohne dass er es bemerkt. Zu den Wundern mawlānā shaykh Nāẓims gehörten das Falten des Raumes (ṭayyu l-makān) und das Dehnen der Zeit (ṭayyu z-zamān) — doch das wichtigste Wunder ist die Beständigkeit auf dem geistigen Weg. Sein tasarruf und seine Führung wirken bis heute weiter, sogar stärker als zu seinen Lebzeiten.

Anstand lebt nur noch im geistigen Weg
16. Mai 2026
Gutes Benehmen war einst fester Bestandteil jeder Erziehung — heute findet es sich nur noch in der ṭarīqah. Allāh (ﷻ) hat alle Regeln des rechten Umgangs dem Propheten (ﷺ) gelehrt, und dieser hat sie seiner umma weitergegeben. Wo adab fehlt, fehlt der Friede — wo er gelebt wird, entsteht eine schöne Gemeinschaft.

Beständigkeit ist das größte Gottesgeschenk
15. Mai 2026
Beständigkeit auf dem geistigen Weg ist das Größte, was Allāh (ﷻ) einem Menschen schenken kann. Viele treten in die ṭarīqah ein, doch weltliche Ablenkungen oder Prüfungen bringen sie dazu aufzugeben — wer aber durchhält, der hat gewonnen. Denn wie ein weises Wort lehrt: das Erhabenste aller Gottesgeschenke ist die Beständigkeit.

Die Zähmung des Ego
14. Mai 2026
Allāh (ﷻ) hat den Menschen mit einer Triebseele und freiem Willen erschaffen – Er unterdrückt dabei niemanden. Wer seine Triebseele zügelt und läutert, gewinnt beide Welten; wer ihr folgt, verliert. Wie ein wildes Tier kann die Triebseele gezähmt werden – der Gewinn liegt in dieser Welt und im Jenseits.

Allāh tut, was Er will
13. Mai 2026
Allāh (ﷻ) tut, was Er will — Er fragt niemanden. Widerspruch und Klagen bringen keinen Nutzen, sondern gefährden den īmān. Für den Gläubigen ist alles, was Allāh (ﷻ) bestimmt, gut; für den Ungläubigen ist selbst das Beste ohne Segen.

Das Schröpfen — Methode, Bedeutung und rechte Zeit
12. Mai 2026
Der Prophet (ﷺ) empfahl das Schröpfen (ḥijāmah) als eine der wichtigsten Heilmethoden. Es muss von ausgebildeten Fachleuten mit Wärme und Schröpfköpfen durchgeführt werden — nicht mit mechanischen Pumpen, die gesundes und krankes Blut unterschiedslos absaugen. Die beste Zeit ist Frühjahr (Mai–Juni) oder Herbst (Oktober–November); einmal jährlich ist ausreichend.

Was wir wollen, muss nicht gut für uns sein
10. Mai 2026
Allāh (ﷻ) lehrt uns im Koran, dass wir manches begehren mögen, das uns schadet, und manches ablehnen mögen, das uns guttut — wir kennen Seine Weisheit nicht. Darum sollen wir uns nach bestem Bemühen auf Allāh (ﷻ) verlassen und Ihn um das Beste bitten. Die bevorstehende Pilgerfahrt ist die schwerste ᶜibādah und eine Prüfung von Allāh (ﷻ) — wer sie geduldig und klaglos vollendet, empfängt einen gewaltigen Lohn.

Sie erkannten den Wert Allāhs nicht
9. Mai 2026
Die Menschheit hat Allāh (ﷻ) nie nach Seiner wahren Größe gewürdigt — manche beten Götzen an, andere ihr eigenes Ego oder shayṭān. Der geistige Schaden dieser Verirrung ist immens. Ergib dich Allāh (ﷻ), mache duᶜāʾ und warte auf den mahdī (as) — denn Auflehnung erfreut nur shayṭān.

Der Weg des Lichts
9. Mai 2026
Die Gläubigen, die rechtschaffene Werke vollbringen, werden in den Gärten des Firdaws auf ewig vereint sein — ohne Leid und ohne Sehnsucht. Halte das Versprechen, das du Allāh (ﷻ) am Tag des Urzeitbundes gegeben hast. Bezwinge das Ego und bleibe auf dem schönen Weg, den mawlānā shaykh Nāẓim uns gezeigt hat.

Vergiss die Wohltat nicht
9. Mai 2026
Allāh (ﷻ) sagt: Vergesst nicht die Güte untereinander. Wer dir den Weg gezeigt hat — vergiss es nicht, selbst wenn er abgeirrt ist. Und wer andere auf den Weg bringt, erntet Lohn für jeden Einzelnen. Lohn bei Allāh (ﷻ) schwindet nicht, wenn man ihn teilt — er vervielfacht sich.

Ehrfurcht und Liebe — das Wesen des geistigen Weges
6. Mai 2026
Das Wesen der ṭarīqah ist Ehrfurcht und Liebe: zuerst Ehrfurcht vor Allāh (ﷻ), dann Liebe zu Ihm und Seinem Propheten (ﷺ). Der Prophet (ﷺ) sagt: „Ein Mensch ist mit dem, den er liebt" — diese Liebe rettet, in dieser Welt und im Jenseits, und macht den Menschen zum geliebten Diener Allāhs.


