Allāh (ﷻ) vergibt alle Sünden, wenn ein Mensch aufrichtig um Vergebung bittet, und daran zu zweifeln schwächt den Glauben selbst. Wer eine Sünde begeht, muss sie sofort bereuen und darf nicht auf ihr beharren, denn Beharren und Sturheit sind die größte Eigenschaft shayṭāns und lassen die Sünde bis zum Jüngsten Tag anhaften. Wer die Rechte anderer verletzt hat, sollte sie begleichen oder, falls das nicht mehr möglich ist, ṣadaqah geben und um Vergebung bitten, damit Allāh (ﷻ), so Er (ﷻ) will, vergibt.
Vorträge
Wir lernen beim Zusammensein mit unserem Meister und durch Zuhören bei seinen Vorträgen. Entscheidend ist die Absicht, sich mit dem Meister zu verbinden und sein Herz für Hinweise und Anregungen zu öffnen. Die Übertragung von Wissen findet von Herz zu Herz statt.

Die Bedeutung der Absicht
15. August 2026
Alle Taten eines Menschen hängen von ihrer Absicht ab – ist die Absicht gut, wird auch das Ergebnis gut sein, denn dieses irdische Leben ist nur ein vergänglicher Genuss, den erst die Absicht um Allāhs (ﷻ) willen mit Wert erfüllt. Wer sich auf eine Reise begibt, studiert oder handelt, sollte seine Absicht stets dem Wohlgefallen Allāhs (ﷻ) widmen, denn böse Absichten schaden am Ende nur dem Täuschenden selbst. Dies ist die Absicht der Leute der ṭarīqah, die dem Weg des Propheten (ﷺ) folgen, statt Nutzen und Vorteil bei den Menschen zu suchen.

Die Liebe zum Propheten und die Vorzüglichkeit des Monats Rabīᶜu l-awwal
14. August 2026
Die Liebe zu unserem Propheten (ﷺ) ist Pflicht, denn Allāh (ﷻ) und Seine Engel senden Segen auf ihn (ﷺ), und die Gläubigen sind aufgerufen, es ihnen gleichzutun (Koran 33:56). Im gesegneten Monat Rabīᶜu l-awwal, dem Monat der Schönheit und des Frühlings, ist es ein großer Gewinn, täglich mehr ṣalawāt auf den Propheten (ﷺ) zu senden und seiner (ﷺ) sunnah zu folgen. Wer Verstand, Vernunft und Nachdenken gebraucht, erkennt gewiss, dass niemand mehr Ehre und Respekt verdient als unser Prophet (ﷺ), dessen (ﷺ) ummah wir sein dürfen.

Die Sonnenfinsternis und die göttliche Weisheit
13. August 2026
Eine Sonnenfinsternis ist eine göttliche Bestimmung und ein Zeichen Allāhs (ﷻ), dessen Wirkung durch Gebet, tasbīḥāt und duʿāʾ an den Orten ihrer Sichtbarkeit gemildert wird. Sonne, Mond und Sterne sind der Menschheit dienstbar gemacht und tragen jede ihre eigene Weisheit in sich – nichts geschieht durch Zufall, und wahrer Glaube lässt den Menschen die Zeichen des Jüngsten Tages erkennen. Allāh (ﷻ) tut, was Er (ﷻ) will, und schenkt das Wissen um diese Dinge nur denen, die Er (ﷻ) dazu erwählt.

Der letzte Mittwoch des Ṣafar und die Bedeutung des Almosengebens
12. August 2026
Der letzte Mittwoch des Monats Ṣafar gilt als der schwerste Tag eines ohnehin gewichtigen Monats – ṣadaqah, tasbīḥāt und aufrichtige Reue lassen ihn mit Allāhs (ﷻ) Erlaubnis sicher vergehen. Ṣadaqah wehrt jedes Unglück ab, verlängert das Leben und nützt in jeder Hinsicht; sie ist die wichtigste Pflicht an diesem Tag. Nichts bleibt bestehen, weder Tage noch Monate noch Jahre – entscheidend ist allein, sie im Wohlgefallen Allāhs (ﷻ) zu verbringen, während der bevorstehende Monat Rabīᶜ al-Awwal mit dem Mawlid des Propheten (ﷺ) die Schwere des Ṣafar aufhebt.

Weicht nicht vom rechten Weg ab
11. August 2026
Der Weg unseres Propheten (ﷺ) ist klar – alle Gefährten, ahlu l-bayt und rechtschaffenen Gelehrten sind ihm gefolgt, während jeder, der davon abwich, andere mit sich zugrunde richtete. Wer betet, Bittgebete spricht und die Gefährten sowie ahlu l-bayt achtet und liebt, ist auf dem rechten Weg; wer sich ihnen widersetzt, ist abgekommen. Wer sich heute nur auf Hörensagen und Bildschirme statt auf Wissen verlässt, gerät leicht in Verwirrung und verliert selbst die Liebe, die er einst hatte.

Die Bedeutung eines guten Freundes
10. August 2026
Ein guter Freund ist ein großer Segen, ein schlechter Freund eine Heimsuchung – shayṭān und das Ego lieben schlechte Freunde, weil Kinder ihnen oft mehr vertrauen als der eigenen Familie. Wer als Kind einen schlechten Freund hat, kann dadurch sein ganzes Leben und sogar sein Ende im Jenseits verlieren, während ein guter Freund guten Rat annehmen lässt. Da die Zeit heute jede Sünde leicht macht, ist es wichtiger denn je, aufmerksam zu bleiben, mit wem sich die eigenen Kinder umgeben.

Die vier Merkmale des Heuchlers
9. August 2026
Wer lügt, sein Wort bricht, anvertrautes Gut verrät und in Streit maßlos wird, trägt einen Zug der Heuchelei in sich – wer alle vier Merkmale vereint, ist nach den Worten des Propheten (ﷺ) ein vollkommener Heuchler. Anders als das Ego, das sich kaum ablegen lässt, sind diese schlechten Gewohnheiten leicht zu überwinden – bei den Menschen der ṭarīqah fehlen sie meist ohnehin. Wer nur ein einziges dieser Zeichen an sich erkennt, kann sich mit Reue leicht davon befreien.

Wahre Aufrichtigkeit statt nutzloser Dinge
8. August 2026
Viele Menschen zeigen einem Fußballverein mehr Treue und Aufrichtigkeit als ihrem eigenen Wort oder dem Weg Allāhs (ﷻ) – sie wechseln nie den Verein, doch im wirklichen Leben brechen sie ihre Versprechen tausendfach. Würde diese unerschütterliche Hingabe stattdessen Allāh (ﷻ) zugewandt, könnte ein Mensch zu den großen awliyāʾ gehören. Shayṭān hält die Menschen entweder mit nutzlosen Dingen oder mit Sünden beschäftigt – Leben und Zeit sind zu kostbar, um sie an Zorn und Streit über Belangloses zu verschwenden.

Die Religion ist Erleichterung
7. August 2026
Die Religion ist Erleichterung – Allāh (ﷻ) will keine Härte, sondern hat den Islam der menschlichen Natur entsprechend gegeben, damit die Menschen auf Seinem (ﷻ) Weg bleiben können. Die ṭarīqah ist kein Weg der Last, sondern der Weg, der bis zu unserem Propheten (ﷺ) reicht: die sunnah befolgen, sich an einen murshid binden und anderen wahrhaftig helfen. Anders als beliebige Gemeinschaften, deren Absichten oft im Verborgenen und vom Ego getrieben bleiben, führt dieser Weg mit Allāhs (ﷻ) Erlaubnis auf den Weg der Wahrheit.

Wer den Weg zum Guten zeigt, ist wie der, der es tut
6. August 2026
Wer andere auf das Gute hinweist oder ihnen den Weg dazu zeigt, erhält denselben Lohn wie derjenige, der die gute Tat selbst vollbringt. Das größte Ziel eines Muslims ist es, seinen Mitmenschen von Nutzen zu sein, denn der Islam bringt Gutes für die gesamte Schöpfung – Menschen, Tiere und Umwelt. Wer diesen Weg geht, tut es allein um Allāhs (ﷻ) Wohlgefallen willen und lässt sich vom shayṭān, der dabei nie Ruhe gibt, nicht beirren.

Den Weg des Propheten beleben, nicht verfälschen
5. August 2026
Die sunnah unseres Propheten (ﷺ) ist es, im Gebet Schulter an Schulter zu stehen, nicht mit weit gespreizten Füßen Fuß an Fuß – wer das als sunnah ausgibt, erklärt in Wahrheit Erlaubtes zu Verbotenem und führt die Menschen in die Irre. Zur sunnah gehören auch eine takke oder ein Turban als Kopfbedeckung, nicht ein bloßes Tuch nach Frauenart. Wer einem abweichenden Volk ähnlich wird, gehört zu ihm – deshalb sollte man sich nicht an Nachahmern orientieren, sondern bemüht sein, dem Propheten (ﷺ) selbst ähnlich zu werden.


