Die sunnah unseres Propheten (ﷺ) ist es, im Gebet Schulter an Schulter zu stehen, nicht mit weit gespreizten Füßen Fuß an Fuß – wer das als sunnah ausgibt, erklärt in Wahrheit Erlaubtes zu Verbotenem und führt die Menschen in die Irre. Zur sunnah gehören auch eine takke oder ein Turban als Kopfbedeckung, nicht ein bloßes Tuch nach Frauenart. Wer einem abweichenden Volk ähnlich wird, gehört zu ihm – deshalb sollte man sich nicht an Nachahmern orientieren, sondern bemüht sein, dem Propheten (ﷺ) selbst ähnlich zu werden.
Vorträge
Wir lernen beim Zusammensein mit unserem Meister und durch Zuhören bei seinen Vorträgen. Entscheidend ist die Absicht, sich mit dem Meister zu verbinden und sein Herz für Hinweise und Anregungen zu öffnen. Die Übertragung von Wissen findet von Herz zu Herz statt.

Höre und verstehe
4. August 2026
Wer zuhört, ohne zu verstehen, zieht keinen Nutzen aus dem Gehörten – die meisten Menschen warten nur darauf, das zu sagen, was sie ohnehin schon denken, statt wirklich zu begreifen. Den gewaltigen Koran richtig zu verstehen erfordert einen Scheich oder Gelehrten; wer ihn allein nach eigenen Vorstellungen auslegt, folgt in Wahrheit nur den Einflüsterungen Shayṭāns. Wahres Verstehen geschieht nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen.

Blick auf niemanden herab
3. August 2026
Jeder Mensch sündigt, und die Besten unter ihnen sind jene, die bereuen und um Vergebung bitten – niemand darf sich deshalb über andere erheben, denn niemand ist ein Engel. Wer stolz auf sein eigenes Gebet oder seine Anbetung blickt und sich für besser als andere hält, vergisst, dass diese Gunst allein von Allāh (ﷻ) kommt, der sie ebenso leicht mit einem anderen Zustand tauschen kann. Wichtiger als der Zustand anderer ist der eigene: beständige Reue und Demut bewahren einen davor, vom eigenen Ego besiegt zu werden.

Die Versammlungen des Wissens
2. August 2026
Wer Wissensversammlungen besucht oder Rat annimmt, wird zu einem Wissenssuchenden – eine große Tugend, doch nur mit der rechten Absicht, um Allāhs (ﷻ) willen zu lernen. Das Ego sträubt sich gegen jede Ermahnung, lässt sich aber, anders als Shayṭān, durch beständiges Fernhalten von schlechten Dingen zähmen. Wer sich jedoch in falscher Sicherheit wiegt und sein Ego für besiegt hält, wird von ihm im nächsten Augenblick zu Fall gebracht.

Diese Welt ist vergänglich, das Jenseits ist ewig
1. August 2026
Diese Welt vergeht wie ein Wimpernschlag, während das Jenseits ewig ist und niemals endet – wer das Diesseits dem Jenseits vorzieht, folgt lediglich seinem Ego und stürzt sich damit ins Verderben. Niemand geht mit leeren Händen ins Jenseits: Für jede Sünde und jede Tat wird Rechenschaft verlangt, und selbst ein winziger Augenblick der Strafe wiegt dort so schwer wie ein ganzes Leben. Wer dem Ego nicht nachgibt und sich von schlechten Dingen fernhält, erspart sich diesen Verlust.

Allāh ist der Schöpfer und Versorger
31. Juli 2026
Jeder Mensch kommt allein durch den Willen Allāhs (ﷻ) auf diese Welt – kein Verhütungsmittel und keine menschliche Absicht kann ein Leben verhindern, das Er (ﷻ) zu erschaffen beschlossen hat. Die Versorgung eines jeden Dieners ist bereits bei Allāh (ﷻ), dem wahren Versorger, niedergeschrieben, von der Geburt bis zum Tod. Wichtiger als jede Schulbildung oder weltliche Zukunftssorge ist daher, dass ein Kind ein guter Mensch und ein von Allāh (ﷻ) geliebter Diener wird.

Die Wirren der Endzeit
30. Juli 2026
Unser Prophet (ﷺ) beschrieb die Endzeit lange bevor sie eintrat: Es werde fitan geben, „wie Stücke einer finsteren Nacht" – und genau das ist die Zeit, in der wir heute leben, denn nirgends, weder in muslimischen noch in nicht-muslimischen Ländern, bleibt ein Ort davon verschont. Man kann sich vor dieser fitnah der Endzeit nur schützen, indem man wachsam bleibt, sich in den eigenen vier Wänden aufhält und bei Allāh (ﷻ) Zuflucht sucht. Niemand ist vor Shayṭāns Täuschung sicher, weder Groß noch Klein; verlässlich bleibt allein der Weg der sharīᶜah und der ṭarīqah.

Allāh fürchten und Gutes tun
29. Juli 2026
Wer Allāh (ﷻ) fürchtet, tut von Natur aus nur Gutes und schadet niemandem – nicht einmal einer Ameise. Das Ego verlangt immer mehr, ohne Ende, und wer ihm nachgibt, verliert sich selbst; nur wer es in die rechte Richtung lenkt, bleibt auf dem geraden Weg. Wer hingegen keine Furcht vor Allāh (ﷻ) besitzt, misst dem menschlichen Leben keinen Wert bei und ist zu jeder Grausamkeit fähig.

Für die geliebten Diener Allāhs gibt es keine Furcht
28. Juli 2026
Wer mit Allāhs (ﷻ) Bestimmung zufrieden ist und annimmt, dass alles von Ihm (ﷻ) kommt, gehört zu Seinen (ﷻ) geliebten Dienern – für sie gibt es weder Furcht noch Trauer. Der größte Segen ist der Glaube: Wer īmān hat, dem fällt alles Übrige leicht, während ständige Klage und Unzufriedenheit das Herz mit Unruhe füllen. Bittet niemals um Prüfungen – als Diener, die auf Allāhs (ﷻ) Barmherzigkeit angewiesen sind, sollen wir um Seine (ﷻ) Gnade bitten, nicht um Härte.

Die Gläubigen sind Brüder
27. Juli 2026
Wer „Lā ilāha illā llāh, Muḥammadun Rasūlullāh" sagt, ist ein Muslim – auch wenn er gesündigt hat oder vom rechten Weg abgekommen ist. Allāh (ﷻ) gebietet, unter den Gläubigen Frieden zu stiften und ihre Streitigkeiten beizulegen, damit Er ihnen Barmherzigkeit erweist. Wer das Glaubensbekenntnis verinnerlicht hat, dem steht Allāhs (ﷻ) Vergebung offen, ganz gleich wie viele Sünden er begangen hat – wer jedoch vom Glauben abfällt oder sich für vermeintliche Bildung von Allāh (ﷻ) abwendet, verliert alles.

Der Weg, von den Menschen geliebt zu werden
26. Juli 2026
Wer nichts von dem begehrt, was die Menschen besitzen, den lieben die Menschen – so lehrt es der Prophet (ﷺ) in einem Ḥadīth. Wahre Askese bedeutet nicht, mittellos zu sein, sondern Vermögen zu besitzen, ohne den weltlichen Dingen Wert beizumessen. Wer liebt, was Allāh (ﷻ) liebt, und sich von dem fernhält, was Er hasst, wird wahrhaftig zum Menschen und zu einem von Allāh (ﷻ) Geliebten.

Der verlorene Segen der Endzeit und die Zeit des Mahdi (as)
25. Juli 2026
In der Endzeit wird Regen zur Plage, und auch das Großziehen von Kindern fällt schwerer – so kündigt es unser Prophet (ﷺ) an. Wer Allāhs (ﷻ) im Gebet gedenkt, dem schenkt Er Barmherzigkeit und hält das Unheil fern. Zur Zeit des Mahdi (as) kehren Segen und Geschmack der Erde in ihrer vollen Fülle zurück, während sie heute durch den menschlichen Eingriff in die Natur verloren gehen.

