Ein guter Freund ist ein großer Segen, ein schlechter Freund eine Heimsuchung – shayṭān und das Ego lieben schlechte Freunde, weil Kinder ihnen oft mehr vertrauen als der eigenen Familie. Wer als Kind einen schlechten Freund hat, kann dadurch sein ganzes Leben und sogar sein Ende im Jenseits verlieren, während ein guter Freund guten Rat annehmen lässt. Da die Zeit heute jede Sünde leicht macht, ist es wichtiger denn je, aufmerksam zu bleiben, mit wem sich die eigenen Kinder umgeben.
Vorträge
Wir lernen beim Zusammensein mit unserem Meister und durch Zuhören bei seinen Vorträgen. Entscheidend ist die Absicht, sich mit dem Meister zu verbinden und sein Herz für Hinweise und Anregungen zu öffnen. Die Übertragung von Wissen findet von Herz zu Herz statt.

Die vier Merkmale des Heuchlers
9. August 2026
Wer lügt, sein Wort bricht, anvertrautes Gut verrät und in Streit maßlos wird, trägt einen Zug der Heuchelei in sich – wer alle vier Merkmale vereint, ist nach den Worten des Propheten (ﷺ) ein vollkommener Heuchler. Anders als das Ego, das sich kaum ablegen lässt, sind diese schlechten Gewohnheiten leicht zu überwinden – bei den Menschen der ṭarīqah fehlen sie meist ohnehin. Wer nur ein einziges dieser Zeichen an sich erkennt, kann sich mit Reue leicht davon befreien.

Wahre Aufrichtigkeit statt nutzloser Dinge
8. August 2026
Viele Menschen zeigen einem Fußballverein mehr Treue und Aufrichtigkeit als ihrem eigenen Wort oder dem Weg Allāhs (ﷻ) – sie wechseln nie den Verein, doch im wirklichen Leben brechen sie ihre Versprechen tausendfach. Würde diese unerschütterliche Hingabe stattdessen Allāh (ﷻ) zugewandt, könnte ein Mensch zu den großen awliyāʾ gehören. Shayṭān hält die Menschen entweder mit nutzlosen Dingen oder mit Sünden beschäftigt – Leben und Zeit sind zu kostbar, um sie an Zorn und Streit über Belangloses zu verschwenden.

Die Religion ist Erleichterung
7. August 2026
Die Religion ist Erleichterung – Allāh (ﷻ) will keine Härte, sondern hat den Islam der menschlichen Natur entsprechend gegeben, damit die Menschen auf Seinem (ﷻ) Weg bleiben können. Die ṭarīqah ist kein Weg der Last, sondern der Weg, der bis zu unserem Propheten (ﷺ) reicht: die sunnah befolgen, sich an einen murshid binden und anderen wahrhaftig helfen. Anders als beliebige Gemeinschaften, deren Absichten oft im Verborgenen und vom Ego getrieben bleiben, führt dieser Weg mit Allāhs (ﷻ) Erlaubnis auf den Weg der Wahrheit.

Wer den Weg zum Guten zeigt, ist wie der, der es tut
6. August 2026
Wer andere auf das Gute hinweist oder ihnen den Weg dazu zeigt, erhält denselben Lohn wie derjenige, der die gute Tat selbst vollbringt. Das größte Ziel eines Muslims ist es, seinen Mitmenschen von Nutzen zu sein, denn der Islam bringt Gutes für die gesamte Schöpfung – Menschen, Tiere und Umwelt. Wer diesen Weg geht, tut es allein um Allāhs (ﷻ) Wohlgefallen willen und lässt sich vom shayṭān, der dabei nie Ruhe gibt, nicht beirren.

Den Weg des Propheten beleben, nicht verfälschen
5. August 2026
Die sunnah unseres Propheten (ﷺ) ist es, im Gebet Schulter an Schulter zu stehen, nicht mit weit gespreizten Füßen Fuß an Fuß – wer das als sunnah ausgibt, erklärt in Wahrheit Erlaubtes zu Verbotenem und führt die Menschen in die Irre. Zur sunnah gehören auch eine takke oder ein Turban als Kopfbedeckung, nicht ein bloßes Tuch nach Frauenart. Wer einem abweichenden Volk ähnlich wird, gehört zu ihm – deshalb sollte man sich nicht an Nachahmern orientieren, sondern bemüht sein, dem Propheten (ﷺ) selbst ähnlich zu werden.

Höre und verstehe
4. August 2026
Wer zuhört, ohne zu verstehen, zieht keinen Nutzen aus dem Gehörten – die meisten Menschen warten nur darauf, das zu sagen, was sie ohnehin schon denken, statt wirklich zu begreifen. Den gewaltigen Koran richtig zu verstehen erfordert einen Scheich oder Gelehrten; wer ihn allein nach eigenen Vorstellungen auslegt, folgt in Wahrheit nur den Einflüsterungen Shayṭāns. Wahres Verstehen geschieht nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen.

Blick auf niemanden herab
3. August 2026
Jeder Mensch sündigt, und die Besten unter ihnen sind jene, die bereuen und um Vergebung bitten – niemand darf sich deshalb über andere erheben, denn niemand ist ein Engel. Wer stolz auf sein eigenes Gebet oder seine Anbetung blickt und sich für besser als andere hält, vergisst, dass diese Gunst allein von Allāh (ﷻ) kommt, der sie ebenso leicht mit einem anderen Zustand tauschen kann. Wichtiger als der Zustand anderer ist der eigene: beständige Reue und Demut bewahren einen davor, vom eigenen Ego besiegt zu werden.

Die Versammlungen des Wissens
2. August 2026
Wer Wissensversammlungen besucht oder Rat annimmt, wird zu einem Wissenssuchenden – eine große Tugend, doch nur mit der rechten Absicht, um Allāhs (ﷻ) willen zu lernen. Das Ego sträubt sich gegen jede Ermahnung, lässt sich aber, anders als Shayṭān, durch beständiges Fernhalten von schlechten Dingen zähmen. Wer sich jedoch in falscher Sicherheit wiegt und sein Ego für besiegt hält, wird von ihm im nächsten Augenblick zu Fall gebracht.

Diese Welt ist vergänglich, das Jenseits ist ewig
1. August 2026
Diese Welt vergeht wie ein Wimpernschlag, während das Jenseits ewig ist und niemals endet – wer das Diesseits dem Jenseits vorzieht, folgt lediglich seinem Ego und stürzt sich damit ins Verderben. Niemand geht mit leeren Händen ins Jenseits: Für jede Sünde und jede Tat wird Rechenschaft verlangt, und selbst ein winziger Augenblick der Strafe wiegt dort so schwer wie ein ganzes Leben. Wer dem Ego nicht nachgibt und sich von schlechten Dingen fernhält, erspart sich diesen Verlust.

Allāh ist der Schöpfer und Versorger
31. Juli 2026
Jeder Mensch kommt allein durch den Willen Allāhs (ﷻ) auf diese Welt – kein Verhütungsmittel und keine menschliche Absicht kann ein Leben verhindern, das Er (ﷻ) zu erschaffen beschlossen hat. Die Versorgung eines jeden Dieners ist bereits bei Allāh (ﷻ), dem wahren Versorger, niedergeschrieben, von der Geburt bis zum Tod. Wichtiger als jede Schulbildung oder weltliche Zukunftssorge ist daher, dass ein Kind ein guter Mensch und ein von Allāh (ﷻ) geliebter Diener wird.

Die Wirren der Endzeit
30. Juli 2026
Unser Prophet (ﷺ) beschrieb die Endzeit lange bevor sie eintrat: Es werde fitan geben, „wie Stücke einer finsteren Nacht" – und genau das ist die Zeit, in der wir heute leben, denn nirgends, weder in muslimischen noch in nicht-muslimischen Ländern, bleibt ein Ort davon verschont. Man kann sich vor dieser fitnah der Endzeit nur schützen, indem man wachsam bleibt, sich in den eigenen vier Wänden aufhält und bei Allāh (ﷻ) Zuflucht sucht. Niemand ist vor Shayṭāns Täuschung sicher, weder Groß noch Klein; verlässlich bleibt allein der Weg der sharīᶜah und der ṭarīqah.

